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Ein neuer Morgen Fröhliches und Hoffnungen

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Alt 06.10.2026, 08:52   #1
Taxi5013
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 17.01.2017
Beiträge: 363
Standard Dei Weisheit der Eule

Die Weisheit der Eule

Es war eine jener Nächte, in denen der Wald zu schweigen schien.

Kein Wind bewegte die Blätter, kein Zweig knackte unter den Pfoten eines Tieres. Nur der Mond stand groß und silbern über den Baumwipfeln und tauchte den alten Wald in ein fahles Licht.

Hoch oben, auf dem Ast einer knorrigen Eiche, saß eine Eule.

Sie hieß Aurelia und war, wie die Tiere des Waldes behaupteten, die älteste und weiseste Eule weit und breit.

Die anderen Tiere kamen oft zu ihr, wenn sie keinen Rat mehr wussten.

Der Fuchs fragte sie, wie man an die Hühner des Bauernhofes herankäme, ohne vom Hund erwischt zu werden.

Der Hase wollte wissen, ob es wirklich stimmte, dass der Winter besonders kalt werde.

Und sogar der Wolf war einmal gekommen und hatte gefragt:

„Aurelia, warum fürchten sich alle vor mir?“

Die Eule hatte ihn lange angesehen und schließlich gesagt:

„Weil du selbst vor vielem Angst hast.“

Der Wolf hatte darüber nachgedacht.

Und war gegangen.

Seitdem war er ein wenig weniger Wolf und ein wenig mehr vernünftig.

Eines Herbstabends aber kam ein junger Mann in den Wald.

Er hieß Jakob und trug einen alten Rucksack über der Schulter. Seit Tagen war er unterwegs. Er hatte sein Zuhause verlassen, weil er glaubte, sein Leben sei völlig aus den Fugen geraten.

Er hatte Arbeit verloren, Freunde enttäuscht und eine Frau verloren, die er geliebt hatte.

„Ich habe alles falsch gemacht“, murmelte er, als er unter der alten Eiche stehen blieb.

Da hörte er ein leises:

„Huhuu.“

Jakob blickte nach oben.

Zwei große Augen sahen ihn an.

„Bist du die weise Eule?“, fragte er.

„Das behaupten jedenfalls die anderen.“

„Dann sag mir, was ich tun soll.“

Aurelia blinzelte.

„Warum?“

Jakob war überrascht.

„Warum? Weil ich nicht mehr weiterweiß.“

„Das ist keine Antwort.“

„Was soll ich denn sonst sagen?“

Die Eule breitete langsam ihre Flügel aus, blieb aber sitzen.

„Du willst wissen, welchen Weg du nehmen sollst. Aber du hast mir noch nicht gesagt, wohin du willst.“

Jakob schwieg.

Zum ersten Mal seit langer Zeit dachte er nicht darüber nach, was er verloren hatte.

Sondern darüber, was er eigentlich noch wollte.

Nach einer Weile sagte er:

„Ich möchte wieder glücklich sein.“

Die Eule nickte.

„Dann hör auf, ständig zurückzuschauen.“

„Aber meine Vergangenheit verfolgt mich.“

„Nein“, sagte Aurelia ruhig. „Du trägst sie nur mit dir herum.“

Jakob setzte sich unter den Baum.

„Und wie werde ich sie los?“

Die Eule sah hinauf zum Mond.

„Gar nicht.“

Jakob sah sie verwundert an.

„Du kannst deine Vergangenheit nicht wegwerfen. Aber du kannst entscheiden, ob du sie als Stein im Rucksack trägst oder als Lehrmeister neben dir gehen lässt.“

Jakob dachte lange darüber nach.

Dann nahm er seinen Rucksack ab.

Er öffnete ihn und holte einen alten Brief heraus.

Der Brief war von der Frau, die ihn verlassen hatte.

Er hatte ihn seit Monaten bei sich.

Er las ihn noch einmal.

Dann faltete er ihn sorgfältig zusammen.

