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Der Tag beginnt mit Spaß Humor und Übermut

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Alt 16.07.2015, 20:46   #1
Dana
Slawische Seele
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
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Lieber Faldi,

sehr schön auf den Punkt gebracht.
Nicht die Realität als solche. Die ist unvertreibbar da.
Ich habe die Ironie ganz eigen verstanden.
Als um 1900 die erste Dampflock durch Ratzeburg brausen sollte, gab es einen mittleren Aufstand. Die kleine Stadt sollte um Himmelswillen nicht im künstlichen Dampfwolkenschwarm ersticken. (So die Erzählungen meiner Urgroßmutter an die Urenkel.)
Und heute während einer längeren Autofahrt hörte ich einen Kommentar zur Abhängigkeit in Punkto Informationsaustausch. Bereits Vorschulkinder können keine halbe Stunde mehr im Freien spielen, ohne dazwischen Mails abzurufen. (Es ging dabei nicht mehr um Handys und PC - die wären bereits Dinosaurier.)

Die Schlussworte des Kommentators haben mir sehr imponiert: "Leute, gebt den Dingen, die ihr nicht aufhalten könnte, ihren Lauf. Sie überleben sich durch sich selbst, oder nicht."

Ich halte inzwischen auch eher am "Alten" fest und gestehe: "Nicht weil es besser ist, sondern weil ich es nicht anders kann."

Die "alten Säcke", die immer genörgelt haben, die man nie werden wollte, die sind wir jetzt.

Du hast es mit deinem Gedicht in Humor gewandelt, und das sehr, sehr gut.

Liebe Grüße
Dana
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Alt 08.08.2015, 00:10   #2
Falderwald
Lyrische Emotion
 
Benutzerbild von Falderwald
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.017
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Liebe Dana,

dass Menschen dem Neuen immer zuerst einmal misstrauisch begegnen, ist, so denke ich, ganz normal und auch gesund.
Die Erfahrung damit wird ihr Misstrauen dann entweder begründen oder schwinden lassen.

Ein sehr schönes Beispiel hast du mit der Eisenbahn gebracht.
Als die Menschen dann aber feststellten, dass sie nicht am Rauch erstickten und die Eisenbahn ihr Leben komfortabler machte, haben sie sie schließlich akzeptiert und angenommen.
Sie hat das Leben verändert und viele Jungs woll(t)en Lokführer werden, ich hätte mir das auch mal vorstellen können.

Ob aber unseren Kindern ein Gefallen damit getan wird, dass ihnen unpersönliche und nachweislich nicht private schnelle Kommunikation immer schmackhafter gemacht wird, ist eine andere Frage.
Mal abgesehen von diesem Teil eines fehlenden real-sozialen Umfeldes, wird sich zudem immer öffentlicher produziert.
Das ganze ist schon mit einer Droge zu vergleichen, wenn schon Kinder in die Abhängigkeiten der technischen Möglichkeiten geraten.
Zudem kann immer nachvollzogen werden, wann und wo sich die entsprechenden Geräte befunden haben.
Fehlt noch ein ortbarer Chip unter die Haut gepflanzt und die Kontrolle ist perfekt.

Das ist die neue Freiheit unserer Kinder.

Doch wenn wir mal ehrlich sind, nutzen ja auch wir „Älteren“ diese Technik sehr gern, zumindest im Rahmen unserer Möglichkeiten und Bedürfnisse. .. .


Vielen Dank für deine Gedanken zum Thema und den Kommi...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald


__________________


Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)



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