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#1 |
Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 27.08.2014
Beiträge: 470
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Die Bauernhöfe brannten lichterloh
mit dichtem, schwarzem Rauch den Himmel streifend... und satte Früchte an den Bäumen reifend, entsprossen keiner Pflanze - nirgendwo. Wohin der Blick auch in die Ferne floh, erschrocken über Stoppelfelder schweifend, so sah er doch gebündelt und begreifend den Feind als Ziel, den Tod als Sieg - so froh. Und eine Ahnung zog sich durch die Fronten, die um dich kaum noch an sich halten konnten - Soldatenscharen, ungeschlacht und roh. Da trieb ein Schrei aus tausenden Gebeten uns Männer mit den schmetternden Trompeten voran... voran... wir sterben sowieso!
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Das Leben ist eines der schwierigsten. Geändert von Terrapin (27.06.2017 um 05:46 Uhr) |
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#2 |
TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi Pinni!
Ein schönes Sonett, vielleicht stellst du es deshalb sowohl im Kolosseum als auch extra ein. Übrigens - was dieses Werk im Kolosseum aussagen soll, ist mir schleierhaft, das ist mir zu symbolisch. Die Bauernhöfe brannten lichterloh mit dichtem, schwarzen Rauch den Himmel streifend... "schwarzem". und satte Früchte an den Bäumen reifend Komma am Ende. entsprossen keiner Pflanze - nirgendwo. Wohin dein Blick auch in die ferne floh, "Ferne". Hauptwort. erschrocken über Stoppelfelder schweifend, so schien er doch gebündelt und begreifend "sah" statt "schien" wäre klarer und korrekter formuliert. den Feind als Ziel, den Tod als Sieg - so froh. Und eine Ahnung zog sich durch die Fronten, die um dir kaum noch an sich halten konnten - "um dich". Soldatenscharen, ungeschlacht und roh. Da trieb ein Schrei aus tausenden Gebeten uns Männer mit den schmetternden Trompeten... Besser Doppelpunkt hier als Pünktchen. Voran... Voran... Wir sterben sowieso! S4Z2 - Du könntest den Satz nach "Trompeten" auch einfach fortführen, indem du die Pünktchen danach entfernst und in der letzten Zeile die beiden "voran" und das "wir" klein schreibst. Das halte ich für die sprachlich wie formal eleganteste Lösung. Sehr gern gelesen - zweimal! ![]() ![]() LG, Erich __________________
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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#3 |
Gast
Beiträge: n/a
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hi Terrapin,
ein hochgelungenes Sonett, das durch Erichs Anmrkunen gewinnen könnte. Ein Sonett um die Verblendung im Kampf , um die Sinnlosigkeit des Krieges. Klasse geschrieben. LG von Koko |
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