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#1 |
TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Tiefes Land, granitdurchgliedert,
rauer Stein aus alten Zeiten, rundgeschnitzt von Ewigkeiten, grasbehaart und baumbefiedert. Urnatur fasst aus den Schatten dunkler Wälder in die Matten weit verstreuter Menschensitze, die sich in die Szene mischen, Ausgelieferte, wie zwischen Winterfrost und Sommerhitze. Hartes Land, aus tiefen Quellen speist sich herbes Überdauern, alter Wesen Zauber lauern um der Ahnen Feierstellen. Wildes Land, warst niemals ganz Menschen untertan im Tanz ungezählter Jahreszeiten, wo der alten Geister Träume rauschend durch die Zwischenräume deiner grünen Hügel schreiten.
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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#2 |
Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 3.375
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Lieber Erich,
interessante Strophenformung. Beim Lesen fiel mir auf, dass man die zweite Strophe auch als vierte setzen könnte. Liebe Grüße Thomas
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© Ralf Schauerhammer Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller |
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#3 |
TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi Thomas!
Das ist eins meiner allerersten Werke von 2005! Damals, als ich (wieder) zu schreiben begann, nach über 20 Jahren Pause (die Werke von davor sind meist lyrisch nicht der Rede wert). Diese frühen Arbeiten habe ich in diesem Forum nie eingestellt, da ich erst 2009 hierher kam und damals genug aktuelle Themen schrieb. Damals hatte ich vom lyrischen Handwerkszeug noch keine Ahnung (ich dachte, es gäbe gar keines ... ![]() Ich halte S2 und 4 nur formal für austauschbar, denn die Conclusio mit den "rauschend durch die Hügel schreiten" der alten Geister in S4 ist lyrisch ein viel kräftigeres Bild als das "Ausgeliefertsein" der Bewohnerbauten aus S2. Vielen Dank für deine Zeilen! ![]() LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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#4 |
ADäquat
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Mitteldeutschland
Beiträge: 13.009
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![]() Hi Erich,
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. © auf alle meine Texte
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#5 |
TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi Chavi!
Vielen Dank für ausführlichen und positiven Gedanken! ![]() Ich schrieb damals ganz nach "Bauch", in völliger Unkenntnis lyrischer Begriffe und Regeln. Das "Takten" fiel mir immer schon leicht, es geschah damals gänzlich intuitiv, und meist haute es auch hin. Allerdings habe ich jetzt mein erstes Buch neu aufgelegt, um die vielen kleinen Schnitzer dieser frühen Werke beheben zu können. Jemand machte mich übrigens darauf aufmerksam, dass es sich hier im Grunde um Sonettbausteine handelt, wenn auch nur vierhebig: Quartette und (zusammengeschriebene) Terzette. Wusste ich damals natürlich nicht! LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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