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| Denkerklause Philosophisches und Nachdenkliches |
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#1 |
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TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Für mich sagt das Gedicht aus:
Der objektive Blick, den man mit derzeitigem Wissensstand auf ein beliebiges Objekt wirft, verändert die Sicht der Dinge erheblich und zeigt, dass die allgemeine - weil einfache - Vorstellung von Materie bei weitem danebenliegt, bzw. nicht ausreicht, ein umfassendes Bild dessen zu generieren, was wir Physik nennen. Mehr nicht. Vergeistigung ist hier bestenfalls im Sinne von "Vorstellungskraft" gemeint, wie ich glaube. Geist ist mE. NICHT Materie, auch keine Form von Energie. Geist ist vielmehr eine Funktion, die auf den physikalischen Parametern ihrer Trägersubstanz/Trägerenergie fusst und von ihr abhängt. Das ist natürlich bloß meine Ansicht, aber die vertrete ich bis zum eindeutigen Beweis, dass da mehr ist. Alles andere wäre mir zu "esoterisch"... Dass eigentlich nur atomare Bindungen und Wechselwirkungen aufeinanderprallen, wenn uns ein Stein an den Dez ballert, ist angesichts der optischen Undurchdringlichkeit und Schwere, des Geruchs und der kühlen Haptik des Objektes sowie des unmittelbaren Schmerzes, den es verursacht, ein wahrlich schwer aufrecht zu erhaltender Gedanke, oder? ![]() Dennoch ist es so! Allerdings, mit den Augen der Wald- und Wiesenlogik betrachtet müssten sich Kopf und Stein mühelos durchdringen, wie 2 Galaxien, die aufeinanderprallen - sie bestehen ja hauptsächlich aus Zwischenraum. Und doch ist da diese nicht wegzuleugnende Beule... ![]() LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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#2 |
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Nur der Uhu darf turzen.
Registriert seit: 30.12.2013
Ort: Northampton, UK
Beiträge: 208
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Was ist hier prollig, ein Lexikonverweis?
Erich liegt hier völlig richtig. Stein wie Lok haben physikalische Masse, weshalb alles Vergeistigenwollen von Materie zumindest auf der Meso-Ebene in die Sackgasse führt und in dieser dann im Kreis herum. Ein gedankliches Kartenhaus aufstellen und es dann wieder umblasen, das soll das Ganze. Eine schnodderige Fingerübung in pyrrhonischem Skeptizismus. Macht mir Freude. Wer darin keinen Verdienst erblicken kann, für den gibt es eine weite Auswahl ästhetizistischer Einlässe in den durchgeistigten Kreisverkehr. Die Ausfahrt zu finden wird dann schon schwieriger. Noch eins: was in anderen Fäden abgeht, kann da bleiben. Schamansky, Vollprolet Geändert von Schamansky (16.01.2014 um 00:24 Uhr) |
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#3 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 3.375
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Lieber Schamansky,
das ist ein Kommentar, mit dem ich etwas anfangen kann. Wenn jetzt noch eine irgendwie geartet Anrede enthalten wäre, könnte ich einfach erkennen, mit wem die Kommunikation stattfinden soll, und müsste nicht erst aus dem Zusammenhang schließen, dass ich gemeint sein könnte. Was du zum Inhalt deines Gedichtes sagst, verstehe ich und es ist in sich logisch. Wenn du das Gedicht nochmals mit etwas Distanz und kritisch anschaust (es steht in unter Denkerklause), wirst du vielleicht sehen, dass sich diese Sicht dem Leser des Textes nicht gerade aufzwingt. Für mich wäre es Grund, noch etwas daran zu arbeiten, oder einen Neuen Versuch zu starten. Ich empfinde das einfache Hinschreiben eines Wiki-Links etwa wie: Alta, du gugge da, oder Fresse, he?! Ohne Erklärung, warum eine bestimmte weiterführende Lektüre nötig ist, impliziert es, dass der Gesprächspartner so blöd ist, dass er nicht einmal in im Lexikon nachsehen kann. Liebe Grüße Thomas
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© Ralf Schauerhammer Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller |
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#4 |
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Nur der Uhu darf turzen.
Registriert seit: 30.12.2013
Ort: Northampton, UK
Beiträge: 208
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Ich zwinge meinen Lesern (wenn es denn welche gibt) grundsätzlich nie etwas auf. Und obwohl ich durchaus lange Traktate zu schreiben imstande bin, ist mir nicht immer danach.
"Masse", im physikalischen Sinne, das ist wirklich alles, was es braucht, um den obigen Trugschluß auseinanderzunehmen, und so geschieht es in den letzten Zeilen dann auch. Erst baue ich einen Popanz auf, dann jage ich ihn in die Luft. Macht mir Freude. Daß nicht jeder auf diesen Zug aufspringen kann oder will, ficht mich nicht sonderlich an. Manche brauchen so etwas wie "Geist", andere haben es mit dem Metaphysischen nicht besonders. |
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#5 |
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Nur der Uhu darf turzen.
Registriert seit: 30.12.2013
Ort: Northampton, UK
Beiträge: 208
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Hallo Thomas,
ich möchte nachschicken, daß ich mit dem kommentarlosen Einstellen des Wiki-Links nicht beabsichtigt hatte, dich von oben herab abzukanzeln. Es kam wohl unglücklicherweise so bei dir herüber, aber sei versichert: es war nicht so gemeint. Mein Stil ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber prollig sieht noch ganz anders aus, glaub mir. Der wahrhaft große Geist beherrscht den Raum auch vertikal. ![]() Für den zukünftigen Diskurs verspreche ich nicht unbedingt Fließtext, aber zumindest ganze Sätze.
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#6 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 3.375
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Lieber Schmansky,
ich habe vielleicht etwas überreagiert, weil mich ganz generell die immer moderner werdende Steno-Stil-Kommunikation stört. Liebe Grüße Thomas
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© Ralf Schauerhammer Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller |
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#7 |
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Nur der Uhu darf turzen.
Registriert seit: 30.12.2013
Ort: Northampton, UK
Beiträge: 208
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So modern ist der Steno-Stil ja auch wieder nicht. Bei den Spartanern war die eponymische lakonische Kürze hochgeschätzt, und auch bei den Römern galt brevitas als Ausdruck eines disziplinierten Geistes. Nun bietet sicherlich die lateinische Sprache Möglichkeiten zur sentenzenhaften Verdichtung, die in modernen Sprachen kaum derart gegeben ist.
Als Beispiel dafür nenne ich einmal Schopenhauers ebenso zynisches wie geniales "obit anus, abit onus". Geändert von Schamansky (19.01.2014 um 04:30 Uhr) |
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