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#1 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 27.08.2014
Beiträge: 470
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Die Wiesen und die Tale rings erklarten,
die Lüfte waren selbst von Stille rein, ich ging so meines Weges durch den Hain, durch Honigduft der Blüten, jenen zarten. Die Stadtfassaden zierten stolz Standarten und huldigten dem Gott, nur mir allein, Soldaten salutierten hinterdrein, nichts ließ mich auf den Freigang weiter warten. Ja dies Sonett trägt manchen Beiklang wohl, und auch ist mancher Überschuss entrichtbar, und all mein Tun und Säumen bleibt frivol, mein Ruhn und Träumen zeigt sich als verzichtbar, was nützt mir noch mein Dichtermonopol an Vorsprung eines Blinzelns weit im Lichtjahr? alternative Verse: mein Ruhn und Träumen zeigt sich als verzichtbar, war nicht des Ruhmes Fülle leer und hohl an Umfang eines Augenblicks im Lichtjahr
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Das Leben ist eines der schwierigsten. |
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#2 |
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TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Recht "füllosophisch" muten diese Zeilen
dem Leser an, als wolltest du beweisen: Dein Geist weiß immer tiefer noch zu reisen, im deutlich Intellektuelleren zu weilen als andere, die hier dein Sein belächeln. Doch jede Füllung unterstreicht die Leere, die sie verbirgt in überhöhter Schwere, und lässt das so bemühte Zeugnis schwächeln! Wer Größe spielt und sich nicht selbst genügen und zügeln kann, muss seine Schatten jagen! Die hohlen Worte, die sich leichthin fügen, bemänteln nur, dass unter ihrer Hülle die Seele Pause hat und nichts zu sagen, was andern Regung bieten kann und Fülle.
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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#3 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 27.08.2014
Beiträge: 470
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Blutegel Kykal dürste nur und sauge!
der reichlich Blut mir aus den Röhren zieht, bekräftigst du dich an mir - Parasit - der eignen Kräfte Leistung nichts zu tauge. Als ob mich eine Dürre rasch entlauge, vor der das Heiligtum der Musen flieht, doch sirrt durch Mark und Bein im Wust ein Lied und glänzt wie einst ein Stern verirrt im Auge. Ich bin das Meer, aus dem du Siege fischt, ich bin die Flut, die Strand und Wasser mischt, ich bin die Winde, die euch aufwärts reißen. Ich bin die Wasserwirbel weißer Gischt, durch die des Brodems Atem seltsam wischt und dieses Abends Sonnenstrahlen gleißen.
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Das Leben ist eines der schwierigsten. Geändert von Terrapin (28.08.2017 um 14:29 Uhr) |
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