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Experimentelles Versuchslabor

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Alt 25.08.2014, 01:59   #1
AAAAAZ
Wortgespielin
 
Registriert seit: 18.07.2014
Ort: NRW
Beiträge: 665
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Liebe Claudi,

die ellenlange Botschaft haben die Rap- Songs nunmal so an sich. Sie funktionieren ja auch nur in der Performance mit entsprechenden Double- und Triple- Time Beats. Für ein solches Forum sind sie vermutlich deshalb ungeeignet, weil sie nicht in dem notwendigen Groove gelesen werden können, um ihre ganze Wirkung und Schönheit zu entfalten. Es ist mühsam, sich einen eigenen Lesefluss zu verschaffen. Das kann ich dir durchaus nachfühlen. Vor Leuten, die so etwas gekonnt vortragen können, habe ich jedenfalls großen Respekt. Beim Schreiben hatte ich mir den Text immer laut vorgelesen und meinen Takt dabei gefunden.
Inhaltlich habe ich hier einfach eine Gegenposition eingenommen, wie ich sie mir in einer Auseinandersetzung vorgestellt habe. Die Synthese, bzw. meine persönliche Meinung dazu liegt vermutlich in der Mitte, ich denke, das kommt dabei aber auch rüber. Denn ich habe durchaus ein Faible für gut gesetzte Reime, für einen sauberen Takt, für knackige und raffinierte Formulierungen und Aussagen. Aber ich mag nunmal auch sehr gerne off-road Poesie, Trash und holprige Versuche, bei denen sich neue Blickwinkel auftun. Die ausgelatschten Wege haben alle schon ihre Meister gefunden, und bringen für mich selten wirklich neue Aspekte. Hierbei besteht mEa. immer die Gefahr des geschlossenen Denkens in geschlossenen Kreisen. Das gilt übrigens auch für Rapper. Bei diesen wäre z.B. eine zarte Naturbetrachtung im morgendlichen Nebel einfach schwer vorstellbar. Der Stil scheint die Denkrichtung und Sichtweise vorzugeben, das liegt in der Natur der Sache.
Stile und Vorlieben bleiben dabei natürlich immer eine persönliche Geschmacksache.
Ist aber nett, wie du dich für den gebeutelten Raimer revanchierst. Das würde er schon richtig verstehen und einzuordnen wissen, wenn er dieses Gewürge läse und sich reinpfeifen würde. L.G. AZ
AAAAAZ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2014, 03:06   #2
Claudi
Senf-Ei
 
Registriert seit: 26.04.2014
Beiträge: 861
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Ja, ich glaube, das ist auf jeden Fall was fürs Ohr und nichts fürs Auge. Beim Slam ist es wohl noch schwieriger. Da reicht auch keine Audioversion. Das wirkt erst durch den vortragenden Künstler. Vielleicht hast Du ja mal die Gelegenheit, Dein Ding zu vertonen? Das könnte ich mir gut vorstellen.

LG Claudi
__________________
.
Rasple die Süßholzwurzel so fein, dass es staubt, in den reichlich
Abgestandenen Quark; darüber verträufele Wermut,
Bis aus dem Rührwerk, Burps! endlich das Bäuerchen kommt.
Claudi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2014, 01:04   #3
AAAAAZ
Wortgespielin
 
Registriert seit: 18.07.2014
Ort: NRW
Beiträge: 665
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Hallo Claudi,

die meisten Vortragskünstler dieser Art schreiben sich ja ihre Texte selbst auf den Leib, weil ihr Herzblut dran klebt. Ich denke, eine Gelegenheit wird sich somit für mich nicht ergeben. Dafür steht mein Text auch in einem zu speziellen Kontext, und ist außerhalb eines solchen Forums weniger relevant. Aber wenn du selbst so etwas zuwege bringst, höre ich gerne rein. Ich kann es nicht. AZ
AAAAAZ ist offline   Mit Zitat antworten
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