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#1 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hallo Thomas, dass du den Kommentartext nicht verstehst, ist nicht schlimm.
Hier ist zuerst einmal das Gedicht von Ringelnatz mit dem Titel „Zu dir“. Zu dir Sie sprangen aus rasender Eisenbahn Und haben sich gar nicht weh getan. Sie wanderten über die Gleise Und wenn der Zug sie überfuhr, Dann knirschte nichts. Sie lachten nur. Und weiter ging die Reise. Sie schritten durch eine steinerne Wand, Durch Stacheldrähte und Wüstenbrand, Durch Grenzverbote und Schranken Und durch ein vorgehaltnes Gewehr, Durchzogen viele Meilen Meer.*– Meine Gedanken.*– Ihr Kurs ging durch, ging nie vorbei. Und als sie dich erreichten, Da zitterten sie und erbleichten Und fühlten sich doch unsagbar frei. Natürlich steht es jedem frei, Titel und Texte frei zu wählen und zu ändern, die schon vorhanden sind. Und ich gehe auch davon aus, dass du den Text kennst. Für mich ist er herausragend. Ich hatte im Jahr 2002 an einem Gedichtwettbewerb vom Realis-Verlag, damals noch Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes teilgenommen, an dem genau dieser Text, jedoch mit einem anderen Titel, eingereicht und bewertet bzw. gedruckt worden war. Den „Juroren“ war nicht aufgefallen, dass es ein Ringelnatz-Text war. Mir schon, denn ich hatte damals das Buch erworben. Ich hatte mich dann an den Verlag gewandt und auf diese „Sauerei“ hingewiesen. Ja, man könne nicht alle 4000 Texte kennen, die eingereicht werden, und der „Autor“ würde künftig ausgeschlossen werden. Wie tröstlich! Was heißt das nun für uns? Du bist nicht etwa ein Plagiator, dein Text ist einzigartig. Dass du einen Titel gewählt hast, den es schon gibt, ist sicher ein Zufall. Was meinst du, wie viele Gedichte es z.B. mit dem Titel „Sehnsucht“ gibt? Sehr viele. Mehr wollte ich nicht zum Ausdruck bringen. Es war etwas ungeschickt, aber nicht böse gemeint. Sei gegrüßt von Freihammer. |
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#2 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 3.375
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Lieber Freihammer,
wenn ich dieses wirklich gute Ringelnatz-Gedicht gekannt hätte, hätte ich deinen Kommentar verstanden. Schön, dass ich nun auf diese Weise damit bekannt wurde. Es gefällt mir übrigens viel besser als meines. Das Geschäftsmodel dieser Eitelkeitsverlage besteht darin, die Autoren so viel Geld für die Veröffentlichung ihres "Kunstwerks" zahlen zu lassen, dass der Verlag Geld macht, ohne dass ein einziges Buch im normalen Handel verkauft werden muss. Liebe Grüße Thomas
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© Ralf Schauerhammer Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller |
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