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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 14.08.2013, 19:09   #1
ginTon
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hi chavilein,

jetzo muss ich ja nochmal was sagen, wenn der Erich sich einfach dazwischen drängelt .

Zitat:
Die Zweige des kahlen Baumes
atmen der Felsen Staub,
die Stille des blauen Raumes
fällt in herbstgraues Laub.

Der Seewind weht übers Land,
legt sich am Waldgürtel nieder,
mischt sich als bleiernes Band
zwischen die Frühlingslieder.
Natürlich besteht die Möglichkeit, es grammatisch korrekt auszuschreiben, da es sich bei einem Gedicht jedoch um ein Kunstwerk handelt und sich dieses somit von den grammatischen Grundfesten löst, muss man dies nicht unbedingt tun. Kleinschreibung und Weglassung von Zäsuren sind heute durchaus gängige Stilmittel. Wie gesagt, bleibt meiner Meinung dem Schreiber überlassen...

Der Genitiv in der zweiten Zeile müsste auch korrekt sein, da es nur ein Felsen ist, der Königsstuhl, Singular.

Warum Erich das "und" in S2Z3 gestrichen hat, bleibt mir ein Rätsel...

Bei mir ist die erste erste Variante also immer noch Nr.1.. Die zweite Variante geht auch nach Erichs Verbesserungen überhaupt nicht...also ehrlich mal..

liebe Grüße ginnie
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du tust mir einfach gut...

Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)


nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)

Geändert von ginTon (14.08.2013 um 19:12 Uhr)
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Alt 15.08.2013, 12:14   #2
Thomas
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Hallo chavali,

mein Text war nicht als Verbesserungsvorschlag gedacht, sondern, wie ich sagte, nur durch deinen Text angeregt.

Ich find die Vorschläge von Erich gut.

Was ginTon schreibt ist leider so unpräzise "geht überhaupt nicht...also ehrlich mal…", dass ich damit nichts anfangen kann. Wie es scheint, hat er sich nicht sonderlich bemüht zu verstehen, was ich dir schrieb.

Liebe Grüße
Thomas
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© Ralf Schauerhammer

Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller
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Alt 15.08.2013, 17:17   #3
Chavali
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Hui und hallo zusammen,

was für eine interessante Diskussion....
Der Reihe nach:
Zitat:
Zitat von ginTon
Jetzt wo ich darüber nachgedacht habe, verstehe ich nicht warum
du "aschgrau" in "herbstgrau" umgeändert hast , da es sich ja bei dem Text, um ein Werk zu dem Bild Der weiße Baum handelt.
das hab ich geändert, ginnie, weil mir die Überlegungen von Thomas in seinem ersten Kommentar
schlüssig erschienen
und sich dadurch eine Verbindung zu der letzten Zeile mit
den Frühlingsliedern herstellen lässt.
Zitat:
Zitat von ginTon
Wie gesagt, diese Variante finde ich super.
Freut mich, dass sie dir gefällt.
Zitat:
Zitat von Erich
Ich erlaube mir mal, meine Vorschläge gleich in dein Zitat zu fügen:
Danke, das liest sich auch gut.
Wieder ein Zeichen dafür, dass man mit wenigen Umstellungen eine neue Variation erschaffen kann.
Zitat:
Zitat von Erich
Beide Versionen gefallen mir sehr gut!
Darüber freue ich mich, Erich, und Thomas sicher auch
Zitat:
Zitat von ginTon
Der Genitiv in der zweiten Zeile müsste auch korrekt sein, da es nur ein Felsen ist,
der Königsstuhl, Singular.
Da stimme ich dir zu, ginnie.
Da der Text aber auch fiktiv gesehen werden könnte, geht auch der Plural.
Zitat:
Zitat von ginTon
Kleinschreibung und Weglassung von Zäsuren sind heute durchaus gängige Stilmittel.
Das ist richtig und ich greife manchmal auch nach diesem Stilmittel.
Die Version nach Erich ist die seine, ginnie, und als Vorschlag aus seiner Sicht gedacht.
Zitat:
Zitat von Thomas
mein Text war nicht als Verbesserungsvorschlag gedacht, sondern, wie ich sagte,
nur durch deinen Text angeregt.
das weiß ich doch, Thomas, deswegen stellte ich sie ja auch als eigenständige Version ein

