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Ausflug in die Natur Natur- und Tiergedichte

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Alt 17.07.2017, 12:25   #1
Chavali
ADäquat
 
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Servus, Erich,

das hatte ich ja noch gar nicht gesehen

Ich mag Gedichte über Steine, sind sie doch die Zeugen der Vergangenheit schlechthin.
Du hast eine wunderbare Geschichte um das alte Felsstück gewebt, dass es ein Genuss ist,
darüber zu lesen.


Sehr gern eingetaucht in die fantasievolle Welt des Dichters.


Lieben Gruß,
Chavali
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.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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Alt 19.07.2017, 15:14   #2
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Hi Sid und Chavi!

Als ich dieses Werk (so in etwas 2006 oder so) schrieb, dachte ich an einen alten verwitterten Keltenstein oder eine noch ältere heilige Opferstelle im Wald mit Schalenstein und/oder grob behauenem Steinaltar.

Als ich als Kind und Bursche so durch die Wälder streunte, kam ich oft an Plätze darin, die wie heilige Orte anmuteten und eine eigene Magie, einen alten Zauber auszustrahlen schienen, der mich gefangennahm und berückte. Alte, wie mit lebendiger Haut flechtenüberzogene und bemooste Granitfelsen zwischen hohen Bäumen haben es mir immer schon angetan ...

LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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Alt 20.07.2017, 13:26   #3
Kokochanel
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ein Werk, das Gänsehaut macht, lieber Erich. Durch die 5 Hebungen hat es wirklich gewonnen, wirkt viel stärker.
Ein bisschen mystisch- sehr schön!
LG von Koko
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Alt 20.07.2017, 16:15   #4
Erich Kykal
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Hi Koko!

Das Gedicht war ursprünglich auch fünfhebig, aber weil ich damals von Hebungen oder vom Silbenzählen keine Ahnung hatte und rein nach Gefühl und Sprachmelodie taktete, waren eben einige Zeilen zu kurz/lang nach Silbenzahl oder hatten einen Heber zu viel oder zu wenig.
Das habe ich nunmehr behoben - so war das gemeint.

LG, eKy
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Alt 20.07.2017, 20:38   #5
Dana
Slawische Seele
 
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Lieber eKy,
wenn man genau hinhört (hinschaut oder hinträumt) raunt die Natur uns ständig etwas zu. Dein Gedicht zeigt es wunderschön auf.
Der "wilde Garten" hinter unserem Haus war vor 100 Jahren stufenförmig angelegt. Ich stoße beim Gärtnern teilweise auf Steinbrocken, die man kaum oder gar nicht heben kann. In mühsamer Arbeit habe ich einige freigelegt und dabei liefen für mich ganze Filme ab: Woher er kam, wie viele Hände ihn schon bewegt haben oder Menschen die darauf gesessen haben, um Pause zu machen. Diese Gedanken habe ich auch bei kleineren, viel kleineren Steinen und Steinchen. Nicht weniger haben es mir alte, uralte Bäume angetan.
Herz der Wildnis hat mir besonders imponiert - aber auch "kirchenloser, stiller Wille.

Gern gelesen uns länger verweilt,
liebe Grüße
Dana
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Alt 20.07.2017, 23:49   #6
Erich Kykal
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Hi Dana!

Wie gesagt - ein altes Stück! Damals war es fehlerhaft geschrieben, weil ich manches noch nicht wusste, und leider hat mich auch niemand damals in den Foren, wo ich es veröffentlichte, darauf aufmerksam gemacht.

Bei mir im Mühl- und Waldviertel sind die Steine etwas größer - du erinnerst dich an meine Links zu den Steingedichten, die ich schrieb? Viele von denen könnte man nicht mal mit einer Schubraupe oder einem Bagger nennenswert bewegen!
Granitrestlinge aus Wollsackverwitterung nennt sich das.

Vielen Dank für deinen Beitrag!

LG, eKy
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Alt 21.07.2017, 13:38   #7
Sidgrani
Von Raben umkreist
 
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Zitat:
Zitat von eKy
Viele von denen könnte man nicht mal mit einer Schubraupe oder einem Bagger nennenswert bewegen!
Solch imposante Brocken (teilweise 4-5 Meter hoch) begegnen mir überall in Norwegen. Am eindrucksvollsten, wenn auch viel kleiner, finde ich die Steine, die mit bunten Flechten überzogen sind. Ich habe gerade drei Fotos in mein Album hochgeladen.

Liebe Grüße
Sid
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Alle meine Texte: © Sidgrani

"Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch"

»Erich Kästner«
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Alt 27.12.2017, 12:45   #8
Erich Kykal
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Beiträge: 8.570
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Hi Sid!

In meinen späteren "Blockheide"- Gedichten habe ich darunter oder in den Kommis mehrere Links zu Bildern der Steine meiner näheren Umgebung präsentiert.
Die Form nennt sich Wollsackverwitterung von Granit. Findet sich überall in Mühl- und Waldviertel, einem präkambrischen Rumpfschollengebirge, das damals höher aufragte als heute die Alpen, nun aber zu einer sanften bis welligen Hügellandschaft erodiert ist, die maximal bis etwas über 1300 Meter aufragt. Mein Haus liegt auf knapp unter 700m Seehöhe.

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