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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 22.04.2021, 21:27   #1
AAAAAZ
Wortgespielin
 
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Standard Die volle Packung

Die volle Packung „Fest der Sinne“,
ein Frühkonzert ist auch noch drinne.
Das wär jetzt wohl die pure Wonne,
wenn kitzelnd mich die erste Sonne
weckt, und auch der Vogel singt,
wenn solch ein Tag beschwingt beginnt!

Er hat in frühen Morgenstunden
seit Tagen für mich schon gesungen
und immer im Geäst gesessen,
dabei sein Frühstück wohl vergessen,
Ganz aufgeplustert, aufgebauscht....
-im Bette hab ich ihm gelauscht.

Blieb oft bei offnen Fenster liegen,
war glücklich, mit der Welt zufrieden.
- wie still's heut ist, mich wurmt etwas.
Der tote Vogel liegt im Gras.
Das Sinnesfest ist längst vorbei,
die volle Packung leer, entzwei.

Dort in der Packung saß mein Mogel.
Der frühe Wurm frisst einen Vogel.

Geändert von AAAAAZ (22.04.2021 um 21:32 Uhr)
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Alt 22.04.2021, 23:01   #2
MakaVeli
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Hey,

"dort in der Packung saß mein Mogel", wasn das?
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Alt 01.05.2021, 23:49   #3
AAAAAZ
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Hi MakaVeli,

Ja, die Frage ist berechtigt, aber jetzt seh ichs auch. Ich glaub, das Ganze war irgendwie ne Mogelpackung.
AZ
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Alt 27.05.2021, 23:20   #4
MakaVeli
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Awa, da brauch ich mich wundern, ich Dummerchen. Ich nehm immer einfach die Dinge aus dem Regal, wo nicht "Beschiss", "Betrug" oder eben "Mogelpackung drauf steht und frag mich dann noch, ob ich's bloß nicht merk, wenn ich beschissen werd.

Hatte halt irgendwie vermutet (mein Fehler!), der Text solle die angesprochene Mogelpackung dann schon auch irgendwie "verkörpern", sonst ist er ja irgendwie sinnlos. Ich mein, wärs wirklich nötig gewesen, den Vogel zu henken? Hättst ihn nicht einfach verscheuchen können? Was war sein Vergehen?
Der Text ist doch das genaue Gegenteil einer Mogelpackung, auch wenn ihn das jetzt nicht gerade sympathischer macht.
Im Übrigen: sagtest du nicht, dass hier sein Poesieforum? Ich hab von dir bisher hier noch keinen einzigen Text gelesen ohne pejorativen, leicht finsteren Unterton - überhaupt sind es auffallend viele Texte hier, die nicht ohne auskommen.
Versteh mich nicht falsch, ist schon auch ganz geil mal vom Leder zu ziehen - wenn's aber dabei nicht nach Spaß am Spiel klingst, ist es, gerade unter "Dichtern", meistens recht Ernst.

Peace
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Alt 30.05.2021, 11:17   #5
AAAAAZ
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Sicher lieber MakaVeli,

warum auch muss der arme unschuldige Vogel sterben. Fassungslosigkeit macht sich breit, zurecht. Die Frage steht scheinbar sinnlos im Raume, zumal der Vogel überhaupt keine Mogelpackung verkörpert hat. Er hat aufrichtig für uns gesungen, um uns Freude zu bereiten.
Jedoch auch dem Wurm hat er große Freude bereitet. Insofern kann der Text nicht mehr ganz so düster sein.

Mephisto würde an dieser Stelle sagen:
[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. ...

Kinder und Tiere sind in Filmen ein beliebtes Stilmittel um zu emotionalisieren. Das gleiche wurde auch hier im Text verwendet.
Hier wird der frühe Wurm plötzlich zum Nutznießer wo er doch sonst nur das Opfer des Sprichwortes und des grausamen Glaubenssatzes gewesen ist. Das ganze war also im wesentlichen ein pejorativer Prozess im Kopf des Betrachters.
Hier stellt sich die Frage: Wie wolltest du ein Umdenken oder einen anderen Ausgang herbeiführen? Konkret: jemand denkt z.B. ich bin Opfer, ein armes Würmchen, bin in der Bronx aufgewachsen, ohne Bildung, ohne Chancen, und nur ein Vogel weiß auf der Sonnenseite zu tirilieren. Ist er nun eher Opfer seiner Gedanken, oder seiner Situation?
Mag aber auch sein, dass der Text seine Wirkung und Tiefe verfehlt hat.
L.G. Az

