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Der Tag beginnt mit Spaß Humor und Übermut

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Alt 14.03.2019, 20:53   #1
Wilhelmine
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 26.02.2019
Ort: in einem abgelegenen Haus ohne Nachbarn
Beiträge: 75
Standard Ich kipp die Katze aus dem Zimmer

Es logiert auf meinem Platze,
ihre Durchlaucht, meine Katze,
raubt mir mit Beständigkeit
meine Sitzgelegenheit.

Ewig liegt sie schlafend dort
und ich wünsche sie mir fort,
diesmal aber bin ich cool,
sind doch Rollen unterm Stuhl.

Schieb die Ahnungslose schnelle
auf dem Stuhl zur Zimmerschwelle,
kipp sie ohne viel Gewimmer
einfach in das Nebenzimmer.

Das ergibt Protestgeschrei,
doch das ist mir einerlei,
rasch verschließe ich die Tür
und der Stuhl gehört nun mir.
Wilhelmine ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.03.2019, 21:04   #2
Erich Kykal
TENEBRAE
 
Benutzerbild von Erich Kykal
 
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 7.944
Standard

Hi Wilhelmine!

Oh, was für eine garstige Katzenmama!

Mein Götterkater hat zum Glück keine diesbezüglichen Allüren - er schläft höchstens mal bei mir im Bett, aber dann ganz unten, am Rand an der Kante. Sonst fühlt er sich auf seiner eingedellten Pizzaschachtel sauwohl - er schläft in diesem Augenblick gerade darauf, gleich neben dem Laptop, auf meinem Schreibtisch!
Die Pizzaschachtel wird übrigens alle paar Monate diskret ausgetauscht, denn mit der Zeit wird der Karton doch arg unansehlich, wenn der große Forscher öfter mal mit dreckigen Pfoten oder schmuddeligem Fell heimkommt von seiner täglichen Queste!
Wo ich sitze oder liege, lässt er sich niemals nieder!

Sehr gern gelesen, obwohl ich doch sehr mit der armen delogierten Katze mitfühle ...

LG, eKy
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
Erich Kykal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2019, 16:54   #3
Wilhelmine
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 26.02.2019
Ort: in einem abgelegenen Haus ohne Nachbarn
Beiträge: 75
Standard

Hi Erich!
Da hast du ja wirklich Glück mit deinem Götterkater. Unsere Katze ist sehr unstet was ihre Liegeplätze angeht. Neuerdings macht sie sich auf der Hundematte breit und der arme Hund liegt schmachtend davor auf dem harten Boden. Ich glaube sie hätte auch kein Problem damit mich aus meinem Bett zu verdrängen.

Deswegen:
Immer hübsch die Tür zumachen,
sonst vergeht dir schnell das Lachen,
denn dann liegt auf der Matratze
unerwünscht die olle Katze.

Aber seit ich diese Katze kenne (eine dreifarbige Glückskatze) bin ich zum Katzenfan geworden. Was für herrliche Tiere.
Ich hab mich sehr über deinen Kommentar gefreut.
Liebe Grüße
Wilhelmine
Wilhelmine ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2019, 17:16   #4
Sanssouci
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von Sanssouci
 
Registriert seit: 14.11.2014
Ort: Mittelhessen
Beiträge: 164
Standard

Hallo Wilhelmine!

Als Katzenfreund und -besitzer zweier Kater muss ich natürlich zu deinem Gedicht Stellung nehmen.

Mir gefällt es inhaltlich gut, reimtechnisch alles in Ordnung, aber die Brutalität, die du da an den Tag legst ..., meine Fresse! ;-)

Ich könnte mir noch eine Fortsetzung der Storry vorstellen, so nach dem Motto: Was denkt sich die Katze aus, hier doch wieder die Oberhand (bzw. -tatze) zu gewinnen.

Z.B. so:
Doch die Katze, gar nicht dumm,
nimmt dir dies nicht wirklich krumm.
Springt mit Schwung auf Türes Klinke.
Tür geht auf und deine Flinke

ist blitzschnell schon wieder da,
maunzt erbärmlich, sieh nur, ja,
peilt dich an und springt drauflos.
Sitzt nun brav auf deinem Schoß.

LG, Sanssouci

P.S.: Wenn du magst, kannst du ja mal unter der Funktion "Suchen" "Nächtlicher Überfall" eingeben. Dort findest du ein schon älteres Katzengedicht von mir mit ähnlichem Inhalt.
Sanssouci ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2019, 20:52   #5
Wilhelmine
Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 26.02.2019
Ort: in einem abgelegenen Haus ohne Nachbarn
Beiträge: 75
Standard

Hallo Sanssouci!
So in etwas könnte die Fortsetzung aussehen. Das mit der Türklinke hat sie zum Glück noch nicht herausgefunden.
Ich danke dir, dass du mir brutalem Weibsbild trotzdem so einen netten Kommentar gewidmet hast.
Dein Gedicht habe ich gelesen. Köstlich..... Die haben uns voll im Griff.
Liebe Grüße
Wilhelmine
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