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Ein neuer Morgen Fröhliches und Hoffnungen

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Alt 17.01.2016, 15:18   #1
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Zitat:
Zitat von Chavali Beitrag anzeigen

I

Morgenlicht umspielt mit seinem Schein
Boote, die im Hafen liegen,
wickelt ihre weißen Segel ein,
Winde lassen Wellen wiegen.

Ernst schaust du und willst mir sagen,
deine Reise führt dich fort von mir.
Möchtest dieses Abenteuer wagen,
nichts und niemand hält dich hier.

Fahre wohl, mein Kind, und ganz viel Glück!
Weisheit, Klugheit wirst du finden!
Irgendwann kommst du zurück,
Morgenlicht wird uns verbinden.


II (mit Füllwörtern)

Morgenlicht umspielt mit seinem Schein
Boote, die im Hafen liegen,
wickelt ihre weißen Segel ein,
Winde lassen Wellen wiegen.

Ernst schaust du und willst mir heute sagen,
deine Reise führt dich fort von mir.
Möchtest dieses Abenteuer wagen,
nichts und niemand hält dich nun noch hier.

Fahre wohl, mein Kind, und ganz viel Glück!
Weisheit, Klugheit wirst du finden!
Irgendwann kommst du zu mir zurück,
Morgenlicht wird uns verbinden.

HI, Chavi!

Die erste Version hat ein interessantes Hebungsschema: 5445 - 4554 - 5444

Du erkennst, die Symmetrie wird nur von der allerletzten Zeile durchbrochen, die müsste 5 Heber haben. Vielleicht willst du das noch angleichen?


Version 2: 5454 - 5555 - 5454

Auch hier ist es in sich symmetrisch, allerdings gefiele es mir grundsätzlich besser, wenn S2 sich an das Schema halten würde. Dies würde aber wohl eine völlige Umschreibung von Z2 erfordern, wahrscheinlich einen anderen Reim.
Leichter wäre es vielleicht, alle Zeilen 5-hebig zu gestalten:


Morgenlicht umspielt mit seinem Schein
schlanke Boote, die im Hafen liegen,
wickelt ihre weißen Segel ein,
und die Winde lassen Wellen wiegen.

Ernst schaust du und willst mir heute sagen,
deine Reise führt dich fort von mir.
Möchtest dieses Abenteuer wagen,
nichts und niemand hält dich nun noch hier.

Fahre wohl, mein Kind, und ganz viel Glück!
Weisheit wie auch Klugheit wirst du finden!
Irgendwann kommst du zu mir zurück,
und das Morgenlicht wird uns verbinden.


So bleibt alles im Rhythmus, wiegt sich weich wie das Wasser im Hafen und fließt wie das dunstige Licht auf den Segeln.

Sehr gern gelesen!

LG, eKy
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.

Geändert von Erich Kykal (17.01.2016 um 20:53 Uhr)
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Alt 17.01.2016, 20:25   #2
Agneta
Gast
 
Beiträge: n/a
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Liebe Chava,

die melancholische Stimmung, der Mutterhafen, den ein Kind verlässt, passen gut zusammen.
Es ist ein herber Einschnitt, wenn die Kinder ins Leben hinausgehen. Ich weiß es selbst auch.
Angesichts der "Tragweite, weil es ja aus Sicht einer Mutter geschrieben ist und die schaukelnden Boote würde ich hier auch eher zum leicht pathetischen 5 er Rhythmus neigen.
LG von Agneta
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Alt 26.01.2016, 13:34   #3
Chavali
ADäquat
 
Benutzerbild von Chavali
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Mitteldeutschland
Beiträge: 13.030
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Servus, Erich,

du hast dich wieder der Symmetrie und des Hebungsschemas angenommen und ein wenig geglättet
und aufgefüllt
Zitat:
So bleibt alles im Rhythmus, wiegt sich weich wie das Wasser im Hafen und fließt wie das dunstige Licht auf den Segeln.
Das hast du sehr schön gesagt und ich danke dir dafür. Deine Version kommt oben mit rein


Liebe Agneta,

vielen Dank auch an dich für deinen Beitrag.
Ich freu mich, dass dir die Melancholie in den Zeilen zusagt.

Ich mag ja so etwas auch sehr gern und es gibt viele Situationen im Leben,
die man in diesem Duktus verdichten kann.


Liebe Grüße an euch beide,
Chavali
__________________
.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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