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Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches

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Alt 19.11.2011, 17:24   #1
ginTon
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Standard Dieser Tag

.
Dieser Tag

Dieser Tag .hatte kein Frühstück, .nicht mittags 12.00UHR,
geschweige .einen Wecker .der morgens kräht -auch wenn
ich grummel- .dem .ich die .Wange dennoch küsse u. sage,
dass ich vor lauter DU so oder so nicht schlafen könnte, es
also somit .keine Rolle .spielen würde, wenn ich mich durch
den Halbschlaf taste u. ganz u. ganz vertraut in der Bezieh-
ung wäre, das heißt unnachahmlich ineinander du, ich u. ja
eben dieser Tag, stundenlang wach.
.
__________________
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Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)

Geändert von ginTon (04.12.2011 um 23:30 Uhr)
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Alt 20.11.2011, 13:45   #2
Chavali
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hi ginnie,

du hast unsere inoffizielle Absprache nach einem Text mit gleichem Titel
in der gleichen Rubrik dazu genutzt, um den Ablauf
deines Tages an diesem Tag zu beschreiben.
Das geschieht in nachdenklicher Form mit leicht humorvollem Touch:
Zitat:
geschweige .einen Wecker .der morgens kräht -auch wenn
ich grummel- .
Du bindest auch die Liebe mit ein
Zitat:
die .Wange dennoch küsse u. sage,
dass ich vor lauter DU so oder so nicht schlafen könnte,
und das ist es, was DIESEN TAG ausgemacht hat.

Hat mir gut gefallen!
Liebe Grüße,
chavi
__________________
Meine Gedichte
© auf alle meine Texte
Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo ich bin.


*
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Alt 20.11.2011, 15:40   #3
Stimme der Zeit
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Hallo, gin,

kein Frühstück, keinen Wecker - ich sehe hier ein LI, das seinen "Tag vermisst". Dieser Tag ist anders, das LI "liegt stundenlang wach".

"Dazwischen" die Beschreibung des "normalen Tagesablaufes", einschließlich "Grummelei" (da hat Chavi übrigens recht, das ist humorvoll); diese "Normalität" vermisst man eben erst, wenn sie "fehlt" ...

Anders ausgedrückt: Wir neigen dazu, etwas erst dann richtig wertzuschätzen, wenn wir es nicht (mehr) haben.

Mir gefällt die Darstellung, da steckt eine ordentliche Portion "Nachdenklichkeit" drin! (Ich finde sie sogar ein wenig "philosophisch". )

Richtig schön finde ich den "Tonfall" (ich hoffe, du verstehst, was ich damit meine) wie das Li von "Ich und du" spricht /denkt; besonders die "Natürlichkeit", fast "Selbstverständlichkeit" des "Ineinander".

Gerne gelesen und kommentiert.

Liebe Grüße

Stimme
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.

Im Forum findet sich in unserer "Eiland-Bibliothek" jetzt ein "Virtueller Schiller-Salon" mit einer Einladung zur "Offenen Tafel".

Dieser Salon entstammt einer Idee von unserem Forenmitglied Thomas, der sich über jeden Beitrag sehr freuen würde.


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Alt 20.11.2011, 15:56   #4
ginTon
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hallo chavilein,,

Zitat:
du hast unsere inoffizielle Absprache nach einem Text mit gleichem Titel
in der gleichen Rubrik dazu genutzt, um den Ablauf
deines Tages an diesem Tag zu beschreiben.
Das geschieht in nachdenklicher Form mit leicht humorvollem Touch:
Stimmt haste gleich richtig erkannt, mit mit Gespräch im chat.

Zitat:
geschweige einen Wecker der morgens kräht -auch wenn
ich grummel-

Du bindest auch die Liebe mit ein
Natürlich, die gehört dazu...

Zitat:
die Wange dennoch küsse u. sage,
dass ich vor lauter DU so oder so nicht schlafen könnte,

und das ist es, was DIESEN TAG ausgemacht hat.
Und nicht nur diesen, freut mich das dir das Werk gefallen hat...

liebe Grüße ginnie



hallo stimme,,

Zitat:
kein Frühstück, keinen Wecker - ich sehe hier ein LI, das seinen "Tag vermisst". Dieser Tag ist anders, das LI "liegt stundenlang wach".

"Dazwischen" die Beschreibung des "normalen Tagesablaufes", einschließlich "Grummelei" (da hat Chavi übrigens recht, das ist humorvoll); diese "Normalität" vermisst man eben erst, wenn sie "fehlt" ...
Stimme ich zu...

Zitat:
Richtig schön finde ich den "Tonfall" (ich hoffe, du verstehst, was ich damit meine) wie das Li von "Ich und du" spricht /denkt; besonders die "Natürlichkeit", fast "Selbstverständlichkeit" des "Ineinander".

