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Ein neuer Morgen Fröhliches und Hoffnungen

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Alt 11.03.2018, 10:19   #1
Chavali
ADäquat
 
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Beiträge: 11.662
Standard Ein Frühjahrsmorgen



Der Nacht entsteigt ein früher Morgen,
der purpurrot sein Flutlicht legt.
Aus halbgeschlossnen Augen seh ich,
wie sich der Vorhang leis bewegt.

Der schwere Duft der Frühjahrserde
zieht durch den Fensterspalt herein.
O neues Leben, hilf zu begreifen:
Es war nur noch, ich bin allein.
__________________
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© auf alle meine Texte
Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo ich bin.


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Alt 11.03.2018, 11:55   #2
juli
tierlieb
 
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Beiträge: 2.679
Standard

Liebe Chavali,

Das Gedicht steht hier im Morgen, und du hast Worte für ein Aufwachen gefunden. Sie erzählen vom Sonnenlicht ( purpurrot) und von einem Vorhang, der sich aufzieht. Es blitzt Hoffnung auf...
Es schwanken Licht und Nacht beieinander und die fast noch Schlafende erkennt den Neuen Morgen. Ich kenne die Umstände und sage dir: Ich wünsche dir Kraft und Sonnenlicht.

Alles ist anders. Das ist feinste Poesie, ich sage es immer wieder gerne, sie ist schlicht und unglaublich schön.



Der Nacht entsteigt ein früher Morgen,
der purpurrot sein Flutlicht legt.
Aus halbgeschlossnen Augen seh ich,
wie sich der Vorhang leis bewegt.

Der schwere Duft der Frühjahrserde
zieht durch den Fensterspalt herein.
O neues Leben, hilf zu begreifen: <<< hier stolpert, es, ist es so gewollt?
Ein neues Leben heißt: Begreifen.<<<< das hier wäre meine Idee.
Es war nur noch, ich bin allein.

Sehr gerne gelesen sy

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Alt 11.03.2018, 13:44   #3
Laie
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Beiträge: 497
Standard

Hi Chavali,

ein schönes Frühjahrsgedicht! Die Natur ist schon im Begriff und gibt der Seele einen Ausblick auf ein innerliches Frühjahr. Ein tolles Bild

Sy's Vorschlag finde ich gut und passend.

Gruß,
Laie
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Alt 11.03.2018, 14:14   #4
Chavali
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Registriert seit: 07.02.2009
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Beiträge: 11.662
Standard

Liebe sy, hallo Laie,


vielen Dank für eure Rückmeldungen
Freut mich, dass es euch gefällt.

Es ist alles so gewollt, wie es geschrieben ist.
Ich mag nicht um eine Silbe feilschen und habe damit weder bei mir
noch bei anderen Probleme.
Es sei denn, es sind gravierende Fehler - in welcher Form auch immer.

Selbst die Altvorderen wagten es, das Metrum zu durchbrechen, wenn es ihnen
angesagt erschien.

Eure Variante für die vakante Zeile ist mir zu sachlich.
Meine ist menschlicher, gefühlvoller.


Nochmals Dank
Chavali


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Alt 13.03.2018, 13:13   #5
Sufnus
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Beiträge: n/a
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Ein schmerzliches Frühjahrsgedicht. So frohgemut es anhebt, es endet mit dem Wort "allein". Und der "schwere Duft der Frühjahrserde" ist ein doppeldeutiges Symbol für Neubeginn oder Zerfall.

Das Frühjahr, wenn das junge Leben sich rücksichtslos selber feiert, nicht etwa die dunklen Herbst- und Wintermonate, ist die schwere Zeit für jeden, der allein zurückgeblieben ist, sofern man nicht irgendwann einmal hinter dem Verlust die Erinnerung an eine schöne Zeit wiederfindet und begreift, dass man Anwalt und Sachwalter ist für die, die nicht mehr aus eigener Kraft in der Welt sind.

Eine für Chavali!
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Alt 13.03.2018, 16:32   #6
Felix
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Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 531
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Hallo Chavali,
ein zauberhaftes Frühlingsgedicht lese ich und komme nur mit dem ersten Teil Deines letzten Verses nicht zurecht:
"Es war nur noch, ich bin allein."
Du "malst" ein schönes Bild in meinen Kopf - ein Frühjahrsmorgen mit seinen Farben und Düften, schließt (bedauernd) "...ich bin allein" und ich krieg die erste Hälfte des Verses "es war nur noch" nicht geregelt. Nachvollziehbar wäre für mich (Prosa): Alles könnte so schön sein, wenn ich (leider) nicht allein wäre.
Beste Grüße,
Felix
Felix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2018, 18:28   #7
Chavali
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Beiträge: 11.662
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Hi Sufnus,
Zitat:
So frohgemut es anhebt, es endet mit dem Wort "allein".
du hast recht, der Text scannt gefühlsmäßig vom erst Hoffnungsvollen - deswegen die Rubrik -
hin zum Ende, als dem LyrI wieder bewusst wird, dass es den Frühling allein erleben muss...

Aber dein Kommentar, die letzten Sätze, haben mir sehr gut getan und ich freue mich über das

Danke dir!


Hallo Felix,
Zitat:
und ich krieg die erste Hälfte des Verses "es war nur noch" nicht geregelt. Nachvollziehbar wäre für mich (Prosa):
Alles könnte so schön sein, wenn ich (leider) nicht allein wäre.
Und das ist genau der Punkt, den ich in einem lyrischen Konstrukt zu verabeiten suchte.
Die Betonung liegt dabei auf war - weißt du, wie im Märchen:
Es war einmal....
Zitat:
ein zauberhaftes Frühlingsgedicht
Danke für dein Lob!

LG für euch beide
Chavali
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