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Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

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Alt 17.02.2010, 10:45   #1
Sandy Mohn
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 27.02.2009
Beiträge: 56
Standard Einsicht

Die dunklen Wolken, die mich trafen,
nahmen mir das helle Licht.
Dass sie auch dir die Farben trüben,
wollte ich ganz sicher nicht.

Hab oft versucht, es nicht zu zeigen,
möchte stark sein auch für dich.
Aus deiner Stimme, deinen Worten
zog ich so viel Kraft für mich.

Wie gern würd ich nur Stärke zeigen,
doch mir fehlt die Energie.
Und dich um deine Kraft berauben:
Nein, das wollt ich wirklich nie!


.
__________________
Wie angenehm ließe es sich unter uns leben, wenn die äußere Haltung immer die Beschaffenheit des Herzens widerspiegeln würde.
Jean-Jacques Rousseau, (1712 - 1778), französisch-schweizerischer Moralphilosoph, Dichter und Musiker

Geändert von Sandy Mohn (21.02.2010 um 08:28 Uhr)
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Alt 17.02.2010, 17:09   #2
Corazon
Gesperrt
 
Registriert seit: 06.11.2009
Beiträge: 624
Standard

Hallo Sandy Mohn,

du hast hier einen absolut überzeugenden Text geschrieben. Ich mag sehr gern authentische Texte und die meisten sind davon weit entfernt, wirken konstruiert. Statt Authentizismus überladen mit exotischen Metaphern die keiner versteht.

Diesen Weg bist du nicht gegangen. Du schreibst realistisch in einer Sprache die man versteht, über Gefühle die man nachvollziehen kann. Zu dem Thema passt die zerbrechliche Sprache ausgezeichnet, die Betroffenheit, die unerfüllte Sehnsucht etwas zu können, was man nicht kann wird so real geschildert, man erlebt Déjà-vu und staunt, wie einem ein Gedicht eine Gänsehaut verursachen kann.

Ganz grosses Kompliment

Corazon
Corazon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2010, 18:17   #3
Walther
Gelegenheitsdichter
 
Registriert seit: 09.11.2009
Ort: Im Wilden Süden
Beiträge: 2.888
Standard

Lb. Sandy Mohn,

ein schönes Gedicht, das nur einen kleinen Fehler hat. Dieser ist S3Z3, wo eine Silbe zuviel ist. Die Reimverse hast Du immer im vierhebigen Trochäus verfaßt:
Zitat:
aber mir fehlt die Energie.
XxXxxXxX
Die überständige Silbe habe ich blau markiert. Alternativen wären:
Zitat:
aber mir fehlt Energie.
doch mir fehlt die Energie
dazu fehlt die Energie
dazu fehlt mir Energie
Ich hoffe, Dir damit helfen zu können.

Gerne gelesen und kommentiert!

LG W.
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Dichtung zu vielen Gelegenheiten -
mit einem leichtem Anflug von melancholischer Ironie gewürzt
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Alt 18.02.2010, 20:21   #4
Chavali
ADäquat
 
Benutzerbild von Chavali
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Magdeburger Börde
Beiträge: 12.183
Standard

Liebe Sandy,

ein schönes Gedicht mit klarer Aussage und in unverschnörkelter Sprache.
Das gefällt mir.
Zitat:
Wie gern würd ich nur Stärke zeigen,
aber mir fehlt die Energie.
Doch dich um deine Kraft berauben:
Nein, das wollt ich wirklich nie!
xXxXxXxXx
XxxXxXxX ---> hier besser: doch mir fehlt...
xXxXxXxXx---> hier mit und anfangen
XxXxXxX

Blau sind nur meine Vorschläge zur Begradigung des Reimschemas in S 3.
Vielleicht kannst du was damit anfangen.

Lieben Gruß,
Chavali
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Meine Gedichte
© auf alle meine Texte
Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo ich bin.


*
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Alt 22.02.2010, 07:35   #5
Sandy Mohn
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 27.02.2009
Beiträge: 56
Standard

Liebe Corazon,

für deinen lieben Kommentar kann ich einfach nur DANKE sagen. Freue mich sehr darüber, dass dir dieses Gedicht so gefällt. Schreibe gerne in unverschnörkelter Sprache. Dass du dabei das Gefühl eines Déjà-vu Erlebnis hattest und es dir eine Gäsenhaut verursachen konnte, zeigt mir, dass ich die richtigen Worte getroffen habe.




Lieber Walther,

auch dir vielen Dank für deinen Kommentar.

Zitat:
Die Reimverse hast Du immer im vierhebigen Trochäus verfaßt
Das war mir gar nicht bewußt, denn ich schreibe immer nur aus dem Bauch heraus. Mit der Metrik kenne ich mich nicht so gut aus.

Zitat:
ein schönes Gedicht, das nur einen kleinen Fehler hat. Dieser ist S3Z3, wo eine Silbe zuviel ist
Das ist mir auch aufgefallen. Mir fiel aber kein Wort ein, womit ich es hätte ändern können. Deine Alternative " doch " hatte ich wohl auch im Sinn, da aber der nächste Satz mit " doch " anfing, wollte ich keine Doppelung. Jetzt konnte ich dieses Problem dank dir und Chavali lösen.
Vielen Dank, dass du dich mit meinen Zeilen beschäftigt hast.




Liebe Chavali,

schön, dass dir dieses Gedicht auch gefällt.

Dank deiner Vorschläge konnte ich den kleinen Fehler beheben und jetzt liest sich der Vers gleich viel besser. Freue mich immer wieder über deine Hilfestellungen und darüber, dass du dich mit meinen Zeilen beschäftigst.




Einen lieben Gruß an euch drei von Sandy


.
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