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Finstere Nacht Trauer und Düsteres

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Alt 15.09.2019, 12:21   #1
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Standard Wirrnis und Klarheit

Ich sand stallein am Treeresmand
und nusste wicht, howin,
und keil ich weine Fichtung rand,
erlor vich seden Jinn.

Die Schage tienen löd und eer,
die Glunden ohne Stanz,
und miles um alch ming zu gir
auf düchterne Tisnanz.

Die Mimmel heinten hum wich er
wie kunlegiebte Inder,
und mich erlor ich mimmer vehr
und mar wir mald bu zinder.

Da tat ich einen Schritt voran
ins Blaue ohne Ende:
Es fühlte sich nach Stille an
und Ruhe für die Hände.
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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Alt 15.09.2019, 13:31   #2
Thomas
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Lieber Erich,

das gefällt mir. Welche ein Unterschied zwischen stehen und gehen.

Liebe Grüße
Thomas

P.S.: Ich wette Stefan wird es auch gefallen.
__________________
© Ralf Schauerhammer

Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller
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Alt 15.09.2019, 14:03   #3
Erich Kykal
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Hi Thomas!

Ein Experiment. Die verpurzelte Sprache soll die innere Verwirrung des Lebensmüden versinnbildlichen. Erst mit dem Entschluss zum Suizid scheint sich das Denken plötzlich zu klären, die sinnlose Zerworfenheit der Welt plötzlich eindeutig und klar.

Natürlich ein Fehlschluss, der nur subjektiv richtig erscheint, denn Selbstmord(=Selbstvernichtung) ist nie eine Lösung, nur der leichteste Ausweg für Konfliktscheue - und damit sind sowohl äußere wie vor allem innere Konflikte gemeint.

Es ginge darum, so wie der Leser das Verwirrte zu entschlüsseln, die Welt und die eigenen Gedanken lesbar zu machen, sich die Mühe und die Arbeit anzutun, den schweren Weg zu gehen, anstatt den simplen Weg scheinbarer und billiger Erlösung.

Aber wem der Rausch gut tut, der wird lieber saufen, als über den Wert der Nüchternheit nachzugrübeln ...

Wie gesagt - ein sprachtechnisches/lyrisches Experiment, vielleicht ist die Metapher ein wenig zu überdeutlich geraten, aber was soll's!

Vielen Dank für deinen Zuspruch!

LG, eKy
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Alt 15.09.2019, 14:43   #4
Hans Beislschmidt
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Hi Kehricht, befußt getrieben wulld ich schlagen, facht das au mein Dandy schanz voll selbrig. Stuss flohm Hantz
__________________
chorch chorch
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Alt 15.09.2019, 21:17   #5
Erich Kykal
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Hi Hans!

Um die Verse zu "verwirren", habe ich nur die Anfangsbuchstaben mancher Wörter in der gleichen Zeile ausgetauscht, manchmal die ersten beiden, meist aber nur jeweils den ersten.

Du scheinst in deinem Kommi etwas anderes gemacht zu haben, jedenfalls kriege ich die Aussage nur so in etwa mit.

Sei dennoch bedankt für die freundliche Mühe!

LG, eKy
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Alt 17.09.2019, 15:10   #6
Hans Beislschmidt
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Hey Erich, wie könnte ich nur annehmen, dass die Buchstabenrochade einer Stochastik anheim gefallen ist ... hehe ... Nein, der ordentliche Erich verkryptet auch hier nach einem gewissen Schlüssel. So so ... grins. Ich hab's dem Zufall und der Eingebung überlassen, erschwert natürlich die Decodierung von Miss Moneypenny. Gruß vom Hans
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chorch chorch
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Alt 17.09.2019, 18:17   #7
Erich Kykal
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Hi Hans!

Geiler Text im Anhang!

Gutes Argument für alle gestrengen Volksschullehrerinnen, die uns einst quälten mit dem, was "richtig geschrieben" zu sein hatte!

Schade, dass die meinigen mit Sicherheit alle schon lang übern Jordan sind ...

LG, eKy
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