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Alt 06.05.2018, 10:47   #1
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Standard Kulturgut aus Afghanistan

Ein Familienvater wurde an der persischen Grenze gefragt, womit er immigrieren wolle. Er antwortete: "Fünf Männer und dreizehn Stück Vieh."
Es stellte sich heraus: Er und seine vier Söhne, und das Vieh waren neun Ziegen, seine Frau und drei Töchter.
Der persische Zollbeamte trug das unkommentiert so in seine Unterlagen ein ...

Wahr oder erfunden? Wer weiß - aber vorstellbar erscheint es, bedenkt man die dortige Auffassung von Ehe oder den kulturellen Wert der Frau in diesen Ländern.
Ehen werden von Vätern ausgemacht, weder Sohn noch Tochter werden gefragt. Frauen werden zum Teil immer noch beschnitten und jungfräulich vernäht.

Dort darf nicht mal der Ehemann seine Frau zu Hause unverschleiert sehen, er nimmt sie bestenfalls mechanisch mal von hinten, ansonsten bleibt sie eingesperrt im Haus, wird nicht mal beim Namen genannt und verrichtet Sklavendienste, kann jederzeit verstoßen werden, um zu verhungern, oder man verstümmelt sie mit Säure, sie wird verprügelt und misshandelt wie ungehorsames Vieh.
Alles andere, gar echte Liebe und Respekt, gelten in dieser Kultur als unehrenhaft für den Mann, gäben Anlass zu Gerede über seine Männlichkeit!

Will der Mann von Welt dort mit etwas angeben, legt er sich einen wohldressierten Tanzknaben zu - ein kulturell dort anerkanntes, kaum verhohlenes Lustknabentum. Die betroffenen Kinder werden natürlich auch nicht gefragt, ob sie das wollen, werden gehandelt wie Ehefrauen, bloß dass ihre Jungfräulichkeit oder Nimbus für die männliche Ehre keinen interessieren.
Sobald sie Bartwuchs bekommen, werden sie einfach fallengelassen und ersetzt.

Das ist grob umrissen das, wozu eine starre Religiosität eine ganze Kultur pervertieren kann. Das Normale gilt als abartig, das Abartige wurde zum Statussymbol!

Was tut der so gerechtigkeitsbeflissene Westen? - Nichts. Es bringt wirtschaftlich nichts, und es bringt politisch nichts, weil zu wenige die afghanische Kultur wirklich kennen, und es ist zu weit weg.
Zudem würde sich die gesamte islamische Welt geschlossen gegen Intervention von außen richten, undifferenziert und von giftspeienden Mullahs aufgehetzt und ferngesteuert.
So sind die Menschen: Bei Druck von außen rücken sie näher zusammen und bekämpfen den "Feind", selbst wenn der es eigentlich gut meint, selbst wenn das, was sie verteidigen, falsch und böse ist, denn sie erkennen es nicht als solches.
Wie viele "dumme" Hitlerjungen mussten noch im Volkssturm draufgehen, verführt und indoktriniert von einer Politik und Weltsicht der Grausamkeit und Härte!?

Zudem: Sobald die Schlagworte "Kultur" und "Religion" fallen, schaut unser sonst so wortbeflissenes Gutmenschentum lieber betreten zu Boden, als sich mal objektiv über den allgemeinen menschlichen Wert so einer Kultur/Religion Gedanken zu machen.
Da heißt es dann: Kultur und Glaube seinen per se zu respektieren, das gebiete das Toleranzprinzip und der Respekt vor Jahrhunderten der Tradition, durch die sich diese Menschen definieren.
Heißt das im Umkehrschluß, die Nazis hätten nur lang genug regieren müssen - sagen wir ein paar hundert Jahre - um weltweit den Respekt und die Toleranz solcher selbsternannten Weltphilosophen genießen zu dürfen!?

Was bleibt übrig? Vielleicht öffentlich Verachtung zu zeigen für so eine Kultur der Menschenverachtung und der Perversion.
Was kann man für die Unterdrückten und Benutzten dort tun? Bildung hinbringen - und ein Beispiel dafür, wie es anders funktioniert. Solche religiös induzierten Systeme können sich nur von innen heraus reformieren, und selbst das bleibt schwierig. Demonstrierende Frauen dort werden sofort als "Huren des Westens" beschimpft. So geht es, wenn der Koran, diese Unterwerfung und Kadavergehorsam predigende, geifernde Kampfschrift eines gnadenlosen Herrenmenschen und frauenverachtenden Mannes, das einzige Buch ist, das man lesen darf oder möchte ...

