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Liebesträume Liebe und Romantik

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Alt 23.03.2009, 14:22   #1
DerKleinePrinz*
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Standard Nächtliche Sehnsucht

Nächtliche Sehnsucht
~ das Mädchen aus Prag ~

Da sah ich dich wartend an einer Laterne,
umhüllt von den Lichtern der Gasse
und träumend erforschte ich deine blasse,
von Zierlichkeit schimmernde Haut.

Dein Blick schien verloren in endloser Ferne,
vielleicht auf der Suche, vielleicht ohne Ziel.
Ich wusste es nicht, doch ich wäre so gerne
der, der dir in nächtlicher Sehnsucht verfiel.


18. März 2009

Geändert von DerKleinePrinz* (27.03.2009 um 12:51 Uhr)
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Alt 23.03.2009, 14:40   #2
Chavali
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Lieber Prinzi*

ein neues Stück von dir, das ist schön.
Ich spüre, dass du bzw. das LI noch ganz unter dem Einfluss dieser romantischen, aber auch traurigen,
weil unerfüllten Begegnung, steh(s)t.

Hast du in S 1 vergessen, dass es ein umarmender Reim werden sollte?
In Zeile 4 vermisse ich den Reim auf Zeile1:
Zitat:
Da sah‘ ich dich wartend an einer Laterne,
umhüllt von den Lichtern der Gasse
und träumend erforschte ich deine blasse,
von Zierlichkeit schimmernde Haut.
Den Auslassungsstrich in Z1 brauchst du auch nicht - ist nicht mehr nötig.
Nun schaue ich noch auf das Vermaß für die 2. Strophe, das haben wir lange nicht gemacht:

Dein Blick schweifte tief in der Ferne,
vielleicht auf der Suche, vielleicht ohne Ziel.
Ich wusste es nicht, doch ich wäre so gerne
der, der dir in nächtlicher Sehnsucht verfiel.


xXXxXxxXx
xXxxXxxXxxX
xXxxXxxXxxXx
XxXxXxxXxxX

Du siehst selbst, hier könntest du noch ein wenig basteln

Von der Stimmung her hat es mir sehr gefallen!


Lieben Gruß,
katzi
__________________
Meine Gedichte
© auf alle meine Texte
Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo ich bin.


*
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Alt 23.03.2009, 16:39   #3
ginTon
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Hallo kleiner Prinz*

Mir gefällt dieses Gedicht sehr gut, da es das ausströmt was dem Leser die Überschrift offenbart..auch der Klang ist mir bis zur ersten Zeile der zweiten Strophe positiv aufgefallen, da er vermuten lässt das es wirklich so war oder das mitunter das LI diese Szenerie wirklich erlebte (ist ja nicht immer der Fall, je nachdem aus welchem Blickwinkel man schreibt).

Wenn auch die dritte Zeile der ersten Strophe einer Silbe enthoben, fällt es hier sogar eher positiv ins Gewicht und verleiht dem umschlossenen Reim etwas Atem oder Staunen durch die starke Brechung nach "Gasse"….

Die zweite Strophe beginnt gegenüber der ersten mit einem völlig anderen Klangmuster, obwohl normalerweise dem Substantiv (in dem Fall Blick) normalerweise eine stärkere Betonung zugeordnet werden kann, fällt es hier zugunsten des Pronomens, was sich ganz einfach aus den nachfolgenden Klangmuster ergibt. XxXxXx(xXx) jedoch würde ich persönlich dazu tendieren den Trochäus beizubehalten sprich entweder,

Dein Blick schweifte in der Ferne, … oder Dein Blick schweifte tief die Ferne o.ä. falls man nicht nur .. Dein Blick schweifte tief, ..schreiben könnte

Ich weiß es wird dir um den umschlossenen Reim „ferne“ gehen doch holst du diesen ja auch durch das „gerne“ zwei Zeilen tiefer wieder hervor. Ich würde dem Klang in dieser Zeile Vorrang gewähren, sprich S2V1…

ansonsten ein sehr schönes Werk…gefällt mir

LG basse
__________________
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die Gedanken, die kommen, auch die flüchtigsten, müssen mich ganz allein finden... (Rilke)


nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
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Alt 23.03.2009, 16:50   #4
Seeglitzern
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Hallo Kleiner Prinz,
ich mag Gedichte über die Sehnsucht extrem gern. Gibt es Schöneres, als das unerfüllte? Ich glaub nicht. Wunderschön gemacht, Deine Zeilen. Ich bin begeistert und sehe mit Dir rüber, zur Laterne, wenn ich mir jedoch ein männliches Gesicht vorstellen werde. Alles Liebe, berührt, Cori
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Alt 23.03.2009, 17:45   #5
DerKleinePrinz*
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Huch das ging aber schnell

