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Eine Reise durch das Unterbewusstsein Von Black Raziel

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Alt 08.11.2014, 14:41   #1
Black Raziel
El capitán
 
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Standard Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - II. Akt

Eine Reise durch das Unterbewusstsein
- Eine Tragödie in acht Akten -


II. Akt - Einer gegen Alle! Es kann nur einen geben.


Inhaltsangabe:
Ab der 10. Klasse beginnt die Erziehung des Vaters Früchte zu tragen. Denn nachdem der Vater droht den Sohn auf die Straße zu werfen, begreift Hans, dass das echte Leben begonnen hat und es ab sofort heißt „Friss oder stirb“. Mit hemmungslosem Ehrgeiz entwickelt sich Hans zum Jahrgangsbesten. Danach beginnt Hans entgegen dem Wunsch des Vaters eine Ausbildung zum Bestatter. Der Vater ist enttäuscht, da jemand mit solch guten Noten etwas besseres aus seinem Leben machen sollte als einen Beruf auszuüben, der in eine Sackgasse führt. Die Mutter dagegen steht voll hinter Hans, da sie ihn für hochbegabt hält und glaubt, dass er immer ganz alleine wissen wird, was er tut. (Sonst hätte er doch nicht so gute Noten schlagartig schreiben können.)

Während seiner Ausbildung stellt sich heraus, dass Hans zu aggressiven Verhaltensmustern gegenüber seinen Mitauszubildenden und seinen Eltern neigt. Seine Verhaltensmuster und Lösungsstrategien waren während der Schulzeit notwendig, um zu überleben und den psychischen Stress des jahrelangen Mobbings zu ertragen. Nun ist er absolut unfähig Kritik zu verkraften, zumal er sich durch die Mutter hochintelligent und erhaben über jede Kritik glaubt (Ein Unglück kommt selten allein).

Über seine Probleme im Sozialen redet der mittlerweile 16 jährige Hans mit niemandem. Stattdessen verteidigt er sich selbst vor der Kritik anderer, indem er sich immer wieder all der erfahrene Leid seiner Realschulzeit vor Augen führt und sich sagt, dass er genug gelitten habe, um sich nun jede Freiheit erlauben zu dürfen. So pendelt Hans also zwischen Kritikunfähigkeit, Einsamkeit und Selbstmitleid hin und her.

Doch dann lernt er mit 17 ein Mädchen (Evelyn) kennen. Dieses Kennenlernen wird hier noch nicht geschildert, sondern erst im nächsten Akt. Aber der Erzähler gibt zum Abschluss dieses Teils der Handlung einen Wink mit dem Zaunpfahl, dass jetzt etwas passieren wird.



Der Anfang des Aktes: Der Erzähler gibt einen Ausblick, dass Hans sich verändern wird in Folge des Mobbing. Vielleicht mag man diese Wandlung gut heißen, vielleicht aber auch nicht. Aber erstmal ist gerade noch Spätsommer, vielleicht September und wir gucken uns an, wie uns der September in Hans Innenwelt erscheint. Sein Unterbewusstsein weiß bereits, dass nicht nur Gutes folgen wird.

Zitat:
Zitat von Erzähler
Der rote Efeu
- (c) Black Raziel -

Rot geworden ist der Efeu,
der die alten Backsteinmauern
hochgeklettert ist im Sommer.
Mit dem Herbst kann es nicht dauern.

Uns ist dies ein schöner Anblick,
der sich nur sehr selten zeigt, doch
eigentlich heißt diese Wandlung,
dass das Licht ihm nicht mehr reicht.

Nur ein letztes Aufbegehren,
wenn die Tage kürzer werden.
So wie sich auch Blätter färben,
ehe sie am Boden sterben.
Zitat:
Zitat von Erzähler
Vater
- (c) Black Raziel -

Auf Distanz, so kennst Du Deinen
Vater. Denn aus Dir soll mal was werden.
Doch er spricht dabei in Wahrheit einzig
zu sich selbst. Aus seinen Trümmerscherben

neu geboren, soll der Hans als Phönix
erster der Familiengeschichte
sein, der auch studiert. Er glaubt an seinen
Sohn und niemand macht ihm das zunichte.

Auch nicht Du, oh armer Hans. Die Bürde
der Vergangenheit, die musst Du weiter
tragen. Mobbing sei kein Grund zum Straucheln.
Ja, Dein Vater sagt, schlag einfach heiter

auf den stärksten Führer ihrer Bande
ein. Vertrau! Dann lösen die Probleme
sich wie von allein. Er weiß, wovon er
spricht, denn Menschen seien nur Ekzeme.

Zitat:
Zitat von Hans
Die erste Konsequenz
- (c) Black Raziel -

Verdammter Leistungsdruck. Der Scheiß!
Das kann mich alles gerne mal
am Arsche lecken. Niemand weiß
von meiner tiefen Seelenqual.

