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#1 |
Verstorbener Eiland-Dichter
Registriert seit: 30.03.2009
Ort: Puch/Salzburg
Beiträge: 597
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Ein Gras besonders schöner Sorte
Wächst eingestreut ins Wiesenbunt. Egal jedoch an welchem Orte, Es zittert, niemand kennt den Grund. Vielleicht, so meint die Pflanzenkunde, Verängstigt es der Sensenmann, Der Bauer, der zur Morgenstunde Das Gras beträchtlich kürzen kann? Ist's Furcht vor Fraß durch Weidekühe? Nicht unbegründet, wie man weiß. Ich denk' es lohnt sich kaum die Mühe, Das Schlottergräschen gibt nichts preis. Wir raten auch beim Zitterrochen, Vom Tremor eines Zitteraals. So bleibt die Neugier ungebrochen, Die Ungewissheit schnürt den Hals.
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Ich will mit meinen Reimen die Leute zum Schmunzeln, Weinen oder Fluchen bringen. |
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#2 |
gesperrte Senorissima
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Pfalz
Beiträge: 4.134
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Lieber Ibrahim,
auch die Pappel ist am Zittern, kann das kleinste Brislein wittern. Ein reizendes Frage-Gedicht. Worüber man sich so seine Gedanken macht......! Wie immer hast Du feinst gearbeitet! Dank dafür von cyparis |
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#3 |
Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 23.02.2009
Ort: BadenWürttemberg
Beiträge: 526
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Hallo Ibrahim
Fast schon analytisch hast du hier, ein Gräschen psychologisch hinterfragt. Warum es zittert aber ist sein Bier, es hat dazu noch niemals was gesagt. Oder doch? Man hört ja sonst nur Krach, wenn Hirsche beispielsweise röhren. Doch frage mal bei Menschen einfach nach, die sonst auch Gräser wachsen hören. Vielleicht erfahren die aus ersten Hand warum der Tremor an dem Kraut das Gras zum Schlottern hat verbannt: Weil's sich vor Hirsches Brunftschrei graut! ![]() Blaugold |
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#4 |
Mal lachend - mal traurig
Registriert seit: 13.02.2009
Ort: Da wo Napoleon noch nie kämpfte
Beiträge: 1.613
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Hallo Ingo,
hör mal genau, durchs Land es schallt, mir ist doch nur so grausam kalt! ![]() Ich hoffe du weisst es jetzt, der Knacki grüßt nach Österreich
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Ich bin ein Niemand. Niemand ist perfekt. Also bin ich perfekt. |
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#5 |
Gesperrt
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 2.213
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Lieber Ibrahim,
ich gehe zwar nicht mit Scheuklappen durch die Gegend, aber beim Lesen Deiner Gedichte fällt mir oft auf, woran ich achtlos vorüber gegangen bin. Und wenn ich entdecke, was Du beschrieben hast, dann erkenne ich, wie aufmerksam Du beobachtest und das obendrein in treffende Verse und schöne Sprache verpackst. Ich habe, mit Deinem Einverständnis, eine stattliche Sammlung Deiner Gedichte, die ich immer wieder gerne lese. Sie haben nicht nur sprachlich und technisch einen hohen Wiedererkennungswert, sie haben auch eine Botschaft: Sie belehren, sie entführen in eine Welt, die vielen verschlossen bleibt, sie sind stimmungsvoll und sie lesen sich leicht. Wenn DAS Dein Anliegen ist, dann gelingt es Dir perfekt. Deine beiden Wortschöpfungen "Wiesenbunt" und "Schlottergräschen" gefallen mir sehr; das ganze Gedicht gefällt mir sehr! Beim nächsten Wiesenbunt suche ich das Schlottergräschen! Viele liebe Grüße, Medusa. |
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