Aber er zerriss ihn nicht.

Er steckte ihn zurück.

„Warum verbrennst du ihn nicht?“, fragte die Eule.

Jakob lächelte zum ersten Mal.

„Weil ich mich nicht mehr für das schäme, was einmal war.“

Aurelia nickte zufrieden.

„Jetzt hast du etwas verstanden.“

„Was?“

Die Eule sah ihn mit ihren großen Augen an.

„Weisheit bedeutet nicht, auf alles eine Antwort zu haben.“

„Sondern?“

„Zu wissen, welche Fragen man sich selbst stellen muss.“

In diesem Augenblick kam Wind auf.

Die Blätter raschelten.

Irgendwo in der Ferne rief ein Fuchs.

Jakob stand auf.

„Wohin soll ich jetzt gehen?“

Aurelia drehte langsam den Kopf.

„Das weißt du bereits.“

„Woher?“

„Weil du seit einer Stunde nicht mehr gefragt hast, wohin du fliehen kannst.“

Jakob sah die Eule an.

„Sondern?“

„Wohin du zurückkehren willst.“

Jakob blickte durch die Bäume.

Am Horizont begann bereits ein ganz schwacher heller Streifen zu erscheinen.

Die Nacht ging zu Ende.

Und plötzlich wusste Jakob, wohin er gehen würde.

Nach Hause.

Nicht zurück in sein altes Leben.

Sondern zurück zu sich selbst.

Als er sich umdrehte, um der Eule noch einmal zu danken, war der Ast leer.

Nur eine einzelne graue Feder lag dort, wo Aurelia gesessen hatte.

Jakob hob sie auf.

Und seit diesem Tag trug er sie bei sich.

Nicht als Glücksbringer.

Sondern als Erinnerung an einen Satz, den er niemals wieder vergessen wollte:

„Die Weisheit des Lebens besteht nicht darin, den richtigen Weg zu kennen – sondern den Mut zu haben, ihn auch zu Gehen.

Geändert von Taxi5013 (06.10.2026 um 12:41 Uhr)
Taxi5013 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 02:00   #2
thommi
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 28.12.2013
Beiträge: 96
Standard

Hallo Taxi5013,

ich gratuliere! Du hast das Rad der Literaturgeschichte soeben komplett neu erfunden. Wer braucht schon Reime, Rhythmus oder ein Metrum, wenn man eine stinknormale Prosa-Fabel einfach durch exzessives Drücken der Enter-Taste optisch strecken kann? Wenn das ein Gedicht ist, dann ist mein Einkaufszettel eine epische Tragödie von Shakespeare.

Besonders fasziniert hat mich die psychotherapeutische Wirkung deiner Eule „Aurelia“ (klingt übrigens wie eine gehobene Margarinemarke). Da kommt der böse Wolf und fragt, warum ihn alle fürchten. Aurelia blinzelt zweimal, murmelt einen Kalenderspruch aus der Facebook-Gruppe „Inspiration & Kraft“, und schwupps – ist der Wolf „ein wenig mehr vernünftig“. Ein evolutionäres Wunder! Was frisst der Gute denn jetzt im Wald? Beeren und Tofu-Würstchen?

Und dann kommt Jakob. Der Prototyp des melancholischen Rucksack-Touristen, der seine Ex-Freundin anschmachtet. Die Eule erklärt ihm tiefschürfend, dass er seine Vergangenheit nicht als Stein tragen, sondern als Lehrmeister neben sich gehen lassen soll. Jakob versteht das so meisterhaft, dass er den Brief der Ex nicht verbrennt, sondern ihn... einfach wieder zurück in den Rucksack steckt. Grandioser Befreiungsschlag! Er schleppt den emotionalen Ballast also exakt so weiter wie vorher, aber hey, jetzt guckt er dabei wenigstens „glücklich“ in den Mond.

