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#1 |
Gelegenheitsdichter
Registriert seit: 09.11.2009
Ort: Im Wilden Süden
Beiträge: 3.210
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ein funke vergebens
ich funke an deine adresse, weil ich es wohl sonst bald vergesse, geschrieben mit schmerzen und sehnen, das wollte ich doch noch erwähnen: das alter, ich hieß es verpuppen, das ließ sich davon nicht betuppen. es eilte mit weile in haaren, die abends noch blondgelockt waren, und morgens ergraut und verloren. warst du nicht erst gestern geboren? war ich nicht erst gestern geworfen? die biologie will nur morphen, was schön ist, zur fratze verdichten, was lebt, letztlich völlig vernichten, um daraus das neue zu bauen! lass uns dabei fröhlich verdauen, was wir selbst vernichtend gegessen, bevor wir uns endlich vergessen.
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Dichtung zu vielen Gelegenheiten -
mit einem leichtem Anflug von melancholischer Ironie gewürzt Alle Beiträge (c) Walther Abdruck von Werken ist erwünscht, bedarf jedoch der vorherigen Zustimmung und der Nennung von Autor und Urheberrechtsvorbehalt Geändert von Walther (27.05.2011 um 10:22 Uhr) |
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#2 | |
Slawische Seele
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
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Lieber Walther,
hier lese ich Nachdenkliches mit einer pfiffigen Prise Humor. Alles ist vergänglich, so sehr, dass wir es einmal sogar vergessen. So lang wir nicht vergessen, betuppen und verpuppen wir es - besonders das Altern. ![]() Du hast viel eingebaut: Kinder, wie die Zeit vergeht! Mir ist, als wäre es gestern gewesen! (Dabei meinen wir Zeiträume von mind. 40 und 50 Jahren.) ![]() Sehr, sehr schön ist die Pointe im übertragenen Sinne. Nicht nur wir werden "vernichtet" - auch wir haben essend (und fressend) beständig Selbiges getan. ![]() Nur eine Kleinigkeit. Ich weiß, man kann sich anders betonend einlesen. Heute aber bin ich "kleinkrämerisch": ![]() Zitat:
Du hast aus dem Funken ein kleines Feuerchen entfacht, das gefällt. Liebe Grüße Dana
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Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen,
ich schulde ihnen noch mein Leben. (Frederike Frei) |
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#3 | |
Gelegenheitsdichter
Registriert seit: 09.11.2009
Ort: Im Wilden Süden
Beiträge: 3.210
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Lb. Dana,
danke dafür, daß Du diesem Gedicht Deine Zeit und Beachtung geschenkt hast. Ich habe oben bereits in S4V2 das Adverb "total" durch "völlig" ersetzt. Den Rest des Verses möchte ich so belassen. Den Vorschlag zu S2V2 kann ich nicht gant nachvollziehen, da auch meine Variante daktylisch swingt: Zitat:
![]() Im Übrigen könnte man das, was Du vorschlägst, natürlich in der Tat so übernehmen. ![]() LG W.
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