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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 23.10.2009, 21:18   #1
Smoertin
Lyrisches Wollknäuel
 
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Guten abend ihr vier:

Erstmals bedanke ich mich recht herzlich bei euren wirklich hilfreichen Beiträgen und natürlich auch, dass ich gleich mit offenen Armen in eure Mitte aufgenommen wurde.

@a.c.larin

Danke für deine wundervollen Worte zu meinem kleinen herbstlichen Gedicht. Ja, dass Problem mit den Lärchen und den doppelten werfen stört mich auch noch recht, ich bin mir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht sicher, ob ich mich an eine Änderung heranwagen soll, da ich zu stark befürchte, die fundamenale Struktur der letzten zwei Terzette zu verändern...

Jedenfalls vielen Dank für deine netten Worte,
herbstlichen Gruß,

Smoertin

Erich Kykal:

Da landet man auf einem fernen, spärlich bewohnten Eiland und findet doch in dieser illustren Menschenmenge einen Oberösterreicher, so wie ich einer bin...
Die Welt ist klein...^^

Zitat:
Dennoch bleibt ein Makel, weil sich der Reim "werfen" wiederholt und "Lärchen" als Dritter im Bunde nun wirklich keine Ideallösung darstellt.
Mir fällt da auf Anhieb auch nichts ein, was nicht die gesamte Struktur der Conclusio von Grund auf umstrukturieren würde - und abgesehen von den Reimen ist diese Conclusio sehr schön und lyrisch!
Besser könnte ich mein Problem bei diesem Sonett nicht beschreiben, ich denke auch, dass die Umstrukturierung in den beiden Terzetten vermutlich zu gravierenderen Sprachschwierigkeiten als die jetzt vorhanden führen könnten...
Ich werde noch überlegen, ob ich mich das wagen soll...?

Zu deinen Änderungsvorschlägen:
Zitat:
S2Z2 "zum Kranz gebunden an den Türen..." Sprachlich runder.
S2Z3 " draußen Eis und Rehen..." Vermeidet Wortwiederholung "Schnee" mit S1.
S2Z4 " und Tannen schwanken wie..." Schaukeln klingt etwas zu "niedlich" für die Stimmung des Gedichtes.
Übernehme ich gerne und bedanke mich gleichzeitig für deine konstruktiven Vorschläge!

Zitat:
S1Z1 "kränzen" wäre schöner Deutsch und sprachmelodisch gediegener. Um den Reim zu halten, dann letzte Zeile:
S1Z4 "und Schnee sich dreht in bitterkalten Tänzen."
Diesen Vorschlag werde ich nicht annehmen, da sich kränzen (bzw. Tänzen) nicht auf Pfanzen und Lanzen reimt (was dann dem klassischen itallienischen Sonett widerspräche).

Zitat:
Insgesamt ein sprachtechnisch auf hohem Niveau stehendes Stimmungsgedicht von fast düsterer Einfühlsamkeit, das auch die scheinbar weniger "sonnigen" Seiten ländlicher Natur und ebensolchen Lebens beschreibt und beinahe verklärt.
Da kommst du mit deiner Interpretation meiner Intention erstaunlich nahe! Ich wollte wirklich jene Dualität zu Wort bringen, dass der Winter (und Spätherbst) zwar vom äußeren Charakter her feindlich und abstoßend wirkt, jedoch auch seine schönen Seiten hat.

So, herzlichen Dank auch an dich!

herbstlichen Gruß ins Mühlviertel,
Smoertin

@Feingeist:

Nein, deine Skypemitteilung habe ich in der Tat nicht gelesen... Ich bin übers Wochenende heimgefahren und hab den Labtop in der Wohnung gelassen...

Zitat:
konntest Dich also nicht beherrschen, ich ahnte es!
Kennst mich ja...

Zitat:
Weiterhin betrachte ich das auf (Q2V2) als falsche Präposition - an ist wesentlich passender.
Werde ich gerne ändern! Manchmal sickert hald doch der Dialekt durch, auch im geschriebenem Wort... Aber Danke, wäre mir nicht aufgefalen!

