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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 03.12.2011, 13:29   #1
Chavali
ADäquat
 
Benutzerbild von Chavali
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Mitteldeutschland
Beiträge: 13.022
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Hallo Cebrail,

was ist das herrlich poetisch
Zitat:
Wie ein Denken \ an den Sommer,
streut die Sonne \ leicht ihr Licht.
Letzte Farben \ will ich trinken
und im samten \ Rot vergehn.
Ich mag den Text gar nicht auseinanderpflücken.
Was mir auch (neuerdings) sehr gut gefällt, ist die Ab-(Ein-)teilung durch die
Schrägstriche,
die eine Denk- und Lesepause bewirken.

Früher habe ich das als Quatsch abgetan.
Was sagt mir das? Auch ich bin noch lernfähig

Zitat:
Leise \ wie der Katzentritt,
füllt die Wärme \ mein Gemüt.

Sie fesselt mich \ im Augenblick
und schweigend \ bleibe ich \ zurück.
haaaach *schwärm*

Daumen hoch und ich schwelge in den schönen lyrischen Worten...


Lobende Grüße,
katzi



__________________
.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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Alt 06.12.2011, 09:28   #2
Stimme der Zeit
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Benutzerbild von Stimme der Zeit
 
Registriert seit: 15.03.2011
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.836
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Guten Morgen, Cebi,

ich kann Chavi nur zustimmen, es ist sehr schön und wunderbar poetisch geschrieben. Du besitzt meiner Meinung nach ein ganz besonderes Talent, dich auf diese Weise auszudrücken (meint neidlos und bewundernd eine Stimme, deren Texte immer wieder ins Philosophisch-Realistische "abrutschen" ).

Interessant finde ich die Pausenstriche, die heutzutage ja nicht mehr verwendet werden, besonders dadurch, dass du sie (teilweise) anders gesetzt hast, als ich sie setzen würde. Ich denke, das ist der Unterschied zwischen deinem "musikalischen Herangehen" und meinem "metrischen". Dadurch wird die Aussage des Gedichts unterschiedlich hervorgehoben, was mir gut gefällt.

Bei mir sähe es so aus:

Zitat:
Wie ein Denken \ an den Sommer,
streut die Sonne \ leicht ihr Licht.
Letzte Farben \ will ich trinken
und im samten \ Rot vergehn.

Leise wie der \ Katzentritt,
füllt die Wärme \ mein Gemüt.

Sie fesselt mich im \ Augenblick
und schweigend bleibe \ ich zurück.
Ich denke viel zu struktuiert, ich weiß. Leider kann ich nicht "aus meiner Haut", obwohl ich das ab und zu gerne können möchte.

Für mich genießt das LI einen Sonnenuntergang und lässt sich davon zurück in den Sommer versetzen. Besonders schön ist ist die Formulierung: "Leise wie ein Katzentritt". Ganz unmerklich "füllt sich das Gemüt mit Wärme". Ebenso schön finde ich die beiden letzten Verse. Das LI merkt nicht, wie die Zeit vergeht, erst, wenn die Sonne untergegangen ist, bleibt es (ergriffen) "schweigend zurück".

Zur Zeit genieße ich es auch sehr, wenn zwischendurch doch die Sonne scheint und das "trübe Dunkel" der Jahreszeit (wenigstens manchmal) vertreibt.

Wirklich ein sehr schönes Gedicht! (Und es zeigt auf, dass "weniger" auch "mehr" sein kann.)

Gerne gelesen und kommentiert.

Liebe Grüße

Stimme
__________________
.

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Dieser Salon entstammt einer Idee von unserem Forenmitglied Thomas, der sich über jeden Beitrag sehr freuen würde.


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Alt 06.12.2011, 10:59   #3
wüstenvogel
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 30.08.2011
Ort: Wetzlar/Hessen
Beiträge: 446
Standard Sommerdenken

Hallo Cebrail,

auch ich finde dein Gedicht wunder-voll und sehr poetisch.

Mich allerdings stören die Schrägstriche, ich bleibe beim Lesen daran "hängen".
Nach meinem (subjektiven) Empfinden passt es viel besser und ist dem Ge-
dicht auch angemessener, wenn man es "wie üblich" schreiben würde:

Wie ein Denken an den Sommer
streut die Sonne leicht ihr Licht
Letzte Farben will ich trinken
und im samten Rot vergehen.

Für mich liest es sich so flüssiger und man kann es besser betonen.

Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und soll deinem heiteren, leicht melancholischen Rückblick auf den Sommer nichts von seiner bezaubernden Wirkung nehmen.

Denn die Form ist für mich, wie schon gesagt, zweitrangig (aber nicht unwichtig).

Ich habe dein Gedicht (mehrmals) gerne gelesen.

Liebe Grüße

wüstenvogel

Geändert von wüstenvogel (06.12.2011 um 13:56 Uhr)
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