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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 17.01.2017
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Liebe, Hass und Tod
Es blühte einst im jungen Mai die Liebe still am Waldesrand; sie machte mir den Himmel frei, nahm lächelnd meine müde Hand. Da schien die Welt aus Licht gemacht, von einer einzigen Frühlingsnacht. Doch wo das Glück am tiefsten ruht, erwacht gar oft des Hasses Glut. Er nährt sich heimlich, trinkt das Blut, verbirgt sich gern in dunkler Wut. Ein einzig Wort, vom Zorn geführt, hat manches treue Herz berührt. Die Liebe weinte leis im Wind, ihr Kranz zerfiel im Dornenstrauch. Der Hass, der niemals Wahrheit find't, verlor zuletzt sich selbst im Rauch. Denn wer nur Finsternis begehrt, hat längst sein eig'nes Licht verzehrt. Da kam der Tod mit leisem Schritt, kein Schwert erhob er, er begehrt. Er nahm die müden Seelen mit, wie einer, der nur schweigen kann. Er sprach: ;Nicht ich bin euer Feind, ich bin das Tor, das niemand meint". Und jenseits aller Erdenzeit stand still der Hass, verstummt und klein. Die Liebe aber, sternenweit, trat lächelnd in das Licht hinein. Denn was aus reinem Herzen stammt, wird niemals ganz von Nacht verdammt. So lernt der Mensch, auf seinem Gang: Nicht Hass besiegt der Liebe Sang. Nur wer verzeiht, wird sterbensruh vom hellen Stern der Zeit bewacht. Der Tod schließt einst die Augen zu die Liebe lebt von Nacht zu Nacht. |
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