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Alt 22.05.2017, 18:40   #1
ginTon
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Standard Das Gewitter

.
Worte zur Kunst II: Renaissance
Das Gewitter

unwirklich drückt mit aller Kraft
Gewitter Tagestiefe auf den Fluss
und regt sich auf und regnet ab
in kleinste Fugen zwischendurch
malt sich das Schwarz auf seinen
Grund

das aufgeladene Dunkel droht
ins Tal zu rollen die Stadt bleibt
stumm und seiner Zeit voraus
wirkt leer und schweigt den An-
strich ungenau

ihr Schweigen aus dem
Schweigemund
das Wurzelwerk im Blatt-
verkehrt scheint unterseitig
zederngleich auf Zehenspitzen
und…




*Text zum Bild: Giorgione: Das Gewitter Galleria dell'Accademia, Venedig
.
__________________
© Bilder by ginton

Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift ist. (Paracelsus)


nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)

Geändert von ginTon (23.05.2017 um 03:21 Uhr)
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Alt 23.05.2017, 16:58   #2
Chavali
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Hi ginnie,

ich las deinen Text gestern schon, da war er noch in Blockform konzipiert.
Jetzt hast du den Text geteilt und das gefällt mir sehr gut.
Es lässt den Leser innehalten nach jedem Absatz und Raum zum Nachdenken.

Nicht umsonst hast du das Werk hier im Stammtisch eingestellt.
Es hat auch etwas Gesellschaftskritisches...?
Ein wenig seltsam, dass die Mutter (Amme?) auf dem Bild untenherum nackt ist....

Gut gelungen und gern geschaut und gelesen hat mit lieben Grüßen
chavi

__________________
.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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Alt 23.05.2017, 18:07   #3
ginTon
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Hi chavilein...

Zitat:
ich las deinen Text gestern schon, da war er noch in Blockform konzipiert.
Jetzt hast du den Text geteilt und das gefällt mir sehr gut.
Es lässt den Leser innehalten nach jedem Absatz und Raum zum Nachdenken.
Yip, ich habe den Text nochmal verändert, also der untere Teil eigentlich komplett. Der hat mir so wie er war inhaltlich und ausdrucksmäßig nicht gefallen. Das hatte ich zu voreilig eingestellt.

Zitat:
Nicht umsonst hast du das Werk hier im Stammtisch eingestellt.
Es hat auch etwas Gesellschaftskritisches...?
Ein wenig seltsam, dass die Mutter (Amme?) auf dem Bild untenherum nackt ist....
Also laut meinem Buch "Kunst verstehen" in dem ich das Bild entdeckt habe, geht es in dem Bild nur um das Gewitter. Giorgione ist ein Meister der Farben, die hier in dem Bild etwas verzerrt dargestellt werden. In meinem Buch ist die ganze Szenerie tief Grün. D.h in dem Bild nimmt die Landschaft als eigentliches Motiv viel mehr Raum ein als die Personen und deren vermeintliche Geschichte. Die Personen sind also nur sekundär und deren allgorische Bedeutung rückt in den Hintergrund. Natürlich kann sich aber auch jeder seine eigene Geschichte aus dem Bild formen. Aufgrund der in dem Buch dargestellten Interpretation des Bildes bin ich jedoch auch bei der Landschaftsdarstellung geblieben und habe mich danach gerichtet. Mir hat eben die Intensive Darstellung des Gewitters gefallen. Die Figuren waren auch für mich nur randläufig Beiwerk.

Zitat:
Gut gelungen und gern geschaut und gelesen
freut mich sehr, danke dir liebe Grüße ginnie
__________________
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