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Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

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Alt 11.12.2012, 17:56   #1
Chavali
ADäquat
 
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Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Mitteldeutschland
Beiträge: 13.023
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Lieber Sid,

ich las das Gedicht gestern schon, doch aus technischen Gründen kann ich dir erst heute antworten.

Ich habe mich ob der überraschenden Wendung ziemlich erschrocken und musste nochmals ansetzen,
ob ich den Inhalt nicht falsch verstanden habe.
Nun sind ja schon einige Kommentare gekommen und auch deine Antworten haben mir bestätigt,
dass meine Interpretation richtig lag.

Ja, so habe ich den Text auch verstanden:
Ein alter Mann, der sich zurück erinnert an das Leben mit der geliebten Frau, die nun verstorben ist.
Er kann es kaum begreifen und deshalb sind seine Handlungen tragisch-absurd.

Immer wieder fragt er sich, wo die Zeit geblieben ist und findet keine Antwort.
Für ihn selber bleibt nur ein Ausweg: Seiner Frau zu folgen.


Diese tragische Geschichte ist mehr als ein Liebesgedicht.
Sie macht betroffen.


Lieben Gruß,
Chavali

__________________
.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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Alt 11.12.2012, 19:35   #2
Falderwald
Lyrische Emotion
 
Benutzerbild von Falderwald
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.015
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Hallo Sidgrani,

das ist eine sehr innige und berührende Liebeserklärung an die verstorbene, langjährige Partnerin.

Geradezu zärtlich naiv sind die Worte des alten Mannes, der sich noch einmal seinen Erinnerungen hingibt, bevor er sich endgültig von ihr trennen muss.

Ich glaube, es ist hier genug erörtert worden, aber ich wollte dir ebenfalls mitteilen, daß mich dieser Text emotional sehr berühren konnte, ich kann es nachvollziehen.

Ewiges Eis, ja...

In diesem Sinne mit dem Protagonisten mitfühlend aber dennoch gerne gelesen und kommentiert...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
__________________


Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)



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Alt 11.12.2012, 20:18   #3
Thomas
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von Thomas
 
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Beiträge: 3.375
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Hallo Sidgrani,

ein sehr gutes Gedicht, wie ich finde. Was (völlig zu Recht) gelobt wurde, möchte ich nicht wiederholen und nur zwei Zeilen markieren, an denen du vielleicht noch etwas verbessern könntest, wenn du willst. Der Ausdruck "wie aus dem Ei gepellt," passt meiner Meinung nicht ganz zu der Sprachebene des restlichen Gedichtes und in der letzten Zeile finde ich "sieht man deine Totenflecken" auch etwas störend. Es liegt nicht an dem Wort "Totenflecken" sondern am Verb "sehen", welches mir zu direkt ist. Der Schal "könnte" verbergen, würde das Bild realer machen. Hoffentlich verstehst du, was ich meine, ich kann es nicht genau ausdrücken.

Bitte nicht als Gekrittel auffassen, das Gedicht ist sehr gut.

Liebe Grüße
Thomas
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Alt 14.12.2012, 14:27   #4
Sidgrani
Von Raben umkreist
 
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Registriert seit: 27.12.2009
Ort: Am Niederrhein
Beiträge: 1.059
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Hallo ihr Drei,

ich danke auch euch für die ausführlichen Besprechungen, ihr habt noch einmal schön beschrieben, was die Aussage des Gedichtes ist, das freut mich.

Was du, Thomas, noch angemerkt hast, werde ich in Ruhe überdenken.

Liebe Grüße
Sidgrani
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Alle meine Texte: © Sidgrani

"Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch"

»Erich Kästner«
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Alt 10.06.2014, 14:16   #5
Sidgrani
Von Raben umkreist
 
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Registriert seit: 27.12.2009
Ort: Am Niederrhein
Beiträge: 1.059
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Zitat:
Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
Hallo Sidgrani,

ein sehr gutes Gedicht, wie ich finde. Was (völlig zu Recht) gelobt wurde, möchte ich nicht wiederholen und nur zwei Zeilen markieren, an denen du vielleicht noch etwas verbessern könntest, wenn du willst. Der Ausdruck "wie aus dem Ei gepellt," passt meiner Meinung nicht ganz zu der Sprachebene des restlichen Gedichtes und in der letzten Zeile finde ich "sieht man deine Totenflecken" auch etwas störend. Es liegt nicht an dem Wort "Totenflecken" sondern am Verb "sehen", welches mir zu direkt ist. Der Schal "könnte" verbergen, würde das Bild realer machen. Hoffentlich verstehst du, was ich meine, ich kann es nicht genau ausdrücken.

Liebe Grüße
Thomas


Lieber Thomas,

nun habe ich mein eigenes Gedicht wieder ausgegraben, aber ich hatte dir eine Überarbeitung versprochen. Das Gedicht ist mir sehr wichtig, deshalb möge man mir meine Vorgehensweise verzeihen.

Wie gefällt dir der Umbau?

Lieben Gruß
Sid
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