![]() |
|
|
#1 |
|
Eiland-Dichter
Registriert seit: 14.08.2026
Ort: Heppenheim Bergstraße
Beiträge: 46
|
Erste Liebe
Ich sah sie im Park auf der Bank hinterm See, sie hielten sich fest bei den Händen sie schauten sich voller Liebe an und ich konnte den Blick nicht wenden. Ein leiser Gedanke kam mir in den Sinn auch ich hatte da mal gesessen und voller Liebe dich angeschaut ich hab es verdrängt und vergessen. Die Erinnerung riss mir den Boden weg es war wieder alles so nah dein Lächeln, dein Atem, der erste Kuss aufregend und wunderbar Wir waren verliebt und nur das zählte noch die restliche Welt war vergessen wie Torte mit rosa Zuckerguss hübsch anzuschaun, klebrig zu Essen Die Verliebtheit ist wie ein launiger Gast, sie kommt und verschwindet schnell wieder sie nahm dich mit als sie mich verließ und schenkte mir traurige Lieder. Ich schaute noch mal zu der Bank hinterm See und ich wünschte den beiden viel Glück fliegt die Verliebtheit zur Tür hinaus kehrt sie manchmal als Liebe zurück. |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Lyrische Emotion
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.111
|
Hallo liebe Floris,
dein Gedicht zeichnet eine stille Beobachtung nach, die sich organisch in eine Erinnerung verwandelt. Die Szene im Park ist ein klarer Auslöser, und die Rückblende bleibt nachvollziehbar, ohne ins Dramatische zu kippen. Die Bilder sind ruhig, die Sprache bleibt nah an der Erfahrung, und die Entwicklung vom warmen Erinnern hin zu einer nüchternen Einsicht ist gut geführt. Die Metapher mit der Torte setzt einen bewusst leichteren Akzent, der den Zustand der Verliebtheit pointiert, ohne ihn zu verklären. Der Schluss greift die Eingangsszene wieder auf und schließt den Text mit einer versöhnlichen Note, die dem Gedicht eine runde Form gibt. Insgesamt ein ruhiger, stimmiger Text, der die Balance zwischen Wehmut und Gelassenheit gut hält. Liebe Grüße ![]() Falderwald
__________________
Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald) Für alle meine Texte gilt: © Falderwald --> --> --> --> --> Wichtig: Tipps zur Software |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Lim-Fee
Registriert seit: 01.05.2014
Beiträge: 217
|
Liebe Floris,
dein Gedicht hat mich sehr berührt. Es hat diese ruhige, klare Art, in der du Erinnerungen nicht beschönigst, sondern einfach zulässt — und genau dadurch wirken sie so stark. Die Szene im Park ist so schlicht erzählt, und doch öffnet sie sofort einen Raum, in dem die eigene Vergangenheit wieder spürbar wird. Besonders schön finde ich, wie du die Nähe zwischen den beiden Menschen am See mit deiner eigenen Erinnerung verknüpfst. Das macht den Text nicht schwer, sondern warm — selbst dort, wo er weh tut. Die Zeilen über den ersten Kuss und dieses „aufregend und wunderbar“ haben eine ganz feine Ehrlichkeit, die ich sehr mag. Und dann dieser Blick auf die Verliebtheit, die kommt und geht wie ein launiger Gast — das ist ein Bild, das man sofort versteht. Der Schluss hat mich besonders getroffen: Er ist nicht laut, nicht pathetisch, sondern einfach ein leiser Wunsch, der trotzdem Hoffnung trägt. Ein sehr schönes, sehr menschliches Gedicht. Herzliche Grüße von Xenia ![]() |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Neuer Eiland-Dichter
Registriert seit: 17.08.2026
Beiträge: 19
|
Liebe Floris,
dein Gedicht ist ehrlich, klar und ohne jede Verzuckerung — und genau das mag ich daran. Du erzählst nichts schön, du erzählst einfach, wie es war. Das hat eine Direktheit, die ich schätze. Was mir besonders auffällt, ist dieser Moment im Park. Du siehst zwei Menschen, die sich lieben, und statt Neid oder Drama kommt erst einmal ein stiller Stich aus der eigenen Vergangenheit. Das ist ein sauberer Übergang, ohne Pathos, ohne Schleier. So etwas funktioniert nur, wenn man nicht versucht, die Erinnerung zu polieren. Die Strophe mit dem ersten Kuss ist gut getroffen. Nicht überhöht, nicht kitschig, sondern schlicht: „aufregend und wunderbar“. Mehr braucht es nicht. Man merkt, dass du weißt, wann ein Bild genug gesagt hat. Das Zuckerguss‑Bild ist frech und ehrlich. Verliebtheit ist süß, aber sie klebt — und du sagst das, ohne drum herum zu reden. Das ist genau die Art von Klarheit, die ich mag: nicht bitter, aber auch nicht weichgespült. Die Verliebtheit als „launiger Gast“ ist ein starkes Bild. Es trifft den Punkt: Sie kommt, sie geht und sie nimmt manchmal mehr mit, als man ihr gegeben hat. Du formulierst das ohne Selbstmitleid, und das macht die Zeile wirkungsvoll. Der Schluss ist ruhig und erwachsen. Kein „Warum?“, kein „Hätte ich doch“, sondern ein Blick auf zwei Menschen, denen du Glück wünschst. Das ist nicht naiv, sondern großzügig. Und ja — manchmal kommt Liebe zurück, aber nicht immer durch dieselbe Tür. Ein klarer, ehrlicher Text. Kein Schnörkel, kein Drama, nur Wahrheit. Mit einem freundlichen Gruß Melinda |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Erste Liebe | Panzerknacker | Ein neuer Morgen | 0 | 30.01.2013 14:05 |
| Erste Liebe | Lena | Liebesträume | 8 | 22.05.2009 23:05 |