Verlassen fühl' ich mich. Den Schmerz
will ich nach außen tragen. Schwarz,
so sieht es aus in meinem Herz.
Ich konserviere wie der Harz

fossiler Zeiten meine Sicht
auf diese Welt. Ich glaube mich
gut aufgehoben in dem Licht
der Dunkelheit. Ein Pinselstrich

und meine ganze Wirklichkeit
erstrahlt als Gothic, der ich bin.
So bleibe ich auf Ewigkeit
und finde darin meinen Sinn.
Zitat:
Zitat von Hans
Warum ich in schwarz mit Dr. Martens und Nietengürtel rumlaufe
- (c) Black Raziel -


Vielleicht bin ich ein Trauerkloß,
doch ihr, ihr seid so ausdruckslos!
Mit eurem sanften Farbakzent,
der euch zum Mainstreamstil bekennt.

Bei euch, da mischt sich Farbe grau.
Ich stelle mein Gefühl zur Schau.
Damit erst keiner fragen muss
nach meinem "common sense" Verdruss.
Dann kommt die Szene mit dem Vater, der Hans rauswerfen will.

Dann kommt ein Gedicht dazu, wie Hans sich darüber ärgert.

Zitat:
Zitat von Hans
Schlechter Rat
- (c) Black Raziel -

Mein Vater, so willst Du mich nicht,
weil Du Dich für mich schämen musst.
Du fühlst Dich unwohl. Ohne Lust
Dich so mit mir zu zeigen. Ich

dagegen fühle mich nicht wohl,
wenn ich nicht sein darf, wer ich bin
und sehe darin keinen Sinn
Verstellungskunst zu üben. Hohl

wie eine Wand, die kein Gewicht
vertragen mag, so klingt der Rat
zur achtungsvollen Heldentat
mit Dünkel andrer als Gericht.
Außerdem beginnt Hans Gedichte zu schreiben.
-> Gedicht einbauen wo beschrieben wird, wie er das erste Mal auf die Idee zum Gedichte schreiben kommt.
(Falls das hier aber den roten Faden zu sehr durcheinander bringt, kommt dieser Part oder das nachfolgende Gedicht "Kollektives Vorwärtsschreiten" wieder raus. Außerdem ist es nicht im Jambus gehalten. Mal sehen...)

Zitat:
Kollektives Vorwärtsschreiten
- (c) Black Raziel -

Für den Dichter: schlechte Zeiten!
Kollektives Vorwärtsschreiten
heißt für alle die Devise,
wenn ich in den Massen fließe.

Wie ein Detektiv studiere
ich am Alltag dieser Tiere
ihren Zeitgeist schon seit Jahren,
ohne mich zu offenbaren.

Eines fernen Tages werde
ich verschwinden aus der Herde,
in die Herzen Zweifel pflanzen
und auf den Ruinen tanzen.
Dann kommt ein Gedicht, wie Hans ein Erfolgserlebnis in der Schule hat, weil er sich ausnahmsweise wo reingebissen hat.

Dann kommt ein Gedicht, in dem Hans aus diesem Erfolgserlebnis eine neue Lebensphilosophie ableitet, dass er der beste sein kann, wenn er nur will und dass er sich dadurch ohne Gewalt an allen rächen kann. Er will den Neid der anderen spüren. Das geilt Hans auf.

Dann können Gedichte kommen, wo Hans in Konflikt mit anderen gerät, weil seine Mitschüler natürlich spüren, wie er den Neid heraufprovoziert.

Damit hat Hans nicht gerechnet. Doch wer anderen eine Grube gräbt...

Darum kloppt er sich nochmal mit anderen, die ihn jetzt hassen, weil er sie in seinen Schatten stellt.

Am Ende ist Hans nicht mehr ganz so selbstsicher wie zu Anfang der 10. Klasse, aber er hat sein Ziel erreicht der Jahrgangsbeste zu sein. Ja und was sonst so der Erzähler zu erzählen hat, steht ja in der Inhaltsangabe.

Und zum Schluss beehren wir als den geneigten Leser (also den Leser, dem seine Brille runter rutscht während seiner Lesehaltung) mit dieser Weisheit, um Lust auf den nächsten Akt zu machen:

Zitat:
Zitat von Erzähler
Fatum
- (c) Black Raziel -

Welcher Weg auch eingeschlagen
wird, er führe an die gleiche
Endstation - zumindest sagen
das die Fatalisten. Reiche

auch die Hoffnung und der Glauben
daran nicht ganz zur Genüge.
Erst zum Schluss sehn unsre Augen
darin Wahrheit oder Lüge.

Geändert von Black Raziel (11.12.2014 um 10:32 Uhr)
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