Aber ist diese Kultur wirklich nur der Religion anzulasten? Anderswo erscheint der Islam wesentlich offener und toleranter. Waren diese Gebiete nicht immer schon extrem patriarchalisch orientiert? Haben die Mächtigen, die Kalifen, Schahs, Warlords und Mullahs nicht wesentlich dazu beigetragen, dieses kranke und entmenschlichte Zerrbild zu erschaffen und zu bestärken, weil es ihren Interessen diente, ein möglichst starr reglementiertes System zu etablieren, das leicht zu beherrschen und zu manipulieren ist?

Ich konstatiere: Je mehr ich über die Menschen und ihre Geschichte lerne, desto schwerer wird es mir, sie zu mögen ...
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.

Geändert von Erich Kykal (13.12.2019 um 14:29 Uhr)
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Alt 06.05.2018, 11:46   #2
Stefan
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Hallo Erich,

Zitat:
Zitat von Erich Kykal Beitrag anzeigen
Wahr oder erfunden? Wer weiß - aber vorstellbar erscheint es, bedenkt man die dortige Auffassung von Ehe oder den kulturellen Wert der Frau in diesen Ländern.
Man braucht nur mal die Google-Bildersuche mit geeigneten Begriffen füttern: kabul 1970 oder afghanistan 1970 und dann mit Bildern aus kabul frauen vergleichen. Im ersteren Fall sieht man modern gekleidete, geradezu freizügige Frauen. Heute hingegen trägt frau die Burka.

Woran mag das wohl liegen? An den Russen, die die Mujaheddin bekämpft haben, nachdem sie in den 80er Jahren von der afghanischen Regierung um Hilfe gebeten wurden? Wohl kaum. Oder an den Amerikanern (Zbigniew Brzezinski und Co.), welche die Taliban aufgebaut haben? Schon eher. Fakt ist eins: Afghanistan hat sich innerhalb von 40 Jahren von einem relativ modernen Land in ein religiös unterdrücktes "Shithole Country" verwandelt. Welche Gewissheit haben wir, dass das nicht auch in Deutschland oder Österreich passiert? Die meiner Ansicht nach immer häufiger zu Tage tretende Islamifizierung des öffentlichen und halböffentlichen Raumes (fehlendes Schweinefleisch in der Betriebskantine und die Umbenennung christlicher Feste seien hier als Symptome benannt, hinzu kommt die Verdammung allen Deutschseins) lässt Böses erahnen. Mittlerweile gibt es sogar eine Beamtin im Jugendamt in Kassel, welche sich das Recht, ein muslimisches Kopftuch zu tragen, vor Gericht erstritten hat (lustigerweise handelt es sich anscheinend um eine biodeutsche Konvertitin). Gute Menschen mögen dies gern als "Diversität" feiern, ich hingegen sehe hier das Neutralitätsgebot verletzt.

Zitat:
Das Normale gilt als abartig, das Abartige wurde zum Statussymbol!
Die Pathologisierung der Normalität findet sich mittlerweile auch in Deutschland. So gilt ein kleines blondes Mädchen mit Rock bereits als rechtsextrem (Google-Suchbegriff Apothekenblatt warnt vor blonden Mädchen mit Röcken).


Zitat:
giftspeienden Mullahs
Mullahs gibt es ausschließlich im Iran. Dabei handelt es sich um niederrangige, häufig ungebildete Dorfrichter. Darüberhinaus wird der Begriff "Mullah" regelmäßig von Antideutschen verwendet, er ist geradezu ein Kennzeichen dieser. Dieser Begriff dient der öffentlichen Herabwürdigung hochrangiger islamischer Führer (z. B. Ajatollahs). Um Verwechslungen zu vermeiden, sollte man, sofern man kein Antideutscher ist, diesen Begriff nicht benutzen.

Zitat:
Was kann man für die Unterdrückten und Benutzten dort tun?
Eine gute Frage. Aber sollten wir das überhaupt? Der Wertewesten lädt viel Schuld auf sich mit seiner "Demokratisierung" (Suchbegriff Google-Bildersuche we bring democracy).

