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Alt 19.08.2014, 20:34   #1
ginTon
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.
Des Dichters Neigung

Sollte manches Wort erreichen,
daß von Ferne zu euch dringet,
daß der Feder kräft´ges Zeichen
eine Wohltat zu euch bringet.

Des Gedankens junge Triebe
darfst auch du jetzt sprossen lassen,
bin der König aller Diebe,
dies der Anfang, mein Erwachen.

In des Augenblickes Kürze
zeigst du mir die deine Neigung,
liegt für mich die wahre Würze
deines Handelns, meiner Preisung.

Und ich warte an der Schwelle
einer neuen Blüte Fühlung,
werd getragen von der Welle
eures Lebensweg Berührung.

Das ist mehr als ich erwarte,
mehr des Wortes ich berichte,
denn was jener einst verscharrte
zeigt sich nun im neuen Lichte.

Ach, was nützt es all der Worte
die so schnell im Raum verhallen.
Friede ruh in unsren Brüsten
Mensch ich werde, Mensch ich sei.




mal ganz klassisch
.
__________________
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Nicht der Wind bestimmt die Richtung, sondern das Segel. (chin. Sprichwort)


nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
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Alt 19.08.2014, 22:58   #2
Thomas
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Lieber ginTon,

das ist ja eine Überraschung, du schreibst richtig "klassisch" und sogar mit Pathos. Vielleicht versuchst du mal einen Mittelweg, das könnte noch interessanter werden. Dein Gedicht hat mich erfreut.

Liebe Grüße
Thomas
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Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller
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Alt 19.08.2014, 23:01   #3
Chavali
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Hi ginnie,

Zitat:
mal ganz klassisch
.
ok, und warum der rotwerdsmilie? das ist meiner Meinung nach nicht notwendig, denn klassisch ist immer in

Von wann ist denn der Text? War das vor der letzten Rechtschreibreform?
Ich sage nur: dass mit eszett

Wenn das das Original ist, könnte man den Text noch an einigen Stellen optimieren.
Wenn du das möchtest, mache ich morgen die Vorschläge.


Lieben Gruß,
chavi
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Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo ich bin.


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Alt 20.08.2014, 18:19   #4
ginTon
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Hallo Thomas,,
Zitat:
das ist ja eine Überraschung, du schreibst richtig "klassisch" und sogar mit Pathos. Vielleicht versuchst du mal einen Mittelweg, das könnte noch interessanter werden. Dein Gedicht hat mich erfreut.
Ich würde sagen, ich schrieb, also klassisch. Bei diesem Werk ist eigentlich deutlich heraushörbar, wessen Stimme dies ist. Da ich heutztage jedoch der Meinung bin, dass jeder Dichter seine eigene Stimme finden sollte, imitiere ich heutzutage nicht mehr, zumindest nicht so offensichtlich. Werken gegenüber, von denen man sich angesprochen fühlt, eifert man natürlich immer nach. Freut mich wenns gefällt....

LG gin

Huhu chavilein...

Zitat:
ok, und warum der rotwerdsmilie? das ist meiner Meinung nach nicht notwendig, denn klassisch ist immer in
Na ja, also ich weiß nicht. Zum Beispiel die Endungen "et", da ist für mich nur noch schwerlich vorstellbar, ob dies in ist. Aber die Form und der Rhythmus, warum nicht.

Zitat:
Von wann ist denn der Text? War das vor der letzten Rechtschreibreform?
Ich sage nur: dass mit eszett
Haha ja ich weiß, isso mir dann beim einstellen auch aufgefallen. Keine Bange, ich check die Regel schon . Habs hier abber gelassen, weil es mich an alte Schrift erinnert, so wie bei alten Büchern und so weißt mit den Schnörkelchen...

Zitat:
Wenn das das Original ist, könnte man den Text noch an einigen Stellen optimieren.
Wenn du das möchtest, mache ich morgen die Vorschläge.
Immer her damit, kannst du gerne machen, deswegen hab ich es ja eingestellt..

danke dir ...liebe Grüße ginnie
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Alt 21.08.2014, 09:43   #5
Chavali
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Hi ginnie,
Zitat:
Immer her damit, kannst du gerne machen, deswegen hab ich es ja eingestellt..
Zitat:
Sollte manches Wort erreichen,
daß von Ferne zu euch dringet,
daß der Feder kräft´ges Zeichen
eine Wohltat zu euch bringet.

Des Gedankens junge Triebe
darfst auch du jetzt sprossen lassen,
bin der König aller Diebe,
dies der Anfang, mein Erwachen.

In des Augenblickes Kürze
zeigst du mir die deine Neigung,
liegt für mich die wahre Würze
deines Handelns, meiner Preisung.

Und ich warte an der Schwelle
einer neuen Blüte Fühlung,
werd getragen von der Welle
eures Lebensweg Berührung.

Das ist mehr als ich erwarte,
mehr des Wortes ich berichte,
denn was jener einst verscharrte
zeigt sich nun im neuen Lichte.

Ach, was nützt es all der Worte
die so schnell im Raum verhallen.
Friede ruh in unsren Brüsten
Mensch ich werde, Mensch ich sei.
...na, dann wollen wir mal schauen


Sollte manches Wort erreichen,
dass von Ferne zu euch dringt,
dass der Feder kräftges Zeichen
eine Wohltat zu euch bringt.

Des Gedankens junge Triebe
darfst auch du jetzt sprießen lassen,
bin der König aller Diebe,
dies der Anfang, mein Erwachen.

In des Augenblickes Kürze
zeigst du mir die deine Neigung,
liegt für mich die wahre Würze
deines Handelns, meiner Preisung.

Und ich warte an der Schwelle
einer neuen Blüte Fühlung,
werd getragen von der Welle
eures Lebenswegs Berührung.

Das ist mehr als ich erwarte,
mehr des Wortes Schriftbericht,
denn was jener einst verscharrte
zeigt sich nun im neuen Licht.

Ach, was nützt es all der Worte
die so schnell im Raum verhallen.
Friede ruh in unsren Brüsten
Mensch ich werde, Mensch ich sei.


Was ich verändert habe, ist nicht viel - du kannst es selbst herausfinden

Lieben Gruß
chavi


edit

ginnie, in deiner Antwort an Thomas fand ich dies:
Zitat:
Zitat von gin
Bei diesem Werk ist eigentlich deutlich heraushörbar, wessen Stimme dies ist.
Du hast jemanden kopiert? ääähem, einen Klassiker?? Also ich weiß es nicht. Sagst du es?
*danke* :-)



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Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo ich bin.


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Geändert von Chavali (21.08.2014 um 10:06 Uhr)
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Alt 21.08.2014, 18:25   #6
ginTon
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Huhu chavilein,,

Zitat:
Was ich verändert habe, ist nicht viel - du kannst es selbst herausfinden
Danke dir,, yip, was ich beim ersten Überfliegen sah, wird denke ich auch so übernommen, muss ich aber auch nochmal in Ruhe schauen..

Zitat:
Du hast jemanden kopiert? ääähem, einen Klassiker?? Also ich weiß es nicht. Sagst du es? *danke* :-)
Na ja nicht kopiert, also kopieren heißt ja nahezu 1zu1 übernehmen, mich eher danach gerichtet, oder es vom Klang her verarbeitet. Aber sicher kann ich es dir sagen, "Selige Sehnsucht von Goethe". Am Rhythmus müsste man es heraushören XxXxXxXx ...

Zitat:
Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsterniß Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.


J.W.Goethe
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