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Alt 29.04.2016, 10:19   #11
juli
Gast
 
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Hallo eKy,

Das Foto, der beiden Jungs ist interessant, da kann man mal sehen, wie ein Künstler so denkt, und sich für etwas Anders entscheidet. Das Ergebnis mit nur einem Jungen ist viel intensiver. Wer sexistisch gucken will, kann das immer machen, davor ist kein Akt sicher. Hier bei diesem Bild ist ein philosophisches Denken gemeint, das meine ich jedenfalls.
Für mich wird dieses Bild, 34) Hausengel (Max Ernst, 1937) in Erinnerung bleiben. Nicht weil sie schön sind, sondern, weil sie mich berühren.


79) Rosa la Rouge (Henri de Toulouse-Lautrec, 1887)


Das Bild, hat keine grellen Farben, es zeigt eine rothaarige junge Frau in einem Raum, das Licht ist gedämpft. Durch die Fensterscheiben scheint ein zartes Gelb - Beige. Das Bild ist mit warmen Tönen gemalt. Die junge Frau hat eine weiße Bluse an, sie umhüllt sie und ist dabei leicht geknittert, es wirkt leicht, lebensnah und nicht gestellt. Ihre Hose ist schwarz. Ich finde das besondere an diesem Bild ist, dass sie nicht dem Maler anschaut, sie blickt nach rechts, dabei zeigt sie ihr Profil und ihre zum Pferdeschwanz gebundenen Haare. Man sieht einen langen Pony, die nase ist wohlgeschwungen, und die Konturen von ihrem Kinn sind jung und grazil. Es ist ein Bild, das auffordert genau hinzuschauen. Ihre Körperhaltung ist so, als wenn sie sich gleich wegdrehen würde. Es ist ein Moment der Abgewandheit. Der Unentschlossenheit. Sie ist eine schöne Frau, auch in dieser alltäglichen Situation.

Dein Sonett,verstehe ich so, das sie eine Tänzerin ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig sehe. Auf jeden Fall kommt eine neue Perspektive hinzu.

Die Beschreibung gefällt mir:

Die Schultern hängend. Wie gebeugt von Lasten
ihr Hals, der eben noch das Haupt bewegte,
als ob sie etwas prüfte, das sich regte.
Die müden Blicke, die zur Seite tasten,

verborgen hinter unfrisierten Haaren,
das Hemd leger, die schlanken Hände bündig
an dunklem Stoff, wie keiner Pose fündig,
gelernt und wiederholt in vielen Jahren,


Beides zusammen, bereichert sich, es zeigt, das aller Glanz einmal vergeht, und doch etwas Schönes bleibt.


80) Sonnenuntergang auf dem Meer (Thomas Moran, 1906)


Das Bild, oh ein Meerbild! Und was für Eines! Es zeigt die See, wie sie vom Sturm gepeitscht wird. Die Wellen haben Gischt und tiefe Täler. Am Horizont sieht man einen Fleck Himmel, der mit wenig Orange umrundet einen blauen ruhigen Himmel andeutet. Sonne in all dem Sturm, vielleicht das ruhige Auge... Die Wellen beeindrucken, sie zeigen eine Naturkraft, die die Menschen in ihre Schranken verweist. Ein Schwimmer würde untergehen und ein Kapitän hatte mit all seiner Erfahrung zu kämpfen. Kommt aufs Schiff drauf an. Aber ich schweife ab.

Dein Sonett,..... alleine schon deswegen lohnt es sich hier zu gucken! Ich mag ja Meeresbilder und Meeresgedichte. Du beschreibst das Meer, den Sturm und das Wetter mit deinem Sonett. Wunderbar!

Beides zusammen, fügt sich zu einer neuer Kunst. Man muß es gesehen und gelesen haben.

Gut das ich wieder hier war. Deine Gedichte bereichern meinen Tag. Morgen fahre ich an die Ostsee, und ich schaue aufs Meer, höchstwahrscheinlich wird es ein "Aprilbild" sein. Wechselhaft mit Sonne, Regen, Hagel, Wind der mäßig pustet. * Wo ist der *MEERSMILEY*?

Liebe Grüße sy
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