Gruß
Stefan
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Alt 06.05.2018, 12:04   #3
Erich Kykal
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Hi Stefan!

Alles ist hinterfragbar, und hinter "offiziellen Gründen" schieben Mächtige aller Art immer noch drei Schichten verborgene Kulissen!

Seit den Taliban mag die strenge "offizielle" Religiosität Staatsdoktrin sein, aber die Menschen vor allem auf dem Land waren immer schon patriarchalisch, und die Frau war wenig wert. Die Tradition des Tanzknabentums ist Jahrhunderte alt!

In den Städten mag es früher schon eine dünne weltoffene Schicht gegeben haben, die gern zitiert wurde, um internationale Anerkennung einzuheimsen, aus welchen Interessen heraus auch immer, aber grundsätzlich besteht diese Kultur der Verdrehung dessen, was wir als gesund, natürlich oder gerecht betrachten, schon wesentlich länger!

Die Ideen des Islam fußen zum Teil darauf, zum Teil haben sie solche Strömungen letztlich nur verstärkt und bestätigt. Und natürlich diente er immer schon - nicht erst den Taliban - wie fast jede größere Religion oder Sekte als Machtinstrument zur Befriedung freidenkerischer Interessen.

Was in Deutschland los ist, interessiert mich als Österreicher eher am Rande. Mit dem Artikel wollte ich - abgesehen vom zitierten Nazivergleich - keine Parallelen oder Metaebenen zur dortigen Befindlichkeit des Kulturstandes nahelegen.

Ob Mullahs oder Ajatollahs - ich befleißige mich der verständlichsten, weil gängigsten Begriffe, um die Botschaft zu vermitteln. Für etwaige Fehler bei der lokalen Benamsung der jeweiligen unterdrückenden Idioten entschuldige ich mich natürlich gerne!

LG, eKy


PS:

Und all jenen aufgeregten Anhängern irgendeines Glaubens, die allein für den Umstand dieser blauäugigen Gläubigkeit lautstark und präpotent Respekt und umfassende Anerkennung aller Andersdenkenden einfordern, sei gesagt:

Eine Religion muss sich grundsätzlich am Verhalten, Anspruch und Wissensstand ihrer strenggläubigsten Mitglieder messen lassen, vor allem, wenn sie nicht willens oder fähig ist, selbst intern für einen homogenen wie menschenrechtskonformen Wertekanon zu sorgen!

Soviel zu diesen Lustigen!
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Geändert von Erich Kykal (06.05.2018 um 13:57 Uhr)
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Alt 13.12.2019, 19:09   #4
Hans Beislschmidt
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Hey Erich, die Darstellung deckt sich auch mit meinen Überlegungen und Schlüssen. Eigentlich müsste man dem IS und der Massenmigration dankbar sein, denn der unmittelbare Kontakt mit den Auswüchsen dieser Ideologie hat bewirkt, dass die Maske der Perversion gefallen ist und das wahre Gesicht dieser Zivilisation offenbart wurde, ansonsten würden weiter die Schönredner diese massive Bedrohung kleinreden, Motto: - der beißt nicht, will nur spielen.
Wir leben Tür an Tür mit ungezählten Schläfern, die nach außen den Gemäßigten spielen aber durch Gruppenzwang und Gleichschaltung jederzeit losschlagen können. Aus soziologischer Sicht ist bei einer Anteiligkeit von mehr als 25% Muslimen keine Umkehr mehr möglich.

Was kann ich tun? Gar nix mehr, außer ein paar Gedichte schreiben.

Was mir dennoch Hoffnung macht, ist der Umstand, dass der Islam schon vier mal kurz davor war Europa einzukassieren aber jedes mal wurde die Invasion abgeschmettert. So verblödet kann doch niemand sein, dass er innerhalb einer Generation einen Massensuizid zulässt. Gruß vom Hans
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Alt 13.12.2019, 21:14   #5
Erich Kykal
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Hi Hans!

Du weißt - ich kritisiere das Kritikwürdige ... aber ich würde nicht so weit gehen, aus gewissen Auswüchsen, wie jede Kultur sie zuzeiten hat, gleich eine geplante Verschwörung zu unterstellen: Das ist Populismus, Meinungsmache, verallgemeinernd und schädlich.

