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Alt 27.10.2011, 17:50   #6
Stimme der Zeit
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Hallo, liebe Chavi,

natürlich lese ich auch vorherige Kommentare. Es gäbe demnach zwei Möglichkeiten, etwas zu ändern – entweder Vers 1 oder Vers 9, da beide sinninhaltlich ja zusammenhängen.

Bis ich dann endlich meine rechte Straße fand, - hier mein Vorschlag bezüglich "falsche-rechte"
Bis ich dann eines Tages meinen Ausweg fand, - hier bleiben "eines Tages" und "Weg" erhalten

(Ich habe darauf geachtet, die "Grundaussage" nicht zu verändern, und die metrische Struktur der Verse beizubehalten. Es sind aber nur Anregungen, ich schlage nur etwas vor, da du ja selbst sagtest, du würdest über Änderungen nachdenken. )

Vers 9 wäre leichter zu ändern, denn ein Synonym zu „falsch“ wäre zwar möglich, aber das würde ja an der Aussage von Vers 1 nichts ändern. Dort müssten (meiner Meinung nach) Vers 1 und 2 ganz „umgeschrieben“ werden, um die „Verbindung“ mit Vers 9 nicht zu „verlieren“. Vers 9 zu ändern ist daher die „einfachere“ Möglichkeit.

Jetzt zum Text.

Interessant der „Einstieg“ in die Thematik, der hier durch zwei trochäische Verse gesetzt wird. Gibt dem Ganzen eine „intensive“ Note.

Da ich gerne selbst (wenn auch auf meine Art) aus Korsetten „auszubrechen“ pflege, sehe ich das Gedicht ebenfalls als Sonett. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass These und Antithese zwar im klassischen Sinne „vorgeschrieben“ sind, aber statt der Antithese kann heutzutage auch eine „Fortführung, Erklärung, Ergänzung“ folgen. Und ginTon hat recht, es „klingt“.

Hier berichtet ein LI von den „Irrtümern“ seines Lebens. Irgendwann muss das LI die „falsche Abzweigung“ genommen haben, und ist dadurch auf der „falschen“ Straße gelandet. Ja, wir Menschen neigen gelegentlich dazu, uns zu „verirren“ bzw. vom „Weg abzukommen“. Daraus ergeben sich natürlich Konsequenzen, die bereits in den nächsten Versen ersichtlich werden. In Strophe 2 dann die anschauliche Schilderung, wie diese „aussehen“.

Mir gefällt Strophe 2 auch am besten. Sonnenstrahl, frischer Quell, Tag, Nacht, dunkel, Flügelschlag; das sind schöne Metaphern. Besonders der Gegensatz zwischen den Wünschen/Hoffnungen und der „Wirklichkeit der Straße“ finden so einen gelungenen Ausdruck. Ebenfalls noch: erhellen, erquicken, in Verbindung mit „Kein“, also der Negation dieser Begriffe; dann fremd, dunkel, hart und übernehmen. Das „Dunkel“ übernimmt die „Macht“.

In den Terzetten dann der „Ausweg“, symbolisiert durch ein „Gartentor“. Das Tor stellt für mich neue Erkenntnisse, eine Veränderung im "Inneren" des LI dar. Dahinter liegt eine „Wiese“ voller grüner Bäume. Grün ist die Hoffnung, grün assoziiere ich auch mit Garten und mit Bäumen.

Aus dem Dunkel in das helle Sonnenland, wo die (bislang) unerreichten Träume auf ihre Erfüllung „warten“.

Habe ich schon mal gesagt, dass ich eine „Schwäche“ für ein „gutes Ende“ habe? Ja? Macht nichts, ich sag’s nochmal.

Gefällt mir richtig gut!

Sehr gerne gelesen und kommentiert.

Liebe Grüße

Stimme
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