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Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

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Alt 10.05.2012, 11:44   #1
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asphaltwaldwesen
 
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"freund hein", also die personifizierung des todes (im mittelalter auch eine bezeichnung für den teufel), als steuermann eines schiffes auf der endlosen reise - ein feines thema und eine sehr stimmungsvolle umsetzung, lieber thomas.


das gefällt mir wirklich gut!

bloß in der letzten zeile falle ich überraschend aus dem gedicht, weil eigentlich eine silbe fehlt und das fühlt sich hier für mich doch sehr abrupt an.

Zitat:
Ach! Wenn er doch wie damals wüsst,
wo das Meer den Himmel küsst.
ich weiß - eine silbe - da springt bestenfalls ein füllwörtchen dabei raus.

"wo nur das Meer den Himmel küsst" oder ähnliches kann nicht wirklich was. dann ist s auch besser, auf die silbe zu verzichten.

"wo Meeresrand den Himmel küsst" fiele mir noch ein, aber auch da bin ich mir nicht sicher, ob das deinen geschmack und die stimmung des gedichtes ganz trifft. und vielleicht stört das ja auch nur mich. ich bin wohl eher der "gedichte-ausgleiter"

auf jeden fall aber gefällt mir dieses düstere wogen mit steuermann hein im zeitensturm sehr gut. ein sehr bildgewaltiger text ist dir da gelungen. sehr gerne gelesen also.


lieber gruß,


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"Gedichte sind Geschenke an die Aufmerksamen" Paul Celan
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Alt 10.05.2012, 12:34   #2
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Hi, Thomas!

Geheimnisvoll!

Nur die letzte Zeile holpert - da fehlt eingangs ein Takt. (zB "wo endlich Meer den Himmel küsst.")
In der Zeile darüber ist das "wie damals" verwirrend - es wird im Gedicht nicht erklärt, worauf sich das bezieht.
Und warum ein Hein aus Stein? Beschreibst du da einen existenten Mythos?

Insgesamt gern gelesen, aber viele Fragen bleiben offen, vor allem, wenn man aus einem meerfernen Kulturkreis stammt.

LG, eKy
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Alt 11.05.2012, 17:24   #3
Thomas
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Liebe fee, lieber Erich, liebe(r) Lipwig,

vielen Dank für die positiven Anmerkungen.

Die Veränderunge des Metrums in den Schlusszeilen ist beabsichtigt. Man muß nach dem Ach! eine Pause sprechen - vielleicht muss ich sogar noch einen Gedankenstrich einfügen. Ich glaube, dann klingt es gut. Erich, ich weiß, dein Geschmack wird es trotzdem nicht sein, aber ich bin halt etwas kantiger.

Es ist kein existierender Mythos, aber vielleicht wird es ja einer.

Vielleicht hat mich unbewusst tatsächlich die Meldung von dem japansichen Schiff, die ich auch gelesen habe, beeinflusst.

Eure Beiträge zeigen mir, dass das Gedicht die gewünschte Stimmung bewirkt, das freut mich.

Liebe Grüße
Thomas
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Alt 16.05.2012, 07:58   #4
Untergrund
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Beiträge: 243
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Es hat etwas sehnsüchtiges, in seiner ganzen Trostlosigkeit, wo das Meer zum Spiegel innerer Zerrissenheit wird.
Ein gutes Bild über Seelenlandschaften, wo eigentlich nur die Wellen fehlen;-) und die Vögel...

LG RS
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Alt 21.05.2012, 23:32   #5
Thomas
Erfahrener Eiland-Dichter
 
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Beiträge: 3.375
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Hallo Glasfeder,

ich glaube das Meer ist gerade ruhig, der Sturm war schon, und die Vögel meiden das Geisterschiff, wegen der Trostlosigkeit, glaube ich.

Liebe Grüße
Thomas
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Alt 22.05.2012, 11:33   #6
Galapapa
Galapapa
 
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Hallo Thomas,
Dein Geisterschiff gefällt mir.
Es gibt sicher einige Deutungsmöglichkeiten; ich hab meine gefunden und habe den Text genossen.
Bezüglich des letzten Verses hat Erich Recht; ein weiterer Vorschlag wäre:
"...wo Meeresblau den Himmel küsst...", wobei das "Meeresblau" auch noch durch "Ozean" ersetzt werden kann.
Schöne, tiefsinnige Verse!
Herzliche Grüße!
Galapapa
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