Ich will eine gewisse Gefahr nicht in Abrede stellen, dass es zu terroristischen oder anderen demokratieuntergrabenden Aktionen Verwirrter kommen kann (zB Scharia-Polizei), aber diese Gefahr wird von den Medien publikumswirksam gern aufgebauscht und überzeichnet.
Bedenkt man die tatsächliche Wahrscheinlichkeit eines Anschlags ausgerechnet im eigenen persönlichen Umfeld, so erscheint das Reisen per Flugzeug oder Bahn jederzeit beträchtlich gefährlicher!
Aber es genügt offenbar, um Ängste zu schüren, Pauschalisierungen zu befördern und für einen harten Rechtsruck in den Wahlkabinen zu sorgen. Hauptsache, man kann endlich auf einen Feind zeigen und "etwas unternehmen"!

Deine Behauptung von den "ungezählten Schläfern" kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen, das entbehrt jeder beweisbaren Grundlage und Wahrscheinlichkeit.
Und die Flüchtlingswelle mit den Türkenkriegen vergangener Jahrhunderte zu vergleichen, finde ich auch stark überzogen. Da schwingt mir zu viel persönliche Antipathie mit, das erscheint mir nicht objektiv. Ich mag den Islam ja auch nicht (so wie jede andere Religion, aber er erscheint mir nach den ultraorthodoxen Auswüchsen der letzten Jahrzehnte besonders unsympathisch!), aber ich hüte mich vor "vermuteten" Unterstellungen auf Basis verschwörungstheoretischer "Beweis"girlanden. Glaubte man all dem, wären wir tatsächlich noch nie auf dem Mond gewesen, und die USA hätten 9/11 selbst inzeniert! (Schwachsinn! Viel zu gefährlich, falls es aufflöge!)

Aber Blickwinkel sind unterschiedlich, und jeder wird von seinen persönlichen Erfahrungen geprägt. Als Lehrer komme ich mit vielen muslimischen Eltern in Kontakt, oder spüre deren Ansichten in Verhalten und Erziehung ihrer Kinder, und ich kann deine Aussagen demographisch nicht nachvollziehen.
Extremisten und elitäre Verstiegenheit finde ich am ehesten in Ablegern abendländischer Kultur und Religion, wie Zeugen Jehovas oder Scientologen!
Ich kenne natürlich nicht alle deine persönlichen Erfahrungen, die zu deinen Schlüssen geführt haben, seien sie aus deiner Sicht klar erkennbar oder nicht, daher unterstelle ich dir keine niederen Motive.
Aber ich halte soviel "Verschwörungstheorie" für gefährlich, das erinnert unangenehm an das, was die Nazis den Juden unterstellt haben, um sie entrechten zu können.

Also: Unmenschliches aufzeigen, aber mit Folgeschlüssen immer vorsichtig sein!

LG, eKy
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Geändert von Erich Kykal (13.12.2019 um 21:20 Uhr)
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Alt 14.12.2019, 10:59   #6
Hans Beislschmidt
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Hey Erich, du weißt, wir sind des öfteren konträrer Meinung. Das Schulsystem ist gerade in der Schusslinie in Deutschland und steht vor einer nicht lösbaren Problemstellung. Die Einflußnahme der Muslime ist besonders zu bewerten.
Es geht um ....

Ablehnung beim Schwimm und Sportunterricht
Verbot von Schweinefleisch in Kantinen
Verbot von Klassenfahrten mit den Kuffar
Religionsunterricht durch DITIB Imame
Ablehnung der Evolutionstheorie
Tätliche Angriffe und Beleidigungen gegenüber Lehrern
Ablehnung von weiblichen Lehrkräften
Einschüchterungen von deutschen Schülern

Das ist Alltag in deutschen Großstädten mit Ausländeranteil von 60% der Schüler.
So schaut's aus lieber Erich.

