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Alt 22.10.2019, 09:43   #1
Falderwald
Lyrische Emotion
 
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Moin Hans,

da auch nicht alle Wölfe Schafe reißen, sehe ich das ein bisschen anders als Erich.
Problematisch sind nur die Wölfe, die es tun, keine Frage.
Wenn die dann auf zahnlose oder mit einem Maulkorb versehene Schäferhunde treffen, dann haben sie auch noch leichtes Spiel.

Aber so ist der Mensch nun mal. Wenn ein Schaf von einem Wolf gerissen wurde, dann waren es die Wölfe. Das ist in Ordnung.
Bei Menschen darfst du das nicht aussprechen. Das ist Rassismus weil es nicht der political correctness entspricht.

Islamismus kommt aus dem Islam, Links- oder Rechtsterrorismus kommt aus dem links- oder rechtspolitischen Umfeld, also aus der Politik und wenn sich Katholiken und Protestanten an die Gurgel gehen, dann kommt das aus dem Christentum.

Deshalb ist noch lang nicht jeder Wolf, Moslem, Politiker oder Christ ein Täter und das kann ich auch aus deinem Text nicht herauslesen.

Deshalb finde ich diesen auch gar nicht so daneben, denn hier sind nur genau die Wölfe angesprochen, die weiter oben schon genannt wurden.

Man muss dabei allerdings auch das ein oder andere Schäfchen als Kollateralschaden abschreiben, wenn man die Wolfspopulation unkontrolliert zunehmen lässt.

Das BGB schützt nämlich kein Schäfchen vor ihnen, es kann höchstens im Nachhinein "gerächt" werden. Wenn man den bösen Wolf dann auch erwischt.

Und manche Wölfe haben eben lange Bärte.


In diesem Sinne gern gelesen und kommentiert...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald


__________________


Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)



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Alt 22.10.2019, 13:02   #2
Hans Beislschmidt
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Hey Erich,
vielen Dank für deinen Kommentar und Gedanken.
Du bist also erschüttert? Zunächst einmal hast du als Ausnahmekünstler genau erkannt und auch treffend beschrieben, was mit der kleinen Fabel gemeint war. Chapeau!
Meine Meinung über die schleichende Gefahr der Islamierumg habe ich bei deinem Werk FERN sehr ausführlich dargelegt und mich auch auf Fakten konzentriert.

ABER bei deinen Ausführungen über populistisch-rassistische Agitation gibt es auch hier die berühmte andere Seite der Medaille. In D. ist man derzeit gut beraten, die eigene Meinung zurückzustellen, denn ein Drittel der Bevölkerung hält die Zügel fest in der Hand und stigmatisiert jeden, der nicht ins Merkelmantra passt. Dieses Drittel aus Politik, Verwaltung, Beamtentum, Presse, kommunale Dienstleister herrscht über die anderen zwei Drittel, ähnlich wie in der ehemaligen DDR. Insofern erscheint mir die Fabel, mit ihrer Tradition Wahrheiten im restriktiven Umfeld zu transportieren, als gute Möglichkeit überhaupt noch Stellung zu beziehen, ohne von den Appeasern abgemeiert zu werden.
Mein Ankerwort und Denkanstoß zu der Fabel war der Mord an Maria Ladenburger (Foto Anhang), die als Mädchen, zusammen mit ihren Eltern auch in der Flüchtlingshilfe in Freiburg engagiert war. In schneller Folge ereigneten sich danach weitere Morde an Mädchen in Kandel und Wiesbaden, allesamt von jungen, illegal eingereisten Flüchtlingen begangen. Die Häufigkeit der Morde an Mädchen mit dem selben Täterprofil hält Deutschland nun seit vier Jahren in Atem. Eine verwässerte Statistik lässt in der Summe auf 150 und 200 Tötungen an Menschen hierzulande schließen. Das ist gemessen an 80 Millionen Einwohnern nicht viel könnte man sagen, zumal auch Deutsche Mord und Totschlag begehen. Und dennoch frägt man sich, wie es sein kann, dass posttraumatische gewaltbereite Kriegsflüchtlinge ungehindert solche Gewaltorgien lostreten können, ohne dass präventiv etwas dagegen unternommen wird. Die bürgerliche Mitte, zu der ich mich zähle, hat den Auftrag Extremismus zu verhindern aber unter Wahrung unserer Grenzen, Gesetze und Wertegemeinschaft. Wem das nicht passt... bitteschön DA ist die Tür.
.
Wir stehen ganz offensichtlich in zwei verschiedenen Lagern und kennen die Argumente der anderen Seite. Dieser Umstand soll kein Grund zur Feindseligkeit sein.
Gruß vom Hans
..
In Ö. gab es zwar auch ähnliche Tötungsdelikte (Steyr) aber nicht in dieser Häufigkeit. Ich habe die drei Wiki Links angeheftet, damit du siehst was bei uns "Sache" ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mordfa...ia_Ladenburger

https://de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Mia_V.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Susanna_F.

...............

Hey Ralf,

Vielen Dank für Kommentar und Gedanken.

Deine realitätsnahe Einschätzung liegt auch auf meiner Wahrnehmung.

Am treffenden Beispiel des zahnlosen Schäferhundes, der zudem noch einen Maulkorb tragen muss, wird unsere ganze Misere der Hilfloskeit deutlich. Die Ironie der ""zwangsläufigen Kollateralschäden, sowie der ungebremsten Population"" ist bestens ausgewählt.

Die notwendige Verkryptung zeigt mir, auf welch dünnem Eis auch ein Wortkünstler sich bewegen muss.

Gruß vom Hans
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Alt 22.10.2019, 20:52   #3
Thomas
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Beiträge: 3.375
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Lieber Hans,

von der Form her ist das Märchengedicht nicht richtig, denn da ist es ganz entscheidend, dass der Wolf Wackersteine in den Bauch bekommt. "Rotkäppchen aber holte geschwind große Steine. Die legten sie dem Wolf in den Leib und nähten ihn wieder zu. Als er wieder aufwachte, wollte er fortspringen, doch die Steine waren so schwer, dass er gleich niedersank und in den Tod stürzte. Da waren alle drei vergnügt. Der Jäger zog dem Wolf den Pelz ab und ging damit heim, die Großmutter aß den Kuchen und trank den Wein, den Rotkäppchen gebracht hatte, und erholte sich wieder." In Märchen wird das Böse immer bestraft und besiegt, nur so ist es im Text gerechtfertigt.

Ich weiß, du wolltest kein Märchen schreiben, aber es ist so halt nicht rund.

Inhaltlich finde ich interessant, dass uns diese Taten erst jetzt interessieren, wenn sie bei uns passieren. In der Ferne haben wir sie nicht wahrgenommen.

Liebe Grüße
Thomas
__________________
© Ralf Schauerhammer

Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller
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Alt 23.10.2019, 17:29   #4
Hans Beislschmidt
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Hey Ralf, Geduld, das Märchen ist ja noch nicht zu Ende. Die Wackersteine sind ja noch da aber die Schafe sind verloren, für immer leider. Der Verkauf von Kreide hat in Wolfskreisen leicht zugenommen aber alte Großmütter lassen dich davon nicht täuschen. Auch nicht von Teig und Mehl auf den Pfoten. Bis dahin trösten wir uns mit Kuchen und Wein, während Isegrimm seinen Krug wieder und wieder zum Brunnen trägt. Danke für Gedanken und Kommentar. Gruß vom Hans
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