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#1 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hey!
S1 & S3 haben - im Vergleich zu den Gedichten, die ich sonst bisher von Dir gelesen habe - einen ungewohnt expressionistischen Anklang, ein bisschen an Jakob van Hoddis und Georg Heym erinnernd... ich mags (so als Abwechslung - nicht auf Kosten Deiner rilkeanischen Klänge)! S2 ist im Tonfall anders... für mich persönlich nicht so eingängig wie S1&3 und gleichzeitig irgendwie seltsam gravitätisch klingend ... aber das ist wohl auch eher Geschmacksache. Viele schöne Details ansonsten, z.B. der Doppelreim "Bilder schildert", die "akustischen" Korrespondenzen in S1 & S3, das Bild der schwitzenden Schatten. Sehr gerne gelesen und mit einigen (für mich) neuen Tönen von Dir! ![]() Grüße! S. |
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#2 |
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TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi Sufnus!
S2 unterscheidet sich zumindest im Kadenzenschema, wenn man durchgehen lässt, dass "mildert/schildert" in S1 als weiblich angesehen werden. So haben S1 und 3 das Schema wmwm, während es in S2 mwmw lautet. Das hebt diese Str. ab, lässt sie sprachlich etwas härter erscheinen. Das ist nicht geplant gewesen, hat sich vielmehr aus dem Schreiben ergeben. Gewollt allerdings sind die surrealistischen Anklänge, die mit sprachlichen Mitteln in die bilder einfließen. Sozusagen eine Abstrahierung auf Sprachebene. Derlei ist mir durchaus nicht zuwider, wie manche aufgrund meiner "rilkeanisch" gedeuteten Werke zu subsummieren scheinen. Ich bin ein eindeutig optisch orientierter Künstler (kann ja auch zeichnen und malen oder plastisch gestalten), und ich gefalle mir in der Vorstellung, mit Sprache zu malen - und manchmal eben expressionistisch anstatt impressionistisch! ![]() Vielen Dank für deine Gedanken! ![]() LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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