Es ist nicht so, dass ich der klassische Verschwörungstheoretiker bin, auch kein Scientology Fuzzi. Nein, ich beobachte, erlebe und lese.
Ungezählte Autoren haben die Problematik geschildert, waren in Schulen und Moscheen, haben Betroffene interviewt und leben jetzt teilweise unter Polizeischutz. Es geht nicht ums Aufbauschen und Apokalypse, nur um den normalen Alltag in Dortmund oder Berlin.
Hier eine Auswahl ... Hammed, Schreiber, Bosbach, schwarzer, Sarrazin, Kaddar usw. ...die meisten hab ich gelesen ...
Gruß vom Hans ... mein Lieblingsdiskutant :-)
.
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Alt 14.12.2019, 12:10   #7
Erich Kykal
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Hi Hans!

Es gab und gibt auch viele schlaue Bücher zum Thema Außerirdische, und dass sie uns seit ewig "begleiten". Dass Delphine die wahre Intelligenz auf der Erde sind, und dass man uns irgendwann "heimholt" in den Kosmos ...
Es gab viele, die damals Erich von Däniken geglaubt haben, als er - durchaus nachvollziehbar - schrieb, wie viele antike Artefakte alter südamerikanischer Kulturen als Pörtäts von Astronauten zu deuten wären, und dass die Nascar-Linien Landebahnen für deren Raumschiffe gewesen wären ...

Was ich meine ist, dass es zu jedem möglichen Szenario schlaue Bücher gibt, die plausibel darstellen können, warum etwas so sein müsse, wie sie es darstellen.
Es gibt sicher ebenso viele solcher Publikationen zum Thema "Gelungene Integration eines aufgeklärten Islam", die dasselbe Bild anders gewichten, andere Details wahrnhemen und diese dann ebenso klar und folgerichtig auslegen, sodass man als Leser leicht üerzeugt ist, dass man die lautere Wahrheit liest.

Ich bin immer sehr vorsichtig mit solchen Deutungsschriften und lese sie genau aus den angeführten Gründen NICHT. Weder die zur einen Seite noch die zur anderen. Ich denke selbst, gewichte selbst, objektiviere selbst, und nur mithilfe eigenen Erlebens, eigener Erfahrung.
Zu leicht wird man sonst auf dunkle Pfade geführt, ohne es zu merken, und redet willfährig populistischen Strömungen das Wort.

Ich sage ja nicht, dass es gar keine Bedrohung gäbe! Idioten und Verklärte wird es immer geben, und immer wollen sie etwas untergraben. Aber warum traust du unserem System, unserer Menschengemeinschaft so wenig zu? Nur weil es langsamer reagiert als die raschen, meist übereilten Befehle eines "starken Mannes"? Das BGB ist durchaus in der Lage, mit solchen Spinnern fertig zu werden, und Opfer solcher Täter wird es immer geben. Darf ich an den linken Terror der Baader-Meinhoff-Bande (RAF) erinnern?
Fanatisch durchglühte Verschwörungstheoretiker, die dachten, sie hätten aufgrund ihrer moralischen Lauterkeit (egomanische Hybris wäre treffender gewesen) und intellektuellen Überlegenheit (eingebildet) das Recht, gewaltsam gegen das "fascho-kapitalistische Deutschland" vorzugehen.

Damals unkten auch viele von der Hilflosigkeit des Systems, und was passierte? Genau nix - die Menschen haben es ausgesessen, bis den Narren der Boden zu heiß wurde, bis sie erwischt wurden oder in die DDR flüchteten.

Politik ist das eine -aber Politik ist nicht das Volk, nur ein Schatten, der sich als Sprachrohr und Organisator versteht. Die Menschen selbst werden letztlich entscheiden, wie weit sie einen militanten Islam hierzulande gehen lassen. Aber vor der Einflussnahme und Meinungsmanipulation von ALLEN Seiten sollte man sich jederzeit hüten.

Mir persönlich wäre es am liebsten, wenn es GAR KEINE Religionen mehr gäbe im öffentlichen Raum: Keine Kirchen, keine Moscheen, keine Tempel und Synagogen, keine Aschrams, Kapellen, Schorten oder Gipfelkreuze! Keine Klöster, Orden, Bruderschaften. Wenn Glaube, wenn er überhaupt als nötig empfunden würde, so individuell wäre, dass er einzig jedermanns Privatsache wäre, ohne Drang zu Missionierung oder gemeinschaftlichem Ausleben.
Wenn jede öffentliche Zusammenrottung, Kundgebung oder Feier im Namen irgendwelcher behaupteter Anbetungswürdigkeiten gar nicht erst als diskussionswürdig erachtet würden, weil ohnehin als unfaire Werbing und Einflussnahme verboten.
Wenn Gesellschaften sich nur noch über naturwissenschaftliche Erkenntnisse, soziale Errungenschaften, Kunst und Kultur definieren würden und nicht mehr über Machtausübung unter dem Mantel behaupteter Heiligkeiten und als Kinder ihrer jeweiligen Götter!