Gerne gelesen und kommentiert.
Freut mich, dass der Text auch dir zusagt ...liebe Grüße gin
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Alt 21.11.2011, 15:32   #5
Cebrail
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He Ginni,
kreuz mal die Arme und nicke mit dem Kopf ;-).

Dein Tag gefällt mir sehr gut, es ist ein „einfacher“ Sonntag
und doch besonders, weil er mich wieder mal an die einfachen Dinge
des Lebens erinnert hat. Wir neigen dazu immer unzufriedener zu
werden und von jedem Tag was besonderes abzuverlangen, wenn
dem dann nicht so ist, war es „nur“ein ganz normaler Tag.
Aber gerade diese normalen Tage sind es, die doch besonders sind.
Die stillen, kleinen Momente, einfachen Gesten und alltäglichen
Zeichen der Vertrautheit.
Wie sagt man? Das einfach, einfach, einfach ist.
Hat mir gefallen.
Nen lieben Gruß
C.
Ach ja,
zu meinem ersten Satz ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=yMuYOkJnxVY
__________________
© auf alle meine Texte

„Mir gefiel der Geschmack von Bier, sein lebendiger, weißer Schaum, seine kupferhellen Tiefen, die plötzlichen Welten, die sich durch die nassen braunen Glaswände hindurch auftaten, das schräge Anfluten an die Lippen und das langsame Schlucken hinunter zum verlangenden Bauch, das Salz auf der Zunge, der Schaum im Mundwinkel.“
Dylan Thomas
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Alt 21.11.2011, 17:09   #6
ginTon
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hallo cebrail,,

Zitat:
kreuz mal die Arme und nicke mit dem Kopf ;-).
Lach, das ist gut. Auch das Video dazu..

Zitat:
Dein Tag gefällt mir sehr gut, es ist ein „einfacher“ Sonntag
und doch besonders, weil er mich wieder mal an die einfachen Dinge
des Lebens erinnert hat. Wir neigen dazu immer unzufriedener zu
werden und von jedem Tag was besonderes abzuverlangen, wenn
dem dann nicht so ist, war es „nur“ein ganz normaler Tag.
Aber gerade diese normalen Tage sind es, die doch besonders sind.
Die stillen, kleinen Momente, einfachen Gesten und alltäglichen
Zeichen der Vertrautheit.
Wie sagt man? Das einfach, einfach, einfach ist.
Ja so ist das...danke für deinen Kommentar ...liebe Grüße gin
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Alt 22.11.2011, 14:04   #7
Galapapa
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Hallo ginTon,
auch mir hat Dein Gedicht sehr gefallen, wenngleich ich es inhaltlich etwas anders sehe.
Ich erkenne ein lyrisches Ich, das voll in "diesem Tag" aufgeht, eins mit ihm wird, so dass der Tag letztlich zum Traum wird.
Der Tag und die Person verschmelzen gewissermaßen miteinander.
Das kann man nun wieder auf verschiedene Weisen interpretieren. Das kann ein völlig "leerer" Tag sein oder einer, der völlig von einem Gedanken, einer Person bestimmt, besetze ist.
Ich weiß, das klingt eigenartig, aber ich kann das nachvollziehen.
Eines habe ich nicht verstanden: In der drittletzten Zeile heißt es "...und ganz u. ganz vertraut...". Muss das nicht heißen "ganz und gar"?
Sehr gern gelesen und kommentiert!
Herzliche Grüße an Dich!
Galapapa
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Alt 22.11.2011, 16:54   #8
ginTon
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hallo galapapa,,

Zitat:
auch mir hat Dein Gedicht sehr gefallen, wenngleich ich es inhaltlich etwas anders sehe. Ich erkenne ein lyrisches Ich, das voll in "diesem Tag" aufgeht, eins mit ihm wird, so dass der Tag letztlich zum Traum wird. Der Tag und die Person verschmelzen gewissermaßen miteinander.
Freut mich, dass dir das Werk gefällt und ja so könnte man es herauslesen..

Zitat:
Das kann man nun wieder auf verschiedene Weisen interpretieren. Das kann ein völlig "leerer" Tag sein oder einer, der völlig von einem Gedanken, einer Person bestimmt, besetze ist. Ich weiß, das klingt eigenartig, aber ich kann das nachvollziehen.
Ja dem stimme ich zu, wobei eher das zweitere von Beiden verarbeitet wurde..

Zitat:
Eines habe ich nicht verstanden: In der drittletzten Zeile heißt es "...und ganz u. ganz vertraut...". Muss das nicht heißen "ganz und gar"?
Sehr gern gelesen und kommentiert!
Man könnte "ganz und gar" auch verwenden, hier ging es mir aber vor allen Dingen um einen Ausdruck der Sprachlosigkeit, welcher ja oftmals durch Wortwiederholungen gekennzeichnet ist..danke dir für deinen Kommentar, habe mich sehr gefreut liebe Grüße gin
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