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Der Tag beginnt mit Spaß Humor und Übermut

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Alt 05.11.2011, 16:38   #1
Carlino
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 04.03.2009
Beiträge: 357
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Liebe Stimme,

ich habe etwas dranrum gebastelt, hier das Ergebnis:

Bei mir geht um ein Bügeldieb,
der flieht, wenn ich die Dübel bieg.
Wenn sich die Zahl zum Neuner reiht,
Entsteht bei ihm nur reiner Neid!
Der hat wohl selbst ganz flaue Bügel,
und sagt zu sich, ich baue Flügel!
Ganz still, er scheut ja jeden Laut,
denkt der bei sich, ihr Leute, schaut:

„Auch Kleiderbügel lernen fliegen,
man muss sie nur zum Flügel biegen!“

Sitz ich voll Zorn beim Glase Bier,
treibt an den Kerl die blasse Gier!

Ich will’s euch nur am Rande schütteln:
An dem soll doch die Schande rütteln!
Kann ich den frechen Dieb erst hauen,
wird der nur schwer den Hieb verdauen!
Hab ich's mit flotter Hand geschafft,
sitzt jener voller Schand in Haft!
Wo er sich dann am Bande schindet,
weil ihn die Bügel-Schande bindet!

Ganz liebe Grüße

Carlino
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Alt 05.11.2011, 17:50   #2
Stimme der Zeit
Erfahrener Eiland-Dichter
 
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Registriert seit: 15.03.2011
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.836
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Hallo, Carlino,

ich finde es großartig, dass du dir so viel Arbeit gemacht und an meinem "Erstling" "herumgebastelt" hast. Deshalb möchte ich dich gerne fragen, ob ich deine Version mit oben einstellen darf, das wäre hier sicher die sinnvollste Vorgehensweise, um die Unterschiede in der Ausarbeitung zu zeigen. Du hast ja bereits Schüttler geschrieben - und, Ehre, wem Ehre gebührt: Deine letzten beiden Schüttler gaben den "Ausschlag", damit ich mich endlich mal "richtig" an ein Schüttelgedicht heranwagte. Einverstanden?

Nur eins möchte ich anmerken:

Zitat:
Wo er sich dann im Bande schindet,
Diese Zeile ist eine kleine, versteckte "Hommage" an Schiller, der in seiner Ballade "Die Bürgschaft" als erste Strophe schrieb:

Zitat:
Zitat von Friedrich Schiller:
Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon*), den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
"Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!"
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
"Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
"Das sollst du am Kreuze bereuen."
Also ist mein "Dieb" schon "im Bande" (d. h. gefesselt, gefangen), und arbeitet nicht "am Bande". Obwohl deine Variante natürlich auch sinnvoll ist, im Sinne von "am Bande arbeiten" (Fließbandarbeit).

Danke für deine Mühe und auch ganz liebe Grüße

Stimme
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Alt 06.11.2011, 11:50   #3
Friedhelm Götz
Schüttelgreis
 
Registriert seit: 02.11.2011
Beiträge: 954
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Nicht immer ganz rein geschüttelt, aber Chapeau für den ersten Schüttelversuch!

LG G.F.
Friedhelm Götz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2011, 12:23   #4
Stimme der Zeit
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von Stimme der Zeit
 
Registriert seit: 15.03.2011
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.836
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Vielen Dank für dein "Chapeau" , Gerd,

wenn du dich mit Schüttelreimen auskennst, dann würde es mich freuen, wenn du mir die Stellen aufzeigst, an denen ich "nicht rein" geschüttelt habe. Ich fand es lustig, z. B. hier

Zitat:
Ich hoffe, allen wird der Schüttelreim behagen!
Mich Reimer bitte nicht aus meiner Hütte schlagen …
auch das "L" gewissermaßen "mit zu schütteln". Und ebenso hier

Zitat:
Bei mir gibt's einen Bügeldieb,
weshalb ich jetzt die Dübel bieg,
die 4 "B" und je 2 "G" und "D" ebenso.

Jetzt meine Frage: Ist das nicht "erlaubt", bzw. darf man nach den "Regeln" (dich ich noch nicht genau "kenne") so nicht schütteln?

Dann fällt mir nur noch "Neuner reiht" und "reiner Neid" ein. Allerdings las ich Schüttelgedichte, in denen so vorgegangen wurde - aber ich kann das als Anfänger natürlich nicht beurteilen; es ist ebenso gut möglich, dass die von mir gelesenen Gedichte bereits gegen "Regeln" verstießen, was ich natürlich nicht wusste.

Wie gesagt, es wäre sehr freundlich von dir, wenn du mir sagst, wo es "nicht stimmt" (es gibt sicher noch andere Stellen, vermute ich mal), denn ich lerne sehr gerne dazu!

Liebe Grüße

Stimme
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