Gedichte-Eiland  

Zurück   Gedichte-Eiland > Gedichte > Denkerklause

Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 15.05.2012, 20:01   #1
Dana
Slawische Seele
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
Standard

Lieber Faldi,

als hättest du die Sommernacht mit meinen Augen gesehen, mit meinen Gedanken empfunden und dann doch in DEINEN einzigartigen Worten wiedergegeben.
Poesie pur, die fast entführt. Man wird der Jahrtausende, der Jahrmillionen, trotz der eigenen Vergänglichkeit, gewahr. Du unterstreichst die Nachdenklichkeit ohne den Zauber verfliegen zu lassen. Die Melancholie darin verfeinert die Betrachtung.
Große Kunst - mit einer Sommernacht ohne jeden "Liebeszauber" tief zu berühren.
Für einen Reimverfechter ein durch und durch gelungenes Experiment die Reime "ungeordnet" einfließen zu lassen und die Sprachmelodie zu halten.

Ein großes Gedicht.

Liebe Grüße
Dana
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2012, 21:06   #2
Falderwald
Lyrische Emotion
 
Benutzerbild von Falderwald
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.014
Standard

Liebe Dana,

ich freue mich, daß ich dich auf diese Reise durch eine Sommernacht mitnehmen konnte.

Manchmal fließen solche Zeilen wie von selbst und das macht den wahren Reiz aus.

Wenn Zauber und Nachdenklichkeit zusammentreffen, enstehen oftmals die schönsten Bilder, denn was wäre diese reale und manchmal etwas nüchterne Welt ohne ein wenig Zauber? Das wäre wie eine Suppe ohne Salz, nicht wahr?

Daß es diesmal fast reimlos geworden ist, war wirklich ein Experiment, denn dann müssen starke Bilder das lyrische Element beleben.

Und wenn dir das gelungen erscheint, dann habe ich mein Ziel erreicht. .. .


Vielen Dank für deine lobendn Worte und teilnehmenden Gedanken, ich habe mic h sehr darüber gefreut...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
__________________


Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)



Falderwald ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2012, 04:51   #3
a.c.larin
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 14.03.2009
Ort: wien
Beiträge: 4.893
Standard

hallo falderwald,

ich habe das gedicht schon vorher einige male gelesen - aber erst nun, da ich mir eine sommernacht um die ohren schlage, hat es mich wirklich erreicht.


jaaaa - könnte ich heute sagen: jetzt ist es mir nachvollziehbar.
das hineinlauschen in die nacht und die nähe der sterngesänge, dem gang des lebens auf der spur. da darf auch der tod nicht fehlen, im bilde des raben trefflich eingefangen. die ewigkeit der hunderttausend jahre und die flüchtigkeit der sich rasch verlierenden wolke.

wird schon tag? die schatten weichen allmählich.
ein neuer tag soll in liebe beginnen.

ich nehm mir deine zeilen und ihren klang mit in den "baum von morgen".

möge der traum der sommernacht im baum von morgen viele nester haben!

verzauberte grüße,
larin
__________________
Cogito dichto sum - ich dichte, also bin ich!
a.c.larin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2012, 18:46   #4
Falderwald
Lyrische Emotion
 
Benutzerbild von Falderwald
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.014
Standard

Servus larin,

entschuldige, daß meine Antwort so lange gedauert hat.

Gelesen hatte ich deinen Kommentar schon lange und kann dir versichern, daß er mich sehr erbaut hatte, denn du hast meine Intentionen treffend mit deinen Worten eingefangen.

Ich durfte Sommernächte sowohl im hohen Norden, wie auch im tiefen Süden erleben.
Mein Blick galt immer den Sternen, denn sie faszinieren mich schon seit ganz jungen Jahren und oft stellte ich mir vor, wie schön es doch wäre, könnte ich wie ein Vogel in diesem Weltenraum frei zwischen ihnen umher fliegen.
Nun, in Gedanken ist mir das wohl gelungen, in Träumen mit fantastischen Bildern, denn der Fantasie sind wahrlich keine Grenzen gesetzt.
Natürlich schaue ich mir auch heute immer wieder die neuesten Bilder aus dem All an und dank dem Hubble-Weltraumteleskop haben wir ja wirklich fantastische Einblicke in Sphären gewonnen, die sich dem menschlichen Auge auf natürlichem Wege niemals erschlossen hätten und ich muss wirklich zugeben, daß meine kühnsten Fantasien mit den gelieferten Bildern noch übertroffen wurden.

Und wenn ich mir dann so vorstelle, wie schnell meine in diesem gewaltigen Raume winzige Existenz beendet sein wird und wieviel ich doch so gerne noch erfahren würde, dann wird mir wieder bewusst, ich bin mitten in der Nacht, wieder habe ich einen Tag begraben und ich freue mich über jeden neuen Morgen, an dem ich den Willen zum Leben noch nicht verneint habe, weil es noch Spaß macht.
Dann kehre ich langsam und sicher wieder aus jenen Spären zurück in die Gegenwart an diesen Ort und nehme mit Freude und Leid, was mir geboten wird.

Und du hast mir einen schönen Kommentar geboten über den ich mich gefreut habe und für den ich mich herzlich bedanken möchte...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
__________________


Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)



Falderwald ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Sommernacht Sedinus Ausflug in die Natur 4 21.07.2010 18:57
Sommernacht Panzerknacker Ein neuer Morgen 2 25.06.2009 09:31


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 17:58 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.

http://www.gedichte-eiland.de

Falderwald