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#1 |
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TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi Thomas!
Die Peanuts: Die Tage werden kürzer und die Nacht senkt schweigen ihren Vorhang nieder. "schweigend". Im Dämmerlicht des Krankenzimmers wacht er neben ihr auch heute wieder. Die Augen sind geschlossen, leicht der Mund geöffnet, trotz Apparaturen, ihr Haar erscheint ihm heute müder und ein wenig schmaler die Konturen Komma ans Zeilenende. die ihr Gesicht ins weiße Kissen malt. Zitronenwasser aus der Schale benetzt nun ihre Lippen, da erstrahlt Sizilien ihm mit einem Male, ihr Urlaub, damals ganz spontan. Sie liest Gedichte, die zur Landschaft passen, und in den Zauber ihrer Stimme fliest, was Worte nicht, nur Lieder fassen. Wie gerne würde er sie heute fragen, was zum Roman sie meint, Nur drei Heber. Einen dazu, bitte. den er geschrieben, in den letzten Tagen… Der Duft! Auch sie denkt, wie ihm scheint an jenen Urlaub. – Ach! die Phantasie, Kein Komma hier. malt falsche Bild und Gestalten. "Bilder". Es wurde gestern doch beschlossen, die Geräte schließlich abzuschalten. Seit Wochen bangt und hofft ein junger Mann, dass er mit ihrem Herzen weiterleben kann. Letzte Zeile hat 6 Heber. Streiche "weiter-", dann passt es. Sehr eindringlich beschrieben, die Erinnerungen an den Urlaub machen es wirklich hautnah und persönlich, lassen Anteil nehmen. So vieles klingt hier an: Die Ungerechtigkeit des Lebens, das Abschiednehmen von geliebten Menschen, Die Schattenseiten der Gerätemedizin, Organspenden - ein Füllhorn von Nachdenklichkeiten! Sehr gern gelesen! ![]() LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. Geändert von Erich Kykal (10.10.2017 um 15:18 Uhr) |
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#2 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 3.375
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Lieber Erich,
herzlichen Dank für deine Korrekturen und Vorschläge (ich habe alles übernommen) und natürlich für deinen Kommentar. Liebe Grüße Thomas
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© Ralf Schauerhammer Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller |
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#3 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo Thomas,
Schon vor einiger Zeit habe ich dein beeindruckendes Gedicht gelesen. Ich bin zur Zeit " Schmalspurkommentatorin" da ich mit dem Handy tippe. Da ich eine Brille trage, und alles klein ist, wird es kürzer. Hier schilderst du, wie es ist Angehöriger zu sein und dort liegt jemand den man liebt. Es geht um Leben und Tod, auch für jemanden anderen. Keine leichte Entscheidung. Das ist ein gutes Gedicht und führt mit klaren Worten aber an ein Thema heran, dass man real nicht erleben möchte. Sehr gern gelesen, wegen der Thematik, die oft verdrängt wird, denn Organspende ist immer sehr persönlich. LG sy ![]() ![]()
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#4 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Ich sehe das Gedicht erst jetzt, lieber Thomas, mit seinen Korrekturen und es ist perfekt. Ein Thema, das zu Herzen geht, sehr persönlich gehalten durch das Bild des Urlaubs, sehr gut strukturiert.
Leben und Sterben und das Weiterleben der Organe in einem anderen Menschen. Ein schwieriges und hartes Thema fast zärtlich umgesetzt. Da ist dir meiner Meinung nach etwas ganz Besonderes gelungen. ![]() LG von Koko |
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#5 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 3.375
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Liebe syranie,
wie schön, dass du mir trotz dieser Widerstände einen so lieben Kommentar geschrieben hast. Vielen Dank. Liebe Koko, auch dir herzlichen Dank, bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass das Gedicht nicht ganz allein auf meinem Mist gewachsen ist, sondern durch eine Art poetisches Spiel (mit jemandem der nicht im Eiland ist) entstand. Ich werde das Lob also auch weiterreichen. ![]() Liebe Grüße euch beiden Thomas
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© Ralf Schauerhammer Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller |
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