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Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

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Alt 27.12.2012, 08:51   #1
Thomas
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Beiträge: 3.375
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Hallo Dana,

deine Signatur habe ich schon oft mit Freude gelesen. Sie ist sehr schön und wahr, genau wie das, was du in deinem Kommentar sagst. Der wesentliche Fehler (und das ist das Problem von Hans) ist doch, wenn man meint, als Weltverbesserer auftreten zu müssen, sozusagen als Prophet des Weltgeistes, als jemand, der vor lauter großen Zielen die Mitmenschen aus den Augen verliert. Durch große Worte und Gesetze kann man (fast) nichts erreichen, durch Menschen aber schon etwas. Deswegen ist Kunst eine (vermutlich oft unterschätzte) Möglichkeit.

Liebe Grüße
Thomas
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Alt 27.12.2012, 09:12   #2
Antigone
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Beiträge: 223
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Hallo Thomas,

ich frage mich, warum der Hans die Menschheit fassen sollte? Was er muss, wenn er die Welt zum Besseren ändern will, ist, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie nicht mehr ihren Schlächtern glauben und jetzt selbst mit dem Denken beginnen müssen, eben nicht das wiederzukauen, was ihnen die Obrigkeit vorsetzt. Die "Erkenntnis", man kann ja doch nichts tun, entspricht zwar deinen eigenen persönlichen Denken, aber wenn wir dabei stehengeblieben wären, würden wir heute noch Jäger und Sammler sein. Insofern gibt mir dein Gedicht philosophisch und entwicklungsgeschichtlich doch recht wenig. Auch poetisch überzeugt mich dein Gedicht nicht sehr. Hehr schreibt man übrigens so und nicht heer.

Gruß, Antigone
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Alt 27.12.2012, 17:22   #3
Thomas
Erfahrener Eiland-Dichter
 
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Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 3.375
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Hallo Antigone,

vielen Dank für die Korrektur des Schreibfehlers.

Wie kommst du zu der Aussage über mich: "Die 'Erkenntnis', man kann ja doch nichts tun, entspricht zwar deinen eigenen persönlichen Denken"? Weder mit dem Gedicht, noch mit irgendeinem Kommentar, den ich in diesem Forum geschrieben habe, lässt sich das belegen.

Wenn du schreibst "ich frage mich, warum der Hans die Menschheit fassen sollte?", zeigt das, dass du das Gedicht leider ein wenig nicht verstanden hast.

Deine Aussage "poetisch überzeugt mich dein Gedicht nicht sehr" hilft mir wenig, da müsstest du mir schon erklären, was ich besser machen soll.

Nehmen wir einmal an, dass es wirklich so ist, wie du behauptest, dass man nur "die Menschen davon überzeugen" muss, "dass sie nicht mehr ihren Schlächtern glauben und jetzt selbst mit dem Denken beginnen müssen, eben nicht das wiederzukäuen, was ihnen die Obrigkeit vorsetzt." Wer bitte sind "ihre Schlächter" genau? Was ist "die Obrigkeit"? Wie genau bringt man "die Menschen selbst zum Denken"?

Der fatale Fehler den Hans machte war, dass er so abstrakt an die Besserung der Menschheit heran ging, "dass jedes Einzelexemplar dem Ziele recht im Wege war." Vielleicht bringe ich durch diesen Hinweis wenigsten dich ein wenig zum Nachdenken.

Viele Grüße
Thomas
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