Zitat:
Q1V3 und die rost'gen Wolken gegen Ende gefallen mir persönlich auch nicht - Vers 3 empfinde ich als (fast) nichtssagend
Auf die rost'gen Wolken beharre ich, diese sind letztendlich die Inspiration für dieses Werk... Wie du weißt, binn ich vor vier Wochen nach Wien übersiedelt, und das erste, was mir vehement auffiel, ist, dass in bewölkten Nächten Wolken eine orange bis rostig rote Farbe annehmen , was mir als waschechtes Landei natürlich am Anfang sehr merkwürdig erschien...
Desswegen auch meine Intention, dass das Li viel lieber in dieser feindlichen und hostilen Umgebung dieses beschriebenem Dorfmilieus als in der Stadt sein will.

Zitat:
Gegen den Reim Lärchen/werfen musst Du was machen, als Du es mir sagtest, kannte ich das Gedicht noch nicht; jetzt sehe ich, dass sogar zwei mal werfen gereimt ist, also Lärchen/werfen/werfen - das geht so mMn wirklich nicht, ich bin mir allerdings sicher, dass Du eine akzeptable Lösung finden wirst.
Zu diesem Problem habe ich mich schon oben geäußert!

Zitat:
Ansosten auch von meiner Seite ein großes Lob, Du machst wahnsinnig schnell Fortschritte und Dein Talent wird Dich mMn noch sehr weit bringen - mindestens im Rahmen der Hobby-Sonettiererei (nicht abwertend gemeint, weisst hoffentlich); mehr und seriöser kanns immer werden.
Vielen Dank für dein Lob, das bedeutet mir wirklich viel, diese Worte aus deinem Munde (Kann man das in einem Internetforum sagen?) zu hören...

Auch zu dir nach Hamburg sende ich herbstliche Grüße,

Smoertin

@Dana
Auch dir danke herzlich für deine netten Worte!
Zitat:
Wenn du jetzt noch auf eKy hörst oder ihn gar übertriffst - dann hast du bereits jetzt alle "Aufnahmerituale" bestanden.
Gut zu hören! Habe ich mir den Säbelkampf schon ersparrt!

Herbstliche Grüße von Oberösterreich,

Smoertin
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Futile the winds
to a heart in port @Emily Dickinson

Das Eise zieht, den tiefen Schlaf zu finden...
Wo kinder Immortellenblüten kranzen...
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Der traurige Spielmann
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Alt 24.10.2009, 23:19   #2
a.c.larin
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hallo smoertin,

nur zur erklärung: die "rostigen wolken" entstehen dadurch, weil das licht der großstadt sich in ihnen widerspiegelt, im volksmund der hier ansässigen ureinwohner oft auch als "weana liachtn" tituliert (ist ja auch schon kilometerweit vorher sichtbar).

liebe grüße,
larin ( eine hiesige)
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Cogito dichto sum - ich dichte, also bin ich!
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Alt 25.10.2009, 00:42   #3
Leier
gesperrte Senorissima
 
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Hei, smoertin -

ich tadle nicht gerne und auch sehr selten,
aber Dein Verb "kranzen" gefällt mir überhaupt nicht.
Wir wanden uns den Jungfernkranz, wir wanden Blütenkränze unsern kindlichen Häuptern, wir wanden Herbststräuße, wir wanden allerhand (lei),
aber wir kranzten nicht.

In meinen Augen und Ohren ist dies kein gelungener Neologismus.
Mit dem Gedicht per se beschäftige ich mich später.

Lieben Gruß
von
cyparis
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Alt 26.10.2009, 11:23   #4
Smoertin
Lyrisches Wollknäuel
 
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Guten Morgen ihr Zwei:

@a.c.larin:

Ah, "Weana liachtn" ist wirklich gut^^ Nein, schon klar dass dieses Phänomen durch die Reflektion des Lichtes von Straßenlaternen etc. entsteht, aber es macht doch einen großen Eindruck, wenn man diese Wolken das erste Mal sieht...

Liebe Grüße,
Smoertin

@Cyparis:

Das mit dem "kranzen" ist so eine Sache... Dein Einwand ist sicher legitim, aber für mich liegt dieses Wort im ganz normalen Sprachgebrauch... Das kommt wahrscheinlich daher, dass in Österreich ein großer Fleckerteppich an Dialekten besteht, und Wörter sogar manchmal von Gemeinde zu Gemeinde variieren...
Insofern kann ich deinen Einwand gut verstehen, da ich Wörter, die z.B. von Tirol kommen, auch kopfschüttelnd belächle...

