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#21 | |
Gast
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Grüß euch Gott alle miteinander,
aye, ich muss zugeben, dass bei allen Drogen eine gewisse Abhängigkeit entstehen kann. Aber die findet beim Kiffen eher im Kopf statt. Man sehnt sich nach dem schönen Gefühl, das man beim Kiffen hat. Aber man kann es auch einfach lassen und längere Pausen einlegen, ohne an Entzugssymptomen zu leiden wie es bei Zigaretten oder Heroin der Fall ist. Wenige Menschen sind heute in der Lage, mit Drogen verantwortungsvoll umzugehen. Und das hängt, da gebe ich Feirefiz recht, mit der Verfügbarkeit zusammen. Wir leben in einer Konsumgesellschaft und ziehen alles in uns rein, was der Markt hergibt. So wird das Geschenk der Götter, das eigentlich ein Segen ist, zum Fluch. Die bewusstseinserweiternden Drogen sind nicht mehr Teil eines religiösen Rituals, wie es in alten Zeiten war, sie dienen nicht mehr der Erleuchtung, sondern sind allenfalls zum Betäubungsmittel verkommen, ganz so, wie es die Politiker herbeigeredet haben. Ich denke, du hast recht, Falderwald, wenn du schreibst, dass jene Drogen gefährlich sind, die uns nicht die Natur geschenkt hat, sondern an denen die Menschen rumgepfuscht haben. Habe sowohl mit Psylocibin-Pilzen als auch mit LSD experimentiert. Es war ähnlich, nur empfand ich die Wirkung des chemisch hergestellten LSD als viel schwerer kalkulierbar. Tollkirsche, Stechapfel und Bilsenkraut sind zwar natürliche Drogen, doch würde ich lieber die Finger lassen, weil Vergiftungsgefahr besteht und auch die Halluzinationen nicht zu unterschätzen sind. Hier sind auch Flashbacks möglich. Ich bin gegen jegliche Prohibition. Wir können süchtiges Verhalten nicht einfach verbieten. Doch die Gesellschaft ist verpflichtet, den Menschen zu helfen, die in die Fänge der Sucht geraten sind. Ich bin für einen akzeptierenden Umgang mit Drogen. Denn ich glaube auch, dass der Heroinabhängige besser dran wäre, könnte er seine Droge auf Rezept in der Apotheke kaufen und würde ärztlich begleitet. Die Substitution mit Methadon bietet keinen Ausweg aus dem Teufelskreis der Sucht, denn das Methadon macht zu einem höheren Grade abhängig als das Nikotin. Als es früher ein Problem mit den Opiumabhängigen gab, versuchte man den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben und verabreichte ihnen Morphium. Die Folgen waren viel schlimmer, und so dachte man, das Heroin würde Abhilfe schaffen. Heute gilt das Methadon als Allheilmittel. Auch Abstinenz bietet für Junkies meist keine Lösung, denn sie führt über kurz oder lang in die Alkoholabhängigkeit, eine jämmerliche Alternative. Du hast recht, wenn du Paracelsus zitierst, der schrieb, die Dosis mache das Gift. Und wie es Kampfsäufer gibt, die "Saufmaschinen" gebrauchen, so gibt es auch Kampfkiffer, die nach dem "Eimerkrachen" flach liegen. Ich halte das für Mutproben Jugendlicher, teilweise mit schlimmen Folgen. Zitat:
Es hängt auch mit der Erziehung zusammen. Ich denke, dass Suchtverhalten schon entsteht, bevor man mit bestimmten Substanzen in Berührung kommt. Sucht dient der Verdrängung und die Droge als Hilfsmittel, als scheinbarer Ausweg aus einer scheinbar ausweglosen Situation. Doch es hängt auch mit der Neugier zusammen. Mit der Neugier auf die Wunder, die das Leben zu bieten hat. Und davon gibt es viele zwischen Himmel und Erde. ![]() Liebe Grüße Seeräuber-Jenny Geändert von Seeräuber-Jenny (21.05.2009 um 10:47 Uhr) |
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