Geändert von AAAAAZ (30.05.2021 um 23:12 Uhr)
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Alt 10.06.2021, 08:10   #6
MakaVeli
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Ganz ehrlich. Ich überlege jetzt schon echt lange, was ich sagen soll. Stunden. Im Moment kann ich nur hoffen eigentlich, dass ich keine Ahnung habe, mit wem ich rede. Genau das hatt ich befürchtet, die ganze Zeit.
Außer euch hört hier niemand irgend jemanden jammern, zumindest nicht von uns hier draußen - und selbst dann lag das auch nur daran, dass man, wie gesagt, es befürchtet hatte.
Selbst wenn die ganze, nicht vorhandene Idee schon zerbröckelt wie Sandstein, wird immer noch davon ausgegangen, man wäre von Idioten umgeben. Und hier, in diesem einen Kommentar, wie in der gesamten Realität, wird das wohl erst im Abgang bemerkt.

Ich hab jetzt zehnmal angefangen und jeden Versuch verworfen. Habt ihr wirklich so wenig gelernt? Gesehen? Nichts? Wo sind denn die Jungs und Mädels aus der Bronx. Genau. Sonnenseite, nur trilieren, das geht halt genau da eben nicht mehr. Oben hast du keinen Standpunkt mehr. Du bist deine Position. Oben. Niemand, absolut niemand hört noch auf deine Worte. Sondern nur noch auf dich.
Das muss dann schon von ganz, ganz unten kommen, was noch verstanden werden soll - ohne auch nur eine Sekunde im Verdacht stehen zu können, aus irgend einer bürgerlichen, finanziellen, "angeborenen", machttechnischen, moralischen Überlegenheit heraus kommuniziert zu sein. Alleine um das sprachlich sicherzustellen, darfste dich nicht auf die Sonnenseite begeben. Dein Werk gehört dort dem Holländer. Ob du das nun willst oder weißt, wenn du dich dorthin begibst, ist völlig unerheblich.
Das allererste, was Menschen tun, wenn du ihnen etwas sagen willst, was nicht dem entspricht, was ihr Lebensweg ihnen mit auf den Weg gibt, ist die Person dessen, der spricht, auf Persönlichkeitsmerkmale zu scannen, die Zweifel an dem erlauben, was man sagt. Das weiß derjenige ganz gut, der unten im Dreck lebt.
Habt ihr eine Ahnung, was an den Universitäten wirklich abgeht, wie groß der Anteil ihrer ist an dem, was passiert? Wisst ihr wie groß die Chance ist, dass sich daran etwas ändert? Du kannst da den Studenten erklären, die sich später mal um andere kümmern wollen, warum du das, was sie gelehrt kriegen, in Zweifel ziehst. Du kannst ihnen das hundert Mal verständlich machen, du fragst sie noch, ob diese Ansicht nicht sogar gefährlich ist, für die, die behandelt werden sollen. Sie sagen "ja!", gefährlich. Setzen sich hin, nehmen 800 Seiten kaputtes Buch. Und lernen es trotzdem alles auswendig.
Ich habe zwei Texte Kant gelesen und ich wusst, woher der Wind weht. Ich bin im zweiten Semester von der Uni weg, weil ich wusste, was passieren wird. Ich hab ihnen gesagt: macht so weiter, und sie kommen und werden sich holen wollen, von dem sie nicht mal wissen, was es überhaupt sein soll, was es je war. Halbes Jahr später standen sie auf der Straße. Wenn's der Prof nicht ändert, ändert's keiner. Wirste Prof, wirste's nicht ändern. So einfach.
Hast du annähernd ne Idee, was es kostet, dich aus meiner Position mit denen zu behängen? Gerade weil du ganz weißt, du hast Recht. Scheint dir jedes Wort in jeder email in jedem Gespräch verschenkt, weil sie den Teufel tun werden. Einfach nur, weil sie glauben, es zu können.
Und ich packs trotzdem, peu a peu. Jedes Mal bleibt dir im Grunde genommen nichts anderes übrig, außer denen die Fetzen vor die Füße zu werfen, wenn das, was sie mit anderen Menschen macht, etwas wegen dieser anderen Menschen mit dir macht. Und dann kannste, während sie über die zappelnden Resten in Gedanken hin-und herfahren, überlegen, ob du das richtige gewissen auserkoren hast, um es an Menschlichkeit zu erinnern. Und selbst wenn, ändert das noch nichts, lange nicht.
Die Menschen sind mittlerweile so losgelöst von allem, was in ihren und den Köpfen anderer passiert, dass es ihnen als Beweis genügt, dass du alleine da stehst, um deine Meinung nicht annehmen zu müssen. Immerhin hast du noch keinen überzeugt. Blöd halt, was das bedeutet. Oder? ODER?
Wie viele Menschen kennst du, die es fertig bringen, sich auf allen Eben dieser Gesellschaft verständlich zu machen? Ohne Attitüde? Und ohne jeden Abstrich? Wie viel kennst du, die in der Psychatrie stehend genauso auf Augenhöhe sind wie in jedem verfickten Palast hier?
Ich kenne einen, weiß halt nur leider nicht, wo sein Haus wohnt. Das, was ihr offensichtlich hofft, ist doch genau das, was die Menschen selbst seit jeher glauben.
Von oben, ja, du in dem Fall, willste du irgendwie das nach unten transportieren, was du für gut und schön und richtig hälst. Das einzige aber, was Menschen denken werden, wenn sie der Wurm sind: fliegen sei ne Schwäche. Und survival of the fittest und der Wurm ist der König der Lüfte. Klingt das nach ner guten Idee, so alles auf einmal?

