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Alt 10.11.2023, 23:07   #1
ginTon
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Standard IROKESE

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Worte zur Kunst: Zeitgenössisch
IROKESE (Blankosonett)

in meiner Sprache steht ein Wort für vieles
Sprachlaut am Stammtisch, wenn es dunkel ist
wird mündlich alles zur Geschichtserzählung
und Weitergabe, bis der Tag anbricht

wo dich die Nächte immer weiter tragen
zum Wald hinauf, zum Fluss, der vorwärts fließt
zum großen Friedensstifter Deganawidah
nimm meine Hand und lass uns Kreise ziehen

als Himmelsträger trägt der Feuerstein
die Sonne, welche dir ein Bild einbrennt
KONSENS: Jetzt setz dich bitte und dann sprich!

ich Arbeit E nur für die Schöpfung, die
dem Wohlergehen unsrer Erde dient
um einen Winter hinter sich zu bringen…



»Deganawidah« ist ein Schamane der Irokesen, der unter dem Namen „Der große Friedensstifter“ weltweit bekannt ist, siehe: hier. Gleichermaßen nimmt das Gedicht daran Anklang und vermischt die Gründung der sogenannten Six Nations, der Irokesenliga, mit der Gründung der Demokratie in den Vereinigten Staaten, die sich teilweise darauf beruht, siehe: hier. Zudem zitiert die letzte Strophe eine angeblich von den Irokesen stammende Weisheit mit folgendem Wortlaut: Ich arbeite für die Schöpfung. Ich weigere mich, an ihrer Zerstörung mitzuarbeiten. Dies ist unsere Zeit und unsere Verantwortung. Jeder Mensch hat eine heilige Pflicht unsere Mutter Erde, von der alles kommt, zu schützen. Um das zu tun, müssen wir den Feind erkennen – den Feind in uns. Wir müssen bei uns selbst beginnen.


*Text zum Bild: Erich Kraft IROKESE Galerie unbekannt
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© Bilder by ginton

Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. (Erich Kästner, dessen Bücher 1933 der Bücherverbrennung zum Opfer fielen)

Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)


nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
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