Mitten in diesem hochdramatischen Moment der spirituellen Erleuchtung, als Jakob endlich versteht, dass er nach Hause will, „ruft irgendwo in der Ferne ein Fuchs“. Ein herrlich unfreiwilliges Timing! Wahrscheinlich schreit der Fuchs rüber zur Eiche: „Aurelia, halt den Schnabel mit deinen Wandtattoo-Sprüchen, ich will endlich wissen, wie ich an die Hühner vom Bauern rankomme!“ Aber die weise Eule hatte ja wichtigeres zu tun, als dem armen Raubtier handfeste Überlebenstipps zu geben.

Am Ende hinterlässt Aurelia eine graue Feder als Erinnerung daran, den „Mut zu haben, den Weg auch zu Gehen“. Dass du „Gehen“ am Ende mitten im Satz großschreibst, ist vermutlich die einzig echte künstlerische Freiheit in diesem „Gedicht“.

Ein absolut „fröhliches“ Werk. Ich hoffe inständig, dass der vernünftige Wolf auf dem Rückweg nicht noch Jakobs schafsköpfige Ex-Freundin reißt. Das würde die ganze Harmonie zerstören.

Freundliche Grüße
thommi

thommi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 08:28   #3
Taxi5013
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 17.01.2017
Beiträge: 363
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ha,ha,ha,ha,ha,.....oh, was für ein Morgen!

Du Literaturkomiker.


LG vom Taxi5013
Taxi5013 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 10:38   #4
thommi
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 28.12.2013
Beiträge: 96
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Hallo Taxi5013,

„Literaturkomiker“? Wer hier für die Comedy sorgt, mein Bester, das liest man ja im Minutentakt in deiner unermüdlichen Fließband-Dichtung. Du ballerst das Forum mit Texten zu – ob Eulen, Adler oder Kneipen –, die alle nach demselben, ermüdenden Muster gestrickt sind: Banale Stammtisch-Weisheiten, verpackt in unfreiwillig komischen Kitsch. Du glaubst scheinbar tatsächlich, dass stupide Quantität die Qualität ersetzen kann. Sagenhaft viel Masse, aber komplett ohne Klasse.

Du denkst ernsthaft, wenn man gewöhnliche Prosa-Sätze untereinander klatscht und die Enter-Taste malträtiert, sei das Lyrik. Dabei merkst du in deiner grenzenlosen Naivität nicht einmal, wie du dich handwerklich bis auf die Knochen blamierst. Deine Texte strotzen vor Reimfehlern, Grammatik-Katastrophen und logischen Abgründen wie dem plötzlich veganen Wolf oder dem verirrten Fuchs.

Heinrich Heine bescheinigte dem Grafen von Platen einst in seinen Reisebildern eine völlige Talentlosigkeit und spottete, dessen Verse seien wie „mit kaltem Wasser gekocht“ – trockene, unfruchtbare Sandwüsten ohne jede Seele. Ein Urteil, das für deine Reimeschmiede noch ein glattes Kompliment wäre. Um es mit den drastischen Worten des Barockdichters Friedrich von Logau aus dem 17. Jahrhundert zu sagen: Du bist eben bloß ein Reimer unter den Dichtern, wie ein Arsch unter Gesichtern.

Während meine Analysen deine lyrischen Unfälle präzise und mit messerscharfer Ironie zerlegen, flüchtest du dich mangels Argumenten in heiße Luft, gequältes Altherren-Gelächter und fehlerhafte Tipparbeit zwischen „ÖG“ und „Taxi513“. Ein feinsinniger Beobachter würde wohl konstatieren, dass uns intellektuell ein paar galaktische Lichtjahre trennen, aber diese Einsicht würde vermutlich dein logistisches Koordinatensystem aus Sonnensystem und Universum endgültig sprengen.

Schreib ruhig weiter, wenn du den Mut hast. Mein Sezierbesteck wird mit jedem deiner Fließband-Gedichte schärfer.

Freundliche Grüße
thommi


Geändert von thommi (Heute um 11:00 Uhr)
thommi ist offline   Mit Zitat antworten
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