Euch allen ein großes DANKESCHÖN und liebe Grüße!
Chavali
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© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

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Alt 15.08.2013, 17:20   #4
Erich Kykal
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@ GinTon

Zu den Dingen, die "dir ein Rätsel sind":

Meine Vorschläge bezogen sich hauptsächlich auf flüssigere Sprachmelodie und gleichmäßige Sprechgeschwindigkeit.

"der Felsen" klingt weicher und runder als "des Felsens". Zudem fängt das nächste Wort mit "S" an, wodurch auch der Konsonantenprall verhindert wird.

Der Sprachmelodie ist auch der 2. Eingriff in S1 geschuldet. Die Zeile "flutscht" schöner ohne das "in das".

Das "und" in S2 fiel weg, weil das Spechtempo sich mit ihm leicht erhöhen musste, um im "Takt" zu bleiben. Es ist nicht zwingend notwendig, und ohne ist der Rhythmus einen Tick gleichmäßiger.

Zu den Satzzeichen, bzw. Groß/Klein-Schreibung:
Ich mache meine Vorschläge nicht als zwingendes Diktat! Ich mag persönlich enttäuscht sein, wenn der Autor nicht darauf eingeht, aber wer wäre das nicht, wenn er sich die Arbeit umsonst macht.
Bitte unterstelle mir kein herablassendes Oberlehrertum.
Meine persönliche Ansicht: Das Ignorieren grammatikalischer Korrektheit mag mancher als adäquates Stilmittel ansehen - für mich wäre es das nur in einem Gedicht über einen offensichtlich der Regeln Unkundigen, um so auf dessen Schwächen hinzuweisen! Solch demütigende Spottgedichte sind allerdings meine Sache nicht.
Außerdem: Woher soll der Leser wissen, dass ein offensichtlicher Fehler hier als Stilmittel dienen soll und nicht einfach ein "Nicht-besser-gekonnt" darstellt? Ehrlich: Mit solchen "Kunstgriffen" macht man sich bestenfalls lächerlich! Nein: All diese Manierismen dienen doch im Grunde nur einem Zweck: Der Autor fürchtet, ohne derlei Kinkerlitzchen hätte seine Arbeit zu wenig lyrisches "Gewicht" - und will dem Werk so einen professionell-kreativeren Anstrich verpassen, damit auch jeder gleich merkt, dass es "Kunst" sei! Ich sage: Wer derlei zu brauchen scheint, sollte an seinem Selbstwertgefühl und seiner Dichtkunst arbeiten und nicht an der Verbiegung deutscher Rechtschreibung und/oder Grammatik!

Dem Autor steht es frei, meine Vorschläge anzunehmen oder nicht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was hier dein Problem ist. (Mit der Materie hier, nicht mit mir als Kommentator...)

Achselzuckend, eKy
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.

Geändert von Erich Kykal (15.08.2013 um 17:22 Uhr)
Erich Kykal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2013, 17:07   #5
Chavali
ADäquat
 
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Beiträge: 13.028
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Hallo, ihr beiden, eKy und ginnie,

eure Haltung kann ich nur zu gut nachvollziehen.
Es ist gut, dass es konträre Meinungen zu den angesprochenen Dingen gibt.
Darum haben wir ja auch so viele verschiedene Rubriken und Kategorien von Texten und Gedichten.

Wäre alles gleich - wie langweilig wäre das

Die beiden letzten Kommentare von euch habe ich in einen Extra-Faden verschoben
Stilfragen

Dort könnt ihr - können wir - weiter diskutieren.

Es wäre schön, wenn sich viele Dichterfreunde daran beteiligen würden.

LG Chavali
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© auf alle meine Texte
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