03.11.2015, 21:48 | #1 |
Gast
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sprachbarrieren
du magst es, scheint mir, deine stimme
so schwarz auf weiß phantomzuhören, genau wie ich dafür verglimme, mit meinem vers hier einzukehren. kann sein, wir heißen beide bobby, vielleicht marianne oder lene, und teilen mindestens ein hobby, zudem verehren wir das schöne. und doch... uns beide trennen welten, wir wissen jeder nichts vom andern, nicht, welche dinge ihm was gelten. so ist's, wie blind durchs land zu wandern. ich taste mich von hier nach norden und hör auf einmal lärm von schiffen, dann stehe ich auf uferborden und habe dennoch nichts begriffen. mein 'blindflug' setzt sich fort im osten, wo VEB-ruinen stehen und alte grubenhunde rosten. wie soll ein ‚süssi‘ das verstehen? die sprache, die uns zwei verbindet, sie reicht nicht aus, sich einzudenken in das, was sich bei dir befindet in dinge, die dein denken lenken. das ist schon bisschen problematisch und kann zu turbulenzen führen, die selbstverständlich automatisch auch staub und dreck und schlamm aufrühren. man müsste, wie einst Goethe, reisen, von Weimar bis nach Rom und weiter, ein bierchen trinken, wohlig speisen, und kehrte wieder, froh und heiter! denn ist man erst mal außer landes, gelingt es eher, abzuschütteln das joch des eignen unverstandes und starres denken wach zu rütteln. Geändert von wolo von thurland (04.11.2015 um 16:12 Uhr) |
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