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Finstere Nacht Trauer und Düsteres

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Alt 24.11.2011, 10:17   #1
Chavali
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Du warst mein Gott, mein Held,
ich hab dir alles anvertraut,
du Zentrum meiner Welt.
Wie hab ich zu dir aufgeschaut!

Die Jahre sind vorbei,
der Fluch nimmt uns gefangen,
der fremden Mächte Schrei.
Wir müssen um uns bangen.

Zeige mir, dass nicht umsonst
die Zeit gewesen ist.
Zeig mir, dass Vertrauen
wertbeständig ist.


***

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Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo ich bin.


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Geändert von Chavali (25.11.2011 um 09:36 Uhr)
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Alt 24.11.2011, 13:35   #2
ginTon
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hi chavilein,,

Weiß gar nicht so Recht wie ich hier anfangen soll. Einerseits wirkt der Text aus dem Leben gegriffen gefühlvoll, andererseits nahezu verzweifelt. Die erste Strophe handelt von einem Geliebten oder einer Liebe,

Zitat:
Du warst mein Gott, mein Held,
ich hätt dir alles anvertraut,
das Zentrum meiner Welt.
Wie hab ich zu dir aufgeschaut!
doch wird das Bild desjenigen, durch eine höhere Macht? sprich einen Fluch in Frage gestellt. Es ist sogar so, dass hier der Fluch durch "fremde Mächte" manifestiert ist, er bekommt somit Gestalt. Es wäre wie wenn man sagt, weil etwas nicht klappt oder so: man ich glaub ich bin verflucht , um dann später festzstellen, dass etwas ganz natürliches Ursache dieser
Ereignisse ist, so stelle ich mir das jetzt mal vor. Hier wird allem Anschein nach eine Beziehung sabotiert.

Zitat:
Die Jahre sind vorbei,
der Fluch nimmt uns gefangen,
der fremden Mächte Schrei.
Wir müssen um uns bangen.
Die letzte Strophe spricht vom Vertrauen, welches man zueinander hegt und
das dieses über den äusseren Dingen steht. Im Inneren ist es ja auch so. Anderereits scheint durch die Überschrift und gerade durch diese letzte Strophe sich herauszukristallisieren, dass eigentlich nur darauf gewartet wird, diese von aussen auferlegten Schranken/Mauern zum Einsturz zu bringen...

Zitat:
Zeige mir, dass nicht umsonst
die Zeit gewesen ist.
Zeig mir, dass Vertrauen
wertbeständig ist.
Obwohl ich ein rational denkender Mensch bin, lege ich mir ja ab und zu Tarotkarten und weißt was mir zu diesem Inhalt passendes eingefallen ist? sozusagen als Quintessenz des Tarotdecks: der Ratsuchende/die Ratsuchende muss sich aus äusseren Verstrickungen lösen um auf einen Weg der freien Herzensentscheidung zu gelangen. Aus eigener Erfahrung weiß ich leider, dass dies nicht immer so einfach ist. Im Grunde genommen wäre dieser Satz aber mein Rat für das Ldu und das LI in diesem Text.

gefällt mir der Text ...liebe Grüße ginnie
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Geändert von ginTon (24.11.2011 um 13:43 Uhr)
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Alt 24.11.2011, 17:09   #3
Chavali
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hi ginnie,

du hast eine sehr schöne passende interpretation des textes gegeben.
Zitat:
Einerseits wirkt der Text aus dem Leben gegriffen gefühlvoll, andererseits nahezu verzweifelt.
das stimmt, ich habe sehr mit mir gerungen, in welche rubrik ich ihn einstellen soll:
es wäre außer dieser rubrik auch noch liebe in frage gekommen...
aber ich entschied mich dann nicht ohne grund für diese sparte.
Zitat:
Es ist sogar so, dass hier der Fluch durch "fremde Mächte" manifestiert ist,
ja, das ist sozusagen das kernstück und grund der ereignisse.
wunderbar der hinweis auf die tarot-karten:
Zitat:
[...]Quintessenz des Tarotdecks: der Ratsuchende/die Ratsuchende muss
sich aus äusseren Verstrickungen lösen um auf einen Weg der freien Herzensentscheidung zu gelangen.
vielleicht sollte sich das LI auch solche karten zulegen...?


danke dir
lieben gruß,
chavi

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Alt 24.11.2011, 17:35   #4
ginTon
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hi chavilein,,

Zitat:
vielleicht sollte sich das LI auch solche karten zulegen...?
Na, wohl eher nicht. Sein Schicksal in die Hände von Karten zu legen ist wohl
eher nicht ratsam..Ich sagte ja nur, dass aus dem Text heraus die Karten dies
als Ratschlag mitunter ausschütten könnten, dass dies sozusagen die
Quintessenz aus dem Gelesenen wäre.

Ansonsten macht das Kartenlegen ziemlich Spaß, aber extra welche zulegen,
die gibt es ja auch online für umme

liebe Grüße gin
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Alt 24.11.2011, 20:46   #5
Lena
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Zitat:
Zitat von Chavali Beitrag anzeigen


D
u warst mein Gott, mein Held,
ich hätt dir alles anvertraut,
das Zentrum meiner Welt.
Wie hab ich zu dir aufgeschaut!


Du warst mein Gott...jetzt scheinbar nicht mehr
ich hätt dir alles anvertraut..hat das LI aber scheinbar nicht / Die Frage ist warum nicht.

Zitat:
Die Jahre sind vorbei,
der Fluch nimmt uns gefangen,
der fremden Mächte Schrei.
Wir müssen um uns bangen.
Ich glaube das es hier um Eifersucht geht, denn an dieser Stelle wird um die Gemeinsamkeit gebangt.

Zitat:
Zeige mir, dass nicht umsonst
die Zeit gewesen ist.
Zeig mir, dass Vertrauen
wertbeständig ist.
***



Liebe Chavali

Gleich am Anfang war das Thema "der Fluch der Eifersucht" klar. Eigendlich jetzt auch noch. Irgendwie ganz klar. Und dennoch passt etwas nicht.

ich hätt dir alles anvertraut

Wie hab ich zu dir aufgeschaut!


Deine Überschrift bestätigt auch wieder meine Theorie.

Es ist diese Mischung aus Klarheit und verwobenen die dein Gedicht spannend

gestalten.

Ein schönes Gedicht, was neugierig macht.

Liebe Grüsse an dich sendet dir

Lena

Die Zitate sind ein bisschen aus der Form, leider habe ich es nicht besser hinbekommen.
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~ Mit lieben Gedanken ~


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Marion Baccarra

Geändert von Lena (24.11.2011 um 20:50 Uhr)
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Alt 25.11.2011, 09:36   #6
Chavali
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Liebe Lena,
Zitat:
ich hätt dir alles anvertraut..hat das LI aber scheinbar nicht /
Die Frage ist warum nicht.
Deine Frage dazu ließ mich noch einmal nachdenken über diese Stelle. So sollte es das gar nicht rüberkommen.
Ich werde statt hätt - hab - einsetzen.
Denn LI hat ja
Zitat:
ich glaube das es hier um Eifersucht geht, denn an dieser Stelle wird um die Gemeinsamkeit gebangt.
Nein, Eifersucht ist nicht gemeint, eher ein böser unveränderlicher Einfluss von außen.
Zitat:
Es ist diese Mischung aus Klarheit und verwobenen die dein Gedicht spannend
gestalten.
Ein schönes Gedicht, was neugierig macht.
Lena,
ich danke dir für deine Beschäftigung mit dem Text und dein lobendes Wort!
Hab mich sehr darüber gefreut.

Lieben Gruß,
Chavali





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