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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 06.04.2021, 17:22   #1
Walther
Gelegenheitsdichter
 
Registriert seit: 09.11.2009
Ort: Im Wilden Süden
Beiträge: 3.154
Standard Aprilfluch/t/en

Aprilfluch/t/en

Ein Nordwind bläst die Wetterwende
Mir graupelschauernd ins Gesicht.
Auch dass ich Frühlingsboten sende,
Verfängt an dieser Stelle nicht.

Ich reibe Pollenprickeln aus
Den Augen. Knallrot blinkt die Nase.
Die Fenster schließt das Nachbarhaus.
Von einem Tisch fällt eine Vase.

Die Basecap spielt jetzt „Vogel flieg!“:
Sie kann das gut und immer besser.
Ob ich die Kappe wieder krieg,
Weiß keiner. Haare kleben nässer,

Je mehr der Zweifel überwiegt.
Ich hab sie aus dem Busch gezogen,
In dem so manches steckt und liegt,
Und bin mit ihr davongeflogen.
__________________
Dichtung zu vielen Gelegenheiten -
mit einem leichtem Anflug von melancholischer Ironie gewürzt
Alle Beiträge (c) Walther
Abdruck von Werken ist erwünscht, bedarf jedoch der vorherigen Zustimmung und der Nennung von Autor und Urheberrechtsvorbehalt
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Alt 07.04.2021, 12:01   #2
Freihammer
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 17.12.2020
Ort: Am liebsten in Seenähe. Oder an einem Fluss. Jedenfalls mehr im Norden als woanders.
Beiträge: 174
Standard Aprilfurcht

Aprilfurcht

Du solltest einmal Sommerboten
ins eisgekühlte Land uns senden.
Wir kriegen unsre kalten Pfoten
nicht mehr bewegt samt unsern Händen.

Was Pollen sind, ist Hörensagen
von Leuten, die den Süden preisen.
Wenn wir uns mit Schneeschippen plagen,
lässt du schon mal die Vögel reisen.

Das heißt, du spielst jetzt schon November,
hier fühlt sich's nach "Sombrero" an,
ich appelliere an das Wort: remember!
Wir kommen viel viel später dran.

Mit Zweifeln kannst du überzeugen.
Die Strophe ist höchst exzellent.
Ich kann nur Richtung Himmel äugen
und fühln, ich hab so viel verpennt!



Hallo Walther, ich neige ja nie dazu, ein Gedicht zu zerlegen.
Aber von der Strophe vier bin ich hin- und hergerissen.
LG von Freihammer.
__________________
„Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts, als meiner seligen Insel.“ Friedrich Hölderlin

Geändert von Freihammer (07.04.2021 um 12:02 Uhr) Grund: ohne
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