Aber wer fragt mich schon ...

LG, eKy
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Alt 14.12.2019, 14:07   #8
Hans Beislschmidt
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Hey Erich, ich verstehe deine Position, vor allem gefällt mir die Vision einer konsequenten Säkularisierung. Aber Kirchen, Synagogen und Moscheen abreißen??? Das wird nicht funktionieren. Religion sollte Privatsache jedes einzelnen bleiben.
Ich bin beileibe kein Eiferer oder Missionar und trotz """ konträrer""" Meinung bin ich jedes mal geschockt, wenn ich neue Botschaften lesen muss.
Hier ein Artikel aus dem Bayernkurier von Prof. Susanne Schröter.....

Zitat:
Auf Homepages der DITIB wurde zudem gegen Juden, Christen und den Westen gehetzt und in zwei Einrichtungen radikalisierten sich Jugendgruppen und schlossen sich als Terroristen dem so genannten „Islamischen Staat“ an.

Scharia als Gesetz
Solche Vorkommnisse werfen ein bezeichnendes Licht auf den Verband, der unentwirrbar mit der türkischen Staatspolitik verwoben ist und entscheidend zur Desintegration türkischstämmiger Bürger in Deutschland beiträgt. Problematisch ist, dass die DITIB dennoch auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene in vielfältiger Weise mit staatlichen Behörden, Kirchen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenarbeitet. Ihre Vertreter sitzen in Beiräten der islamischen Theologie an staatlichen Universitäten, in Rundfunkräten und fungieren als Partner beim bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht.

Auch ein zweiter großer muslimischer Verband, dessen Funktionäre in ähnlichen Kooperationen mit Politik und Gesellschaft eingebunden sind, ist hoch umstritten. Es handelt sich um die „Islamische Gemeinde Milli Görüs“ (IGMG), die der internationalen Milli Görüs-Bewegung zugerechnet wird. Diese wiederum strebt nach Angaben des Bayerischen Verfassungsschutzes die Durchsetzung einer an der Scharia orientierten Ordnung an, die mit den Prinzipien einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar ist. Milli Görüs-Gründer Necmettin Erbakan warb in der Vergangenheit in der Türkei und in Deutschland vor tausenden Anhängern für den islamischen Staat und empfahl takkiye, das Lügen für die islamische Sache, um eventuelle Widerstände klug zu umschiffen.

Abschaffung der Demokratie .... usw.
.
Gruß vom Hans
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Alt 14.12.2019, 18:33   #9
Erich Kykal
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Hi Hans!

Von Abreißen hab ich nix gesagt. Mit "Verschwinden" meinte ich das Symbol an sich. Man kann die teils baugeschichtlich ja sehr wertvollen Gebäude ja umwidmen, wie man es schon seit Jahren mit vielen Kirchen macht, für die sich kein Priester mehr findet. Sie werden zu Bibliotheken, Archiven, Hotels, Restaurants, Wohnungen, Fest- oder Messehallen, usw. . die historisch relevanten erhält man im Urzustand als Museen und/oder architektonische Sehenswürdigkeiten aus einer Epoche, als die unreife Menschheit noch Weihnachtsmänner für Erwachsene brauchte, um sich über ihre Endlichkeit und geistige Beschränktheit hinwegzutrösten.


Und zu deinem Zitat:

Und genau dieses "takkiye" wird es letztlich sein, was die Sache dieser Eiferer scheitern lassen muss. Unehrlichkeit aus Hybris heraus ist elitäre Verstiegenheit, repektlos allem Leben gegenüber und einer als wahr verkauften Sache unwürdig. An diesem inneren Konflikt muss die Idee letztlich zerbrechen. Es wird aber dauern ...

LG, eKy
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Geändert von Erich Kykal (14.12.2019 um 18:38 Uhr)
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