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Liebesträume Liebe und Romantik

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Alt 22.11.2011, 06:47   #1
Chavali
ADäquat
 
Benutzerbild von Chavali
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Mitteldeutschland
Beiträge: 13.028
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Liebe Lena,

schön, dass du wieder da bist

Du hast hier ein Liebesgedicht an deine Heimat geschrieben.
Das ist wirklich ein zu Herzen gehender Text.

Liebe zur Heimat kann doch nicht schöner ausgedrückt werden, wenn mir auch der Bezug zum Weihnachtsmarkt
(der ja nix weiter als Kommerz ist) ein wenig gegen den Strich geht.
Nun, wenn man diese Aversion (Kommerz) außen vor lässt, kann man den bunten Lichtern und diesen feinen Gerüchen nach Glühwein,
Katroffelpuffer und Crépes etwas durchaus Positives und Heimeliges abgewinnen.

Besonders hübsch ist der Ausdruck Niederrheinnovember.
Auch die Wiederholung der Z1 in S1 + Z1 in S3 gefällt mir, gibt dem Text einen intensiven Touch.

Schön gemacht ist es, dein Wiedereinstiegsgedicht - gefällt mir sehr gut.

Lieben Gruß,
Chavali


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© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

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Alt 22.11.2011, 16:51   #2
Stimme der Zeit
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von Stimme der Zeit
 
Registriert seit: 15.03.2011
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.836
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Guten Tag, Lena,

wir kennen uns noch nicht, aber ich freue mich ebenfalls, wenn du "wieder da" bist.

Ein Liebesgedicht an die Heimat, das ist etwas Besonderes und eine schöne Idee. Ich habe die Suchmaschine genutzt und nach den Stichworten "Schwarze Riesen Niederrhein" gesucht, - und war überrascht, denn ich assoziierte das mit großen, alten Bäumen oder sogar Bergen - es sind Hochöfen in der Stahlindustrie.

Unter diesem Gesichtspunkt finde ich, dass die "Liebe zur Heimat" so noch einiges mehr an "Gewicht" bekommt. Hier liebt jemand die Heimat wirklich, und zwar mitsamt lärmenden und qualmenden Hochöfen. Finde ich schön.

Auch der "Niederrheinnovember" wird hier unter dem Gesichtspunkt der Schönheit betrachtet, obwohl diesen Monat sonst kaum jemand schätzt.

Der periodische Anfangskehrreim gefällt mir ebenfalls, es wirkt so, wie Chavali sagt: Intensiviert, und auch der 4hebige Trochäus passt (es "stampft", aber nur ein "bisschen" - siehe Hochöfen).

Eine kleine Anmerkung, ein Fehler ist es nicht unbedingt, nur etwas, das als "Information" mitgenommen werden kann:

Zitat:
Haus und Straßen ruhen matt versunken,
Weihnachtsmarkt: besternte bunte Pracht
reflektieren märchenhafte Funken
durch die dichtverhüllte kalte Nacht.
Durch den Bezug "per Zeilensprung" stolperte ich ein wenig, denn es wirkt so, als ob "reflektieren" (Plural) sich auf "besternte bunte Pracht" (Singular) bezieht. Um den richtigen "Bezug" herzustellen, muss ein Leser also "noch mal zurück"springen", um zu erkennen, dass sich die Mehrzahl auf "Häuser, Straßen, Weihnachtsmarkt" bezieht. Die "Pracht" liegt aber genau dazwischen, das irritiert ein wenig, denn dann müsste es "reflektiert märchenhafte Funken" heißen. Nur ein kleiner Hinweis.

Dein Gedicht gefällt mir gut, und wenn du mich "kennenlernst", wirst du merken, dass ich gerade bei Gedichten, die mir gefallen, gerne ein bisschen "feile und poliere".

Gerne gelesen und kommentiert.

Liebe Grüße

Stimme
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Alt 22.11.2011, 16:55   #3
Cebrail
verrannt
 
Benutzerbild von Cebrail
 
Registriert seit: 05.08.2010
Ort: Wo der Himmel die Erde berührt
Beiträge: 332
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Hallo Lena,
eigentlich bin ich ein Novembergedichtgegner, ;-)
aber in deinen Zeilen finde ich was bekanntes wieder.

Sind mit den Schwarzen Riesen die Pappeln und Weiden, die
das Bild des wunderschönen Niederrheins so prägen, gemeint?


Besonders gefällt mir;

„Haus und Straßen ruhen matt versunken,
Weihnachtsmarkt: besternte bunte Pracht „

und

„ erdbedeckt in weißes Feenband. „


Vor allen Dingen aber;

„Niederrheinnovember“

Wer ihn kennt, weiß dass kein Wort mehr nötig ist und wer ihn nicht kennt,
in dem wächst der Wunsch ihn einmal zu erleben.
Ich könnte mir Niederrheinnovember auch wunderbar als Überschrift vorstellen, weil es einfach eine Wortkreation ist, die passt und dann
den Begriff Heimat überflüssig macht, weil dein Gedicht schon alles
aussagt.


Du hast mit deinen Zeilen den Spaziergang von vorhin
wieder in mein Gedächtnis gerufen und hast unserer
Heimat ein schönes Gewand gegeben.

Ich habe deine Zeilen gerne gelesen
Nen lieben Gruß
C.
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„Mir gefiel der Geschmack von Bier, sein lebendiger, weißer Schaum, seine kupferhellen Tiefen, die plötzlichen Welten, die sich durch die nassen braunen Glaswände hindurch auftaten, das schräge Anfluten an die Lippen und das langsame Schlucken hinunter zum verlangenden Bauch, das Salz auf der Zunge, der Schaum im Mundwinkel.“
Dylan Thomas
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