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Gesperrt
Registriert seit: 14.12.2014
Beiträge: 351
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Guten Abend miteinander,
danke, dass ihr den Impuls, darüber zu diskutieren, ob die Sonettform allgemein für alle möglichen Themen (und speziell das hier vorliegende Werk für das gewählte Thema) geeignet ist, aufgenommen habt. Da ich diesen Anstoß gegeben habe, will ich versuchen, die Sache mal (wenigstens für mich) zusammenzufassen, so wie ich euch verstanden habe: Wolo meint, das Sonett ist aufgrund seiner Struktur per se geeignet, alle möglichen Themen zu bearbeiten, vorausgesetzt, der Dichter packt es richtig an. Darüber hinaus schreibe man im Forum ohnehin eher nur für sich oder allenfalls für einen berechenbaren, begrenzten Leserkreis, was eine inhaltliche Absicht überflüssig mache. Zitat:
Kann schon sein, dass ich diese Theatralik oft mit dem Wesen des Sonetts verwechsle, weil sie mir häufig in Sonetten begegnet. Ist es möglich, dass Autoren von Sonetten leichter Gefahr laufen, zu (aufgesetzt) pathetisch werden, weil ihr Anspruch an Qualität ein höherer ist? Wenn das so ist, könnte ich mich Wolos Theorie in diesem Punkt anschließen.Charis sieht die Sonettform an sich eher skeptisch für das gewählte Thema: Zitat:
Zitat:
Ob das funktioniert, müsste man an einem entsprechend gelungenen Beispiel sehen, was man im Rahmen dieser Diskussion natürlich von niemandem erwarten kann. Das ist mir schon klar.Erich erklärt, dass er ausschließlich für sich schreibe, was mit Wolos Annahme absolut konform geht. Ich hatte vor, diese Möglichkeit in meinem ersten Post als vierte Variante zur Diskussion zu stellen. Aber sie erschien mir irgendwie zu narzisstisch, als dass ich sie Erich oder anderen unterstellen wollte. Zitat:
Und dass es mir gleich ist, wie meine Verse auf andere wirken, sowas konnte ich mir bisher nicht vorstellen. Natürlich kann man nie alle erreichen. Mit manchen Stilmitteln nur noch wenige. Aber die sind es doch wert, oder?Syranie ist der Meinung, wenn ich sie richtig verstehe, dass die Form absolut unterrangig sei, wenn nur der Inhalt "der Richtige" ist. Jedenfalls "stört das Sonett nicht". Hieße das aber (zu Ende gedacht) nicht, dass es ausreiche, seine Gedanken zu einem Thema einfach nur "runterzuschreiben", ohne Verdichtung, ohne Stilmittel? Warum dann Lyrik? Nein, das erscheint mir zu einfach. Diesen Weg kann man häufig bei Anfängern beobachten. Sie beschäftigt ein Thema und dann pressen sie es in ein paar halbherzig zusammenflickte Verse, um dann mit Gleichgesinnten in einen Austausch darüber zu geraten, den sie in irgendeinem Plauderfaden, z. B. im Eiland-Treff, viel einfacher hätten haben können.Dana meint, das Gedicht sei schon allein deshalb Kunst, weil es ein Sonett ist, und damit "ohne Gebrauch von Schimpf und Schande und unkontrollierter Wut" mahne und zum Nachdenken anrege. Das finde ich sehr interessant, denn es führt mich zu meiner Eingangsfrage zurück: Wen möchte der Autor denn mahnen bzw. zum Nachdenken anregen? (Ja, ich weiß, Erich schreibt für sich. Angenommen Dana wäre die Autorin) Und erreicht er/sie diejenigen auf diesem Weg wirklich? Musstest z. B. du, Dana, mit Hilfe dieser Verse daran erinnert werden, den braunen Rattenfängern nicht gedankenlos hinterherzulaufen? Wer dann?Insgesamt danke ich euch allen für eure Beiträge zu meinen Fragen. lg Bodo |
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Slawische Seele
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
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Lieber eKy und Bodo,
ich komme noch einmal. @Bodo Zitat:
Leser geben in einem Forum ihre Gedanken dazu ab. eKy schreibt und schrieb für sich und meine Gedanken (mein Kommentar) gelten für mich. Wen ich "verdamme" und wem ich "erliege" haben mit der Kunst nichts zu tun. Hier unterhalten wir uns über Lyrik. Der Autor hat mich zu eben diesem Kommentar geführt. Es ging und geht einzig um dieses Sonett. Lieber Bodo, Du unterstellst, dass mich erst die Verse von eKy von etwas abgebracht haben, was ich bislang nicht erkannt habe? Agierst Du nicht sehr vermessen? Dafür habe ich zu viele Gedichte gelesen. Geht es Dir darin noch um Lyrik? Ich finde das sehr schade und völlig daneben. Gedichte sprechen an, berühren und mahnen. Jeden Leser auf ganz eigene Art. Liebe Grüße Dana
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Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen,
ich schulde ihnen noch mein Leben. (Frederike Frei) |
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#3 | ||
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Gesperrt
Registriert seit: 14.12.2014
Beiträge: 351
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Hallo Dana, |
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#4 | |
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Slawische Seele
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
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Hallo Bodo,
Zitat:
![]() Es war ein Missverständnis und aufgrund derzeitiger "Anspannung" verständlich. Die Nerven liegen allgemein blank und es ist schade, dass man hier und anderswo (sicherlich nicht beabsichtigt) zu "Meinungswächtern mutiert". ![]() Missverständnis ausgeräumt. Liebe Grüße Dana
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