Liee Grüße,
Smoertin
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Alt 26.10.2009, 12:11   #5
ruhelos
Flaschenpost
 
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Beiträge: 574
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hallo Smoertin,

zunächst einmal ein verspätetes Herzlich Willkommen hier im Forum! Dein stimmungsvolles Herbstsonett findet mein Gefallen. Du verwendest unverbrauchte ansprechende Bilder. Allein in der 1. Str. will auch mir nicht das Wort kranzen gefallen. Es muss richtig kränzen heißen, was jedoch wegen des Reimmusters nicht passt. Ich habe einen Vorschlag. Vielleicht sagt er dir ja zu:

Wo Kinder Immortellenblüten binden
um tristes Grau mit Farben zu verdrängen.
die Nebelschwaden überm Dorfe hängen
und Wind und Eis im Reigentanz sich finden.

Ansonsten gern gelesen.

Viele Grüße
ruhelos
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Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen. (Mark Twain)

Geändert von ruhelos (26.10.2009 um 12:13 Uhr)
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Alt 26.10.2009, 12:53   #6
Chavali
ADäquat
 
Benutzerbild von Chavali
 
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Beiträge: 13.028
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Hallo Smoertin,

nun komme ich auch noch und nörgele an deinem Wort: kranzen.
Ich schließe mich da ganz ruhelos an und finde die von ihr kreierte Strophe wunderbar passend.

Ein wenig stören mich die Auftaktstriche.
Ich habe jetzt nicht alle Kommis gelesen, womöglich fragte schon mal jemand danach und ich verpasste deine Antwort?
Hast du einen bestimmten Grund, diese Striche zu setzen?
Sie verunsichern mich, weil ich den Gegensatz wo - da nicht ohne weiteres erkannt habe.

Und Lärchen - werfen naja, das geht eigentlich gar nicht

Insgesamt jedoch gefällt mir dein Sonett sehr gut, vor allem die Idee.
Lieben Gruß,
Chavali
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Alt 27.10.2009, 15:20   #7
Klatschmohn
MohnArt
 
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Beiträge: 1.949
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Hallo Smoertin,

die Verse sind mir fast erschienen,
als passten sie zu Halloweenen,
der Nebel und das triste Grau
erscheint zu dieser Zeit genau;
der sommerlosseins grauen Tage
wurd hier gefasst wie eine Klage.
Mit Worten, kunstvoll eingeschoben,
hast fein Du dies Sonett gewoben.

Melancholisch, traurig kam es mir daher und hat mich in die entsprechende Stimmung versetzt.

Liebe Grüße,
Klatschmohn
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Trockenmohn
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Alt 29.10.2009, 18:09   #8
Smoertin
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Hallo ihr drei:

Erstmals herzlichen Dank für eure Kommentare!

@ruhelos:

Hm, ja, ich werde doch auf das Wort "kranzen" beharren, auch wenn mir deine Alternative wirklich sehr gefällt. Der Grund ist, wie ich oben schon erwähnt habe, das es für mich wirklich im normalen Sprachgebrauch liegt.

Ansonsten bedanke ich mich für dein Komplimente und schicke liebe Grüße aus Wien.

@Chavali

Die Auftaktstriche sind eigentlich als Unterstützung für den Leser gedacht und sollten Verse gleichen Inhalts verbinden. Bei diesem Gedicht springe ich Irgendwie von Szene zu Szene (In Strophe eins kommen die Kinder mit den Immortellenblüten vor, in der zweiten Strophe hängen sie sie auf die Türen...)

Bei dem Problem mit Lärchen und werfen gebe ich dir natürlich recht, ein sehr unsauberer Reim, ich werde hier jedoch nichts mehr ändern, aber ja, Erläuterungen gibt es schon oben zu diesem Problem.

Dir danke ich auch herzlich für deinen Kommentar und natürlich auch für deine lobenden Worte und schicke dir herbstliche Grüße aus Wien.

@Klatschmohn:

Dir danke ich natürlich auch herzlich für deinen wohlwollenden Kommentar und schicke dir herbstliche Grüße aus Wien.
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