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Bei Vollmond Phantastisches und Science Fiction

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Alt 15.03.2011, 20:06   #1
ginTon
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Standard Flutend(e)

Flutend(e)

Und in der Nacht, wenn alles schläft und schweigt;
fühlst du den Weg, der grünen Feldern flieht
-vom Wasser Überschwemmtes aufgewühlt-
und sie, die sich an deinen Körper reibt.

Wie durch den Schleier deines Augenlids
durchstößt die Richtung eure Autofahrt,
dort wo der Wald dem Schemen Schweigen warf,
blieb sie, die jetzt in deinen Armen liegt.
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die Gedanken, die kommen, auch die flüchtigsten, müssen mich ganz allein finden... (Rilke)


nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)

Geändert von ginTon (15.03.2011 um 23:53 Uhr)
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Alt 26.03.2011, 20:59   #2
Falderwald
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Hi gin,

ein immer wiederkehrender Alptraum?

Was ist hier passiert?
Ist es eine tragisch endende Autofahrt zweier Liebender, deren Fahrzeug bei regennasser oder überschwemmter Fahrbahn vom rechten Weg abkam und einen tödlichen Unfall nach sich zog?

So könnte es gewesen sein, dort am Rande des Waldes, der alles schweigend mitverfolgte und wo sie ihr Leben lassen musste.

Das vermittelte Bild ist, wie so oft in deinen Texten, wieder einmal ziemlich surreal, so daß eine klare Deutung ziemlich schwer fällt.
Falls ich ganz daneben gelegen haben sollte, dann gib mir einen Wink mit dem Zaunpfahl und ich versuche mein Glück noch einmal.


Gerne gelesen, darauf eingelassen und kommentiert...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
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Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)


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Alt 26.03.2011, 21:41   #3
ginTon
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hi faldi,,

ich fange mal von hinten an ok

Zitat:
Das vermittelte Bild ist, wie so oft in deinen Texten, wieder einmal ziemlich surreal, so daß eine klare Deutung ziemlich schwer fällt.
Falls ich ganz daneben gelegen haben sollte, dann gib mir einen Wink mit dem Zaunpfahl und ich versuche mein Glück noch einmal.
aaalso genau,, es ist nicht nur ziemlich surreal geschrieben, es ist surreal geschrieben alle Texte die diesen Aufbau haben sind es und alle Texte die ich in diese Rubrik einstelle, da es für Träume eben keine einzelen Rubrik gibt.

also dachte ich mir, ich stelle es zu "phantastisch" etc..also das Werk ist dann so zu betrachten wie es dort steht, wobei ich natürlich den Traum verdichten und komprimieren musste, jedoch sind die Schlüsselsymbole enthalten...
Zitat:
ein immer wiederkehrender Alptraum?
nicht wirklich, nein
Zitat:
Was ist hier passiert?
Ist es eine tragisch endende Autofahrt zweier Liebender, deren Fahrzeug bei regennasser oder überschwemmter Fahrbahn vom rechten Weg abkam und einen tödlichen Unfall nach sich zog?
ein tötlicher Autounfall, wo liest man denn das? die fahrbahn ist jedoch überschwemmt ja,, übrigens ist ein Auto genau so ein Symbol, wie es die Überschwemmung auch ist usw..es ist in einer Dissoziationstechnik geschrieben, obwohl dies gar nicht angewendet werden musste, da viele Träume an sich eher selbst schon dissonant sind, dh viele Bilder stehen scheinbar zusammenhanglos nebeneinander

Zitat:
Gerne gelesen, darauf eingelassen und kommentiert...
ich danke dir, habe mich sehr gefreut

liebe Grüße gin
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Geändert von ginTon (26.03.2011 um 21:46 Uhr)
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Alt 26.03.2011, 22:16   #4
Falderwald
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Moin gin,

wo ich das mit dem tödlichen Autounfall hernehme?
Nun, es ist von einem Weg die Rede, der die grünen Felder flieht und von Wasser Überschwemmtem.
Ich denke auch, bei einem Unfall schließt man unwillkürlich die Augen, so daß man höchstens noch Lichtreflexe durchs Augenlid wahrnimmt oder "Sterne" bei einem Aufprall "sieht".
Daß mit der durchstoßenen Richtung der Autofahrt war für mich ebenfalls ein Indiz in diese Richtung.
Auch der Wald, der dem Schemen Schweigen warf, deutete für mich dorthin, denn ein Unfall geht meist recht schnell vonstatten, wie ein Schemen sozusagen.
Letztlich ist sie, die jetzt im Traum in seinen Armen liegt, genau dort geblieben.

Es ist, wie schon gesagt, bei surrealen Texten meist sehr schwer, an einen roten Faden anzuknüpfen.

Ich habe es halt versucht...


Liebe Grüße

Falderwald
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Alt 26.03.2011, 22:27   #5
ginTon
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moin faldi

Zitat:
wo ich das mit dem tödlichen Autounfall hernehme? Nun, es ist von einem Weg die Rede, der die grünen Felder flieht und von Wasser Überschwemmtem.
Ich denke auch, bei einem Unfall schließt man unwillkürlich die Augen, so daß man höchstens noch Lichtreflexe durchs Augenlid wahrnimmt oder "Sterne" bei einem Aufprall "sieht". Daß mit der durchstoßenen Richtung der Autofahrt war für mich ebenfalls ein Indiz in diese Richtung. Auch der Wald, der dem Schemen Schweigen warf, deutete für mich dorthin, denn ein Unfall geht meist recht schnell vonstatten, wie ein Schemen sozusagen. Letztlich ist sie, die jetzt im Traum in seinen Armen liegt, genau dort geblieben.
mmmh ich sehe, ich finde das auch gar nicht so schlecht interpretiert, also ich kann mich damit anfreunden, nun ja die Sache ist eben aber die, dass jedes Bild einzeln betrachtet werden müsste und diese nur durch das Verdichten sozusagen zusammengesetzt erscheinen

Zitat:
Es ist, wie schon gesagt, bei surrealen Texten meist sehr schwer, an einen roten Faden anzuknüpfen. Ich habe es halt versucht...
das stimmt, nun ja eigentlich nutzen viele surreale Werke die Montagetechnik und setzen Bilder eben nicht zusammenhängend zusammen etc pp...hier ist es eben der andere Weg umgedreht, dh der Traum ist eigentlich Montageartig und die Dichtung glättet ihn...

und das mit dem Versuch finde ich aber mehr als gelungen, ich habe mich darüber gefreut und es kam ja auch eine gute Kommunikation zu stande, im Grunde hat jetzt das Werk etwas davon, der Schreiber und der Kommentator, was will man mehr,, in meinen Augen war es demnach ein sehr gutes "versucht"...

hab mich gefreut ..liebe Grüße gin
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