25.01.2026, 23:23
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 13.023
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EVOLUTION LOVE
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Worte zur Kunst: Zeitgenössisch
EVOLUTION LOVE (Blankosonett)
in Zahlen ausgedrückt strömt jede Stunde
das Meiste ungenutzt an uns vorbei
ein Lächeln oder eine nette Geste
vielleicht ein kurzes Hi! Auf Wiedersehen!
wird unterdrückt und alle gehen weiter
den nächsten Schritten ihres Alltags nach
hier wird gebetet und ganz tief geschlafen
die Hunde beißen alles Fremde weg
dies scheint ein Grundprinzip der Mengenlehre
wenn etwas Neues in Erfahrung tritt
was unserm Dasein nur zu Teilen ähnelt
sprich Sprache, Werte, Glauben, etc. pp
was schon das Kleinkind von dem Nächsten lernte
als wahrer Freund und gleichsam zweites Selbst…
»die Hunde beißen alles Fremde« aus dem Gedicht Dorffrieden (Entrückung in den Kopfstand. Gedichte und Texte 1968-2019, Schriftenreihe Pop Verlag 2019) von Anton Sterbling. In diesem Gedicht wird eine Dorfatmosphäre dargestellt mit Kirche etc. pp, die im Kontrast zu allem Fremden stehen. In diesem Zusammenhang betont das vorliegende Gedicht ebenfalls dieses scheinbar Fremde bzw. Fremdeln in uns, siehe: hier durch Grundbegriffe der Sozial- und Entwicklungsforschung wie Alterität und Identität, siehe: hier. Dies unterstreicht ebenfalls der letzte Vers »als wahrer Freund und gleichsam zweites Selbst« einem Zitat von Cicero.
*Text zum Bild: ginTon EVOLUTION LOVE unveröffentlicht
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© Bilder by ginton
ich ufer über...
Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)
nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
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