Tja sorry, aber das ist halt offensichtlich genau die Idee, die ihr habt. Und, auch typisch menschlich, wenn man vor sich einfach nur sieht, wie es ist und es ist einafach beschissen, was du siehst.
Wird man dir vielleicht zustimmen, grundsätzlich, wenn's nicht zu übersehen ist. Weil aber sie selbst es sind, die ihre Finger im Spiel haben, persönlich diesmal rollt sich dieser eckige Fels vielleicht doch einmal von selber den Berg rauf. Eher nicht.

Runter muss hoch und hoch muss runter und oben muss untenauf sein und obenauf unten. So einfach. Ihr könnt von mir aus machen, was ihr wollt, ehrlich. Aber dann entscheidet ihr euch, meiner bescheidenen Meinung nach, mit eurer Idee dafür, im Zweifel Attila Hildmann bei Telegram über euer Schicksal entscheiden zu lassen. Ihr werdet hier selber ran müssen, ob euch das nun gefallen mag oder nicht. Und wenn das unter eurer vermeintlichen würde ist, bitte sehr. Aber dann lasst bitte die Leute mit eurer Weisheit einfach in Frieden. Wirklich, ab dafür.
Das ganze Leben hier ist wie es ist, weil es immer wieder manipuliert wird, genau so, und zwar ganz genau so, wie ihr es selber vorhabt zu manipulieren. Und das soll dann gehen, wie gesagt, nur weil ihr es seid. Wochen hat es jetzt gedauert, bis du mit der Wahrheit raus gerückt hast, die schon lang zu vermuten war.
Du hast mir gerade, allen Ernstes und ohne mit der Wimper zu zucken, erklären wollen, warum du Tiere bildhaft benutzt, weil du mich im Zweifel lieber für zu blöd hälst, das zu wissen, als eine Sekunde an dir selber zu zweifeln. Wenn du mir jetzt noch erklärst, wofür Buchstaben da sind und wie die eigentlich richtig gehen, dann kann's ja vielleicht noch klappen mit mir. Und denkst allen, allen Ernstes meine pejorative Einstellung sei das Problem.
Als ob ihr irgendwem auf diesem Planeten ernstlich zutrauen würdet, dass er Teil von etwas werden könnte, dass die Dinge zum Bessren wendet. Never. Deshalb dreht ihr ja unentwegt an der einen Stellschraube, an die ihr noch kommt und seid dann noch beleidigt, wenn die zu verstehen gibt, dass es reicht. Endgültig. Weil ihr die Buchse einfach nur gestrichen voll habt.
Ihr habt keine Ahnung, was hier abgeht. Null. Keine Ahnung, wie es den Leuten geht, auf die ihr euch verlassen wollt und keinen Schimmer, dass für euch ganz sicher keiner gesungen hat. Hättet ihr das mal eher gesagt. Mit euch, ja. Für euch: zu keinem Zeitpunkt. Immer für die, die's nötig haben. Die gebraucht werden, die vorweg gehen müssen, wenn sich hier irgendwann, irgendwie noch was ändern soll.
Alle Wege von hier aus nach oben sind dich, alle die, wo Worte lang können. Hier ist so ziemlich alles am Start, was an den Start zu bringen war, um sich in den Weg zu stellen. Jeden Meter fliegt ein Knüppel zwischen die Beine und selbst die Morddrohungen, die du hier kriegst, sind kleine, perfide Kunstwerke (August isses so weit, so heißt es). Weil diejenigen, die die Schlachtplatte bestücken, von 10m auf 10cm geschrumpft sind innerhalb von 10 Jahren, wenn ich Gottes Kopf streicheln wollte, müsst ich auf die Knie. Gibt aber Dinge, die pack ich nicht an. Igitt.
Die letzten sieben Jahre hab ich nen Kampf gekämpft, den ich keine Sekunde in der Lage war endgültig zu gewinnen. Mindestens einmal im Monat hab ich mit zertrommelter Schnauze, mit von Bissen zerfetzten Armen und sonst nur Fetzen nachts irgendwo an nem Bahnhof gestanden, weil es hier Menschen gibt, die es wert sind, das man für sie kämpft. Und egal, wie hart es war, ich hab ne Nacht drüber gepennt und bin aufgestanden mit der Hoffnung, mit der ehrlichen Hoffnung, das alles gut werden kann.
Im ersten Telefonat hab ich schon die Worte gehört, die ich seit drei Jahren immer öfter, immer wieder höre: ich habe Angst, zu sterben. Nicht, weil hier keine Hoffnung mehr kommt. Sondern weil sie nicht aufhört zu kommen und sie immer wieder kommen, um sie zu nehmen. Bis in den Tod. Und sie bringen jeden einzelnen der mir was bedeutet, alles, das etwas bedeutet, unter die Erde. Nicht mit mir. So lange ich stehe, stehen sie, alle die bei mir waren, weil ich den Schmerz, den diese Menschen schleppen, ohne dass sie was dafür könnten, bei mir habe. Jeden Meter. Und ich gehe durch die Hölle und wieder zurück, um ihn anzubringen, wo er hingehört.
Und entweder ihr kommt mit, wie ich das dachte. Oder verpisst euch. Das hier ist zu packen. Nur so, so eben nicht.
Weil Mephisto obsolet ist. Ironischerweise hat er nämlich wohl noch heimlich an Gott geglaubt, als diese Worte fielen. Hier stirbt einfach alles nach und nach und nichts, aber auch gar nichts wird noch auf irgend einen Nährboden fallen, wenn nicht etwas neu beginnt in dem Moment, wenn das hier alles endlich endet.
Wenn der Wind bei so ner schnuckeligen Einrichtung wie Telegram die Ziegel runterhebt und den Geistern, die darin umher schwirren eine Sekunde Sonnenlicht auf die untoten Leiber scheint, wird denen innerhalb von Sekunden der verdammte Dachstuhl ausbrennen und wahrscheinlich allen, die keine Ahnung haben, was ansteht. Und wenn dann die Psychiater ihre eigenen Pillen und Lehrer ihre Bücher und Basketbälle Sportlehrer fressen, weil sie das in dem Moment wohl für logisch halten werden, irgendwie.
Dann will ich sehen, wie ihr damit umgeht. Vielleicht ratet ihr ihnen dann wie mir, mal ne Nacht zu schlafen oder so. Gute Idee, wär ich ne drauf gekommen, dass Schlaf fehlen könnte, wenn ich ZWEI WOCHEN KEINEN HATTE.
Und das dann nicht mehr viel kommen kann, wenn du dich mit alles und jedem und immer wieder über das gleiche auseinandersetzen musst, belogen wirst von denen, die dein Team sein wollen, euch. Dann kann's nicht klappen. Und hat's ja irgendwie trotzdem.
Alles, alles hier ist genau da, wo es hingehört. Bis auf's letzte Grat gefeilt. Keine Ahnung, wie wir das gewuppt haben, ich dachte ja die ganze Zeit, irgendwie folgt das eurer Idee. Tut's aber nicht. Im Gegenteil.
Ihr habt's noch erschwert. Und jeden Meter den wir unterwegs waren geglaubt, ihr seid der Segen, den die Welt hier noch empfangen müsste. Zu gleichgültig für "wie geht's?" und "kann ich dir helfen?", aber für das Elend der Welt die personifizierte Gefahr. Was sonst. Ganz genau so, wie der Rest vom Schützenfest.
Niemand hat euch sein Leben anvertraut. Die Jacke hängt in der Umkleidekabine, Endspielzeit. Und ihr Vollidioten, ihr bringt's fertig und seid noch nicht mal umgezogen. Also, auf jetzt!
Wenn ihr interessiert sein solltet, irgendwann vielleicht mal wieder zu fliegen, dann würd ich jetzt die Flügel benutzen. Oder halt einfach schweigen.
Aber das kann doch wohl nicht euern Ehrgeiz abbilden, oder täusch ich mich da? Solche Kunden wie Hildmann würden wir im Formationsflug Säurebäder einlassen, in die er sich gerne legen wird, um drin zu verschwinden.
Dass ihr allen Ernstes immer aufgelebt habt, wenn ihr mir einen reinwürgen konntet, anstatt einmal die Liebe zum Leben wieder zuzulassen und einfach dran teilzunehmen, zehn lange, beschissne, harte Jahre. Es ist eigentlich einfach nur unglaublich.
Und wehe, man hat euch nicht mit Seidenhandschuhen angefasst, WEHE! Dann wurden wohl und wehe davon abhängig gemacht, ob ihr euer bisschen stolz am einzigen verteidigt, der immer auf eurer Scheißseite war.
Jetzt ist Feierabend. Rumba mit Freihammer, von mir aus. Alles andre gibts nicht mehr ohne Körpereinsatz. Trillieren. Von mir aus.

Also, in dem Sinne. Here we go. Oder besser ihr geht. Ich an eurer Stelle würde mich jedenfalls nicht mehr allzu oft daran erinnern, dass ihr es drauf hattet, mich jahrelang zu belügen, nicht ein gutes Wort übrig zu haben, nirgendwo und am Ende mit solcher Arroganz richten zu wollen... Weiter noch: ihr wollt noch denjenigen, der zumindest noch nie mit böser Absicht irgendwem gegenüber böse gehandelt hat einreden, und euch, die Gefahr bestünde, dass er abhitlern könnte, wenn das rum ist. Wo ihr ganz genau in dem Moment selber dabei wart. Ich werd weg sein innerhalb fünf Minuten. Verlass dich drauf. Einfach nur weg. Oder eben vorher.
Also, bis dann. Oder leb wohl. Wie ihr wollt.

Peace
.
MakaVeli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2021, 11:45   #7
AAAAAZ
Wortgespielin
 
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Beiträge: 663
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Hi MakaVeli,

danke für deine vielen tausend Gedanken und Assoziationen, welchen vermtl. nicht jeder unbedarfte Leser vollständig folgen konnte.
Auf die verletzlich anmutenden und persönlich nehmenden Passagen deiner Antwort will ich nicht weiter eingehen. Anderersets nehme ich zur Kenntnis, dass dich mein Gedicht respektive Antwort nicht ganz widerspruchsfrei berührt hat, und das darf es ja auch.
Im Gedicht will es um einen Erkenntnisprozess gehen, welches sich beim Li während des Tirillieren eines Vogels vollzieht.
Dahinter steht die These dass freies, befreiendes und aufgeklärtes Denken sich unabhängig von den Rahmenbedingungen entwickelt. Eine gute Bildungseinrichtung von Kindergarten bis Hauptschule, von Gymnasium bis Hochschule ist in meinen Augen dann gegeben, wenn sie solch ein Potential anspricht, sie hilft Eigenkräfte freizusetzen und Bewusstsein dafür zu schaffen.
Mit Glaubenssätze und althergebrachten Denkmustern ist das so eine Sache, oftmals sind es nicht vielmehr als die Gitterstäbe unseres Denkens. " Dafür sind wir nicht geschaffen. Der frühe Vogel fängt den Wurm ( Thema des Gedichtes) , wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans, wenn er reif dafür ist. Dafür gibt es mittlerweile eindrucksvolle Ergebnisse aus der Gerontologie, der Hirn- und Lernforschung, dass es eben nie zu spät ist.
Der Käfig sind wir selbst. Unser Denken selbst ist oft eine Mogelpackung, eine falsche Vorstellung von dem, was wir unreflektiert annehmen. Rilke hat die Ambivalenz z.B. in seinem berühmten Panthergedicht kunstvoll in Szene gesetzt und thematisiert.
bis denne, AZ
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