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Alt 15.03.2013, 10:40   #1
Cebrail
verrannt
 
Benutzerbild von Cebrail
 
Registriert seit: 05.08.2010
Ort: Wo der Himmel die Erde berührt
Beiträge: 332
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Hallo Erich,
endlich passiert hier in dieser Rubrik auch mal was,
danke dafür.
Ich bin selbst ein großer Fan von den Worten des singenden
Lehrers und dass du deine Inspiration aus diesem wundervollen
Lied hast freut mich.
Mit Elixier im Hinterkopf hat man eine schöne Vorgabe, ich denke
der Text würde auch mit einer eigenen Melodie durchaus bestehen.
Ich habs nun auch ein paar mal vor mich hingesummt und muss
leider sagen, dass ich auf „eitergelber Ausfluss“ überhaupt nicht
klar komme, vielleicht bin ich in meiner Vorstellungskraft wieder
mal zu bildlich, aber ich finde die Stelle ekelig und im Rahmen der
sonst so schön gewählten Worte, lehnt es sich zu sehr hinaus und mir wird
bei dem Gedanken an „eitergelben Ausfluss“ einfach schlecht.

Ich verstehe ja, was du umschreibst bzw. sagen willst, aber …. nee,
da kann man doch sicher was finden das, wie soll ichs sagen ….
netter ist?

Wenn man sich an die Vorlage hält, dann wird das gelbe ja auch noch richtig lang gezogen (was von der Konsistenz her ja passt ;-) ) und Ausfluss bekommt noch mal ne extra Betonung.

Mag ja sein dass ich zu pingelig bin, aber Erich ich bitte dich, denk noch mal drüber nach.
Ansonsten finde ich dein Lied überaus gelungen und es hat mich dazu gebracht den Herrn Kunze nochmal auszugraben.
Nen lieben Gruß
C.
__________________
© auf alle meine Texte

„Mir gefiel der Geschmack von Bier, sein lebendiger, weißer Schaum, seine kupferhellen Tiefen, die plötzlichen Welten, die sich durch die nassen braunen Glaswände hindurch auftaten, das schräge Anfluten an die Lippen und das langsame Schlucken hinunter zum verlangenden Bauch, das Salz auf der Zunge, der Schaum im Mundwinkel.“
Dylan Thomas
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Alt 15.03.2013, 11:21   #2
Erich Kykal
TENEBRAE
 
Benutzerbild von Erich Kykal
 
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hallo, Cebrail!

Rein technisch weiß ich natürlich, was du meinst - es ist kein schönes, kein lyrisches Bild.
Allerdings ist das, was es beschreibt, nun mal auch alles andere als schön.
Ich hatte nach einem möglichst deutlichen Ausdruck der anklingenden Gefühlslage gesucht.

Gemeint sind damit Selbstmitleid, Neid, Scham, Selbstekel, Hass,... - die ganze Gefühlspalette, die jene begleitet, die zu kurz gekommen zu sein glauben, selbstverschuldet oder nicht.
Dafür finde ich die Phrase gelungen: Ein eitergelber Ausfluss, der das eigene Herz zu ersticken droht - eklig, kalt und gefährlich!

Ich sinne bei Gelegenheit noch mal drüber nach, tendiere allerdings dazu, nichts zu ändern - diese Stelle SOLL drastisch deutlich sein. Und gerade in dieser weichen, harmonischen Melodie, in diesem scheinbaren Widerspruch, knallt das Kopfkino erst so richtig rein!
Klar - Geschmackssache. Hätte ich dies bei einem anderen als Kommentator gelesen, gut möglich, dass ich genauso reagiert hätte wie du, eher fokussiert auf den lyrischen Duktus. Da ich allerdings die Quelle dieses Bildes, das eigene Innenleben, leider nur zu genau kenne, darf ich behaupten: Es ist bei weitem nicht so heftig, wie es sein müsste, um authentisch zu sein!

LG, eKy
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
Erich Kykal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2013, 19:50   #3
Dana
Slawische Seele
 
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Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
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Lieber eKy,
fast ist mir, als würde ich verstehen. Nicht direkt den Autor, nicht den Protagonisten - aber die jeweils eigene Zeit aus Stein.

Nicht selten landet man liebend, will gut sein und hofft auf eine offene Tür.
Aus Verzweiflung, um zu leben (was denn sonst), nimmt man die Zeit aus Stein verzweifelt liebend an, trotz geschlossener Tür - um zu leben.
Nicht jede Zeit ist zum Tanzen angedacht - aber jede zum Sein im Ganzen - und die meisten wollen.

Mir hat dein unvertontes Lied sehr gefallen.

Liebe Grüße
Dana
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2013, 21:20   #4
Erich Kykal
TENEBRAE
 
Benutzerbild von Erich Kykal
 
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi, Dana!

Oh - vertont ist es ja, bloß mit anderem Text!

Der entsprechende Link findet sich in meiner ersten Antwort hier weiter oben:

Ein Song von Heinz Rudolf Kunze (meines Erachtens der lyrischste und sprachbegabteste deutsche Liederschreiber).

Auf diese Melodie (hier leider sehr bescheiden gecovert) schrieb ich meine Textvariante.

LG, eKy
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