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#1 |
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Wortgespielin
Registriert seit: 18.07.2014
Ort: NRW
Beiträge: 665
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Hi Falderwald,
gut, ich bin's ja selbst schuld. Ich hatte Hitler, Mao und Stalin ins Feld geführt, um gerade die Bedeutung der eigenen religiösen Gesinnung bei der Betrachtung von Beislschmidts Beitrag zu relativieren. Und jetzt ist die Glaubensfrage wie ein pawlowscher Reflex doch noch zum Mittelpunkt der Kommentierung geworden. Geister die ich rief. Jeder weiß jetzt, wie du es mit Gott hältst, und warum Glaubende einen Vollschuss haben. Ich warte eigentlich noch auf die Gegendarstellung, jetzt, wo der Faden eh schon kaputt ist, auf ein flammendes dreiseitiges Plädoyer für die Liebe zu Jesu oder zu Allah, aber die Gläubigen scheinen es zur Zeit nicht nötig zu haben, gehört zu werden. Was soll ich deinen vielen Worten denn hinzufügen, wenn es mir im Grunde egal ist, ob Beisl ein geschicktes Wildschwein ist, oder ob ich mir vorstelle, wie mich ein sterbender Hindu mit seiner Mistkäferaussicht am Sterbebett in Verlegenheit bringen könnte. Auch verstehe ich die Luthernummer in diesem Zusammenhang nicht ganz, und ob Hitler oder du oder sonst wer im Grunde doch noch ein bisschen an Gott glauben oder nicht, oder für was sich Wikipedia in dieser Sache ausspricht, und was die Internetgemeinde glaubt. Für dich gibt es eben nur die Physik und keine Metaphysik, na und? So ist das eben, dafür kannst du ja nichts. Für den Hasen gibt es ja auch kein Ostern und für die Weihnachtsgans kein Weihnachten. Wenn die Atheisten die Welt besser machen und der Sterbevorgang damit humaner und mit größerer Würde verläuft, umso besser, dann wär's bestimmt auch eine Glaubensoption für mich. Hat sich aber noch nicht rumgesprochen. So leben wir alle in unseren mühsam zusammengehaltenen Wänden mit unseren Glaubenssätzen und Horizonten auf dem Jahrmarkt der Möglichkeiten. Es werden sich uns aber sicherlich noch weitere Möglichkeiten in Threads und anderen Diskussionen anbieten, auf welchen wir die Wichtigkeit und Richtigkeit unserer Gesinnungs- und Glaubensstandpunkte unterstreichen können. Da muss nur irgendwo das Wörtchen Gott fallen, und schon klingelt das pawlowsche Glöckchen. Bei mir würde es übrigens auch klingeln, wenn mir einer klarzumachen versuchte, dass Atheisten geistig unzurechnungsfähig wären und eine Vollmeise hätten, selbst wenn diese mit einem ganzen Buch für ihre Überzeugungen einstehen. Zur Weihnachtszeit sind das ja wieder himmlische Aussichten, die Glocken läuten, und Bücher sind immer gefragt. Mit deinen Threadbeiträgen füllst du locker schon die ersten Kapitel. L.G. AZ Geändert von AAAAAZ (18.11.2014 um 09:06 Uhr) |
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#2 | |
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Erfahrener Eiland-Dichter
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Hey,
eine Arbeit, ist sie mal getan, kann man in dem Faden auch ruhig mal sacken lassen. Zitate und Quellenangaben mögen ja hilfreich sein, die Deutungshoheit über das Innenleben der hier Zitierten erledigen aber andere, die auch ihre eigenen Ziele verfolgen. Die Bewertung als solche wird in den Jahren immer mehr zurechtgebogen. Ich denke da an das fatale Beispiel der schwarzen Bücher von Heidegger (gehört jetzt nicht ganz zum Thema), die unzensiert und handschriftlich vorliegen und aus denen hervorgeht - was die Erben über Jahre verfälscht und vertuscht haben, dass Heidegger ein ausgemachter Judenhasser war und mit keinem Wort den Holocaust erwähnt oder gar bedauert hätte.
Im theistischen Diskurs habe ich mich hier nicht geäußert. Es fällt mir aber auf, dass Religionen, gleich welche, in ihrer Geschichte stets Not, Krieg und Ungerechtigkeit hervorgebracht haben, dem Menschen also nicht genützt, nur geschadet haben. Und trotzdem sind wir mehr von dem Fluidum eines christlichen Abendlandes geprägt, als wir wahrhaben wollen. Dieser Umstand zeigt sich gerade jetzt vor dem Hintergrund eines aggressiven Islamismus, der die Menschen ängstigt und in ihrer Tradition zusammenrücken lässt. Eine seltsame Diskrepanz.Nein, du bist kein zynisches Arschloch Falderwald, denn ziehst du ja keinen direkten Nutzen für dich selbst heraus. Es ist mehr ein ausgeprägter Sarkasmus, der mit dem Anspruch „ich weiß es eben besser“ einhergeht und auf deiner Angewohnheit beruht immer „das letzte Wort“ zu haben. Andererseits machen deine Statements aber auch Lust zu lesen, weil es immer eine Endlosdebatte wird, mit Nebenschauplätzen, die oft interessanter sind, als die Ausgangsposition. Gruß vom Hans
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chorch chorch Geändert von Hans Beislschmidt (14.11.2014 um 11:02 Uhr) |
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