Gedichte-Eiland  

Zurück   Gedichte-Eiland > Verschiedenes > Eiland-Projekte > Eine Reise durch das Unterbewusstsein

Eine Reise durch das Unterbewusstsein Von Black Raziel

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 08.11.2014, 14:05   #1
Black Raziel
El capitán
 
Benutzerbild von Black Raziel
 
Registriert seit: 08.12.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 425
Standard Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - VII. Akt

Eine Reise durch das Unterbewusstsein
- Eine Tragödie in acht Akten -


VII. Akt - Selbstmitleid. Schmerzen der Vergangenheit


Inhaltsangabe:
Hans versinkt im Selbstmitleid, weil er nach vielen Jahren harter Arbeit bemerkt, was aus ihm geworden ist. Zum ersten Mal beginnt er sich ernsthaft mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen und auch die Vorbildrolle seiner Eltern in Frage zu stellen, an denen er sich ja immer wieder orientierte. Die Art seines Vaters mit dem Berufsleben umzugehen und die Art der Mutter mit einer Beziehung umzugehen. Zunächst geht Hans im Hass auf seine Eltern auf und bereut von eben diesen Eltern geboren zu sein. Am liebsten würde er sich an ihnen rächen. Dabei kommen ihm die Erinnerungen hoch, wie ich sich schon als Kind an seinen Peinigern in der Schule rächen wollte. Ebenso entwickelt er einen Hass auf all die Eltern seiner ehemaligen mobbenden Mitschüler. Er denkt darüber nach, dass es das vernünftigste wäre, wenn einfach gar keine Kinder mehr geboren werden würden, damit keiner mehr etwas an der Erziehung von Kindern falsch machen kann. Doch indem er erkennt, dass seine Eltern am Ende genau so fehlerhaft waren, wie andere Eltern und er darum nicht alleine ist, schließt er Frieden. Er erkennt, dass Eltern keine Götter sein können und auch nur von inneren Dämonen angetrieben werden, so wie jeder Mensch. Mit diesem ersten Frieden findet dann ein fließender Übergang zum 8. Akt statt.


Hier denkt Hans darüber nach, wie sein Alltag in Wahrheit aussieht, wenn er nicht die Maske aufhat, die so erscheint, als gäbe es für Hans nur die Arbeit im Leben.

Zitat:
Zitat von Hans
Immer wieder
- © Chavali -

Der Tag beginnt und alle Schatten fliehen,
die in der Nacht mein armes Ich gequält.
Ich hab dem Alb, der mich bezwang, verziehen,
für schwarze Flügel freien Flug gewählt.

So kann das Tagwerk wieder neu beginnen,
mit Freude und Elan gelingt ein jeder Schritt.
Doch immer wieder zeigen sich Erinnyen,
sie laufen neben mir die Wege mit.

Ich will die Rache nicht, die sie begehren,
das alte Leiden soll vergessen sein.
Ich muss mich der Versuchungen erwehren,
mein Herz muss werden wie ein Kieselstein.

Doch nachts, da sitzt der Alb auf meinen Schultern,
er drückt so schwer und beugt mich bis ins Grab.
Ich kranke an der Erbenschuld der Eltern,
gedanklich stütze ich mich auf den Heroldstab.

Und immer wieder rolle ich den Stein
den Berg hinauf aus weißem Elfenbein.
Mir bleibt nur noch das Urvertrauen,
um endlich eine eigne Burg zu bauen.
Hans wäre gerne stark, aber es ist es nunmal nicht. Er quält sich viel mit seiner Schwäche rum und verdammt sich selbst. Doch dann wendet sich der Spieß. Er fängt an die Schuld auf andere zu schieben.

Hier verdammt Hans seinen Vater, an dem er sich immer orientiert hat, was ihn letztlich aber doch immer nur weiter weg von seinem wahren Selbst gebracht hat:

Zitat:
Zitat von Hans
Am Ende
- © Chavali -

Der Wille gebrochen,
die Seele beschmutzt,
das Leiden ertragen,
es hat nichts genutzt.

Verdammt deine Worte,
die du mir einst gabst,
geborsten mein Stolz,
den du mir jetzt nahmst.

Fluch über dein Leben,
und das, was du willst,
Fluch über die Sehnsucht,
die du nicht mehr stillst.

Mein Leben am Ende,
durch Wut wie gelähmt,
mein Atem gefroren,
mein Wollen gezähmt.
Zitat:
Zitat von Hans
Durst
- © Black Raziel -

Vor meinem Selbst kann ich nicht fliehn.
Es wird mich immer zu sich ziehn,
entferne ich mich gar zu weit
von meiner wahren Einsamkeit.

Verklungen ist die Melodie
vergangner Zeiten in mir nie.
Ich übertönte nur mein Leid
mit Arbeitsfleiß von Zeit zu Zeit.

Im Grunde bin ich obdachlos,
auch wenn man das nicht sehen kann.
Ihr haltet mich für stark und groß.

Doch alles, was ich meist gewann,
warn Blumentöpfe - wie famos!
Nur Sand, der mir durch Hände rann...

Geändert von Black Raziel (11.12.2014 um 10:24 Uhr)
Black Raziel ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - VIII. Akt Black Raziel Eine Reise durch das Unterbewusstsein 0 08.11.2014 13:56
Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - IV. Akt Black Raziel Eine Reise durch das Unterbewusstsein 0 08.11.2014 13:34
Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - III. Akt Black Raziel Eine Reise durch das Unterbewusstsein 0 05.11.2014 00:12
Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - I. Akt Black Raziel Eine Reise durch das Unterbewusstsein 0 21.10.2014 20:51


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:06 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.

http://www.gedichte-eiland.de

Dana und Falderwald

Impressum: Ralf Dewald, Möllner Str. 14, 23909 Ratzeburg