Liebes Kätzchen,

dein Gespür ist richtig. Zwar habe ich es anders erlebt, aber irgendwie hat mir das Laternenbild gefallen. Aber in der Tat war da ein Mädchen in Prag was mir gefallen hat, d.h. eigentlich gefallen mir ja immer fast alle Mädchen, aber dieses war etwas besonderes. Aber habe mich mal wieder nicht getraut, was bleibt ist die Erinnerung.

Doe Absicht hier ein Meisterwerk zu schreiben hatte ich natürlich nicht, ich wollte nur meine Gedanken festhalten, jedoch nehme ich zunehmend Abstand von diesen extrem festen Formen, welche ich denke ich lange genug vertreten habe. Also habe ich nicht vergessen dass es ein umarmender Reim werden sollte, sondern ich wollte einfach keinen schreiben
Jedoch habe ich versucht, den Reim in der zweiten Strophe wieder aufzugreifen, um so dennoch eine Verbindung herzustellen.

Zitat:
Den Auslassungsstrich in Z1 brauchst du auch nicht - ist nicht mehr nötig.
Bei sah braucht man in der Tat keines, das habe ich vergessen zu entfernen, als ich alles vom Präsens ins Präteritum geändert habe. Aber ansonsten schreibe ich bei Bedarf immer mit Apostrophen.

Zitat:
Nun schaue ich noch auf das Vermaß für die 2. Strophe, das haben wir lange nicht gemacht:

Dein Blick schweifte tief in der Ferne,
vielleicht auf der Suche, vielleicht ohne Ziel.
Ich wusste es nicht, doch ich wäre so gerne
der, der dir in nächtlicher Sehnsucht verfiel.

xXXxXxxXx
xXxxXxxXxxX
xXxxXxxXxxXx
XxXxXxxXxxX

Du siehst selbst, hier könntest du noch ein wenig basteln
Wie gesagt, ich versuche Abstand zu nehmen von der allzu perfekten Metrik. Mir lässt diese Form mehr Freiheiten, wenn der Sprachfluss allerdings zu unstimmig wird muss ich wohl oder übel darauf zurückgreifen. Ich hoffe aber, dass hier der Sprachfluss dennoch realtiv stimmig ist, aber da hat mir ja auch basse noch einen Vorschlag gemacht.

Ich danke dir, liebe supikatzi, für deine nette und gründliche Kritik. Es tut mir Leid wenn dich jetzt mein plötzlicher Sinneswandel bezüglich der Form überrascht.

~~~

Lieber basse,

ich danke auch dir für deine ausführliche Beschäftigung mit meinen Zeilen, welche ich wie gesagt, nur zum Teil so erlebt hatte.

Zitat:
Die zweite Strophe beginnt gegenüber der ersten mit einem völlig anderen Klangmuster, obwohl normalerweise dem Substantiv (in dem Fall Blick) normalerweise eine stärkere Betonung zugeordnet werden kann, fällt es hier zugunsten des Pronomens, was sich ganz einfach aus den nachfolgenden Klangmuster ergibt. XxXxXx(xXx) jedoch würde ich persönlich dazu tendieren den Trochäus beizubehalten sprich entweder,

Dein Blick schweifte in der Ferne, … oder Dein Blick schweifte tief die Ferne o.ä. falls man nicht nur .. Dein Blick schweifte tief, ..schreiben könnte

Ich weiß es wird dir um den umschlossenen Reim „ferne“ gehen doch holst du diesen ja auch durch das „gerne“ zwei Zeilen tiefer wieder hervor. Ich würde dem Klang in dieser Zeile Vorrang gewähren, sprich S2V1…
Als umschlossenen Reim sehe ich das persönlich nicht an, aber du könntest Recht haben, was den Klang betrifft. Ich werde da auf jeden Fall darüber nachdenken, obwohl ich im großen und ganzen zufrieden bin, da es ja wirklich kein Meisterwerk sein soll, sondern ein Erinnerungsstück.

Es freut mich natürllich dass es dir dennoch gefallen hat

~~~

Liebes leuchtendes Meer

Ob es was schöneres gibt als unerfüllte Sehnsucht? Also wenn du mich fragst: ja! Ich hätte jetzt nichts dagegen mit meinem Lyrischen Du im Bett ein paar nette Stunden zu verbringen.
Deine lieben Zeilen lassen mich lächeln

Danke ihr Hübschen für eure Meinungen,

Liebe Grüße
Prinzi*
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Alt 23.03.2009, 22:22   #6
Dana
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Lieber kleiner Prinz,
die nächtliche Sehnsucht kommt wunderbar herüber, jedoch noch mehr beeidruckt mich die gesamte Stimmung im Gedicht. Ich sehe wirklich schöne Bilder im Laternenlicht.
Ich muss die ganze Zeit denken: Das Mädchen und der Prinz.

Der Reimwechsel unterstreicht den von dir selbst genannten Sinneswandel.
Zuerst ist das lyr.Ich "nur" Betrachter und dann entsteht ein geheimer Wunsch.

Einen Vorschlag noch und gern gelesen,
liebe Grüße
Dana


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Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen,
ich schulde ihnen noch mein Leben.
(Frederike Frei)
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Alt 24.03.2009, 13:44   #7
Chavali
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Lieber Prinzi*
Zitat:
jedoch nehme ich zunehmend Abstand von diesen extrem festen Formen, welche ich denke ich lange genug vertreten habe.
Also habe ich nicht vergessen dass es ein umarmender Reim werden sollte, sondern ich wollte einfach keinen schreiben
Das ist ja eine ganz erstaunliche Einstellung
Die Annahme umarmender Reim bot sich an, weil du diesen im weiteren verwendet hast.
Wenn das Absicht war, dann werde ich ja bei dir umdenken müssen
Zitat:
ich versuche Abstand zu nehmen von der allzu perfekten Metrik. Mir lässt diese Form mehr Freiheiten
Das sage ich ja auch immer. Natürlich muss es passen, wildes Geschreibe bringt keinen schönen Wortklang.
Das ist aber bei dir kein Problem, denn unter diesem Aspekt hast du den Text recht gut hinbekommen.

Ok, dann mach mal weiter
Liebe Grüße,
katzi
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aber Du bist überall, wo ich bin.


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Alt 24.03.2009, 13:54   #8
Total Blackout
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 24.03.2009
Beiträge: 40
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Hi Ho,

also ich stell mich hier nicht vor, wer mich kennt, der kennt mich

Also:

Ich mag dein Gedicht vom Inhalt her und überhaupt die geschilderte Situatuon. Auch mag ich es, dass dein Text ohne große rhetorische Stilmittel auskommt und dennoch eine Aussage bewirkt- so etwas ist mir sehr lieb!

Allerdings finde ich es schade, dass deine Zeilen so wenig Struktur aufweisen- siehe Reimschema und Metrik. Es wirkt noch alles ein wenig ausbaufähig vom Technischen her.

Also wenn da noch etwas änderbar ist, dann würde ich sagen, nichts wie ran und bring zumindest eine ordentliche Metrik rein. Ich denke, dass es die Gedanken im Text verdient haben, fließend gelesen zu werden!

LG TBO

PS: Tach!
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Alt 26.03.2009, 13:34   #9
ruhelos
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Registriert seit: 24.03.2009
Beiträge: 574
Standard

hallo Prinz,

ein romantiches Gedicht ist dir hier gelungen. Die Sehnsucht des lyr. ichs ist deutlich in den Zeilen zu spüren. Es liest sich flüssig. Das wechselnde Reimmuster stört eigentlich nicht, auch wenn ich verzweifelt versuche einen Reim auf Laterne zu finden, der zur letzten Zeile der 1. Strophe passt, so im Sinne von Sterne, die Haut im Licht der Sterne. Auf alle Fälle gern gelesen.

Viele Grüße
ruhelos
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Alt 26.03.2009, 15:45   #10
Panzerknacker
Mal lachend - mal traurig
 
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Registriert seit: 13.02.2009
Ort: Da wo Napoleon noch nie kämpfte
Beiträge: 1.613
Standard

Aber hallo kleiner Prinz,

da lese ich ja Zeilen voller Sehnsucht. Sehnsucht wie sie nicht nur der Jugend
zugeschrieben wird. Sehnsucht wie sie einen immer wieder befällt.
Also mir gefallen deine Zeilen, sie sind so einfach, aber einfach genial.

der Knacki grüßt dich
__________________
Ich bin ein Niemand.
Niemand ist perfekt.